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KI bei DnD und Magic: Der Hasbro-Chef ist ein großer Freund der Technologie, will Fans aber beschwichtigen

Obowhl bei Hasbro viel mit KI gearbeitet wird und der Chef in seinen eigenen DnD-Runden massiv KI nutzt, ist Wizards of the Coast weiterhin wohl davon befreit.

Hasbro mag zwar KI, aber bei DnD und Magic sollen Menschen kreativ bleiben. Hasbro mag zwar KI, aber bei DnD und Magic sollen Menschen kreativ bleiben.

Die neuen Möglichkeiten durch die stetig voranschreitenden KI-Technologien sind in jeder Branche mittlerweile hoch im Trend. Allen voran natürlich auch bei globalen Unternehmen, die hier den nächsten Effizienz-Booster wittern. Dazu gehört auch Hasbro. Der Spielzeughersteller setzt KI mittlerweile in vielen Bereichen ein und ist als Mutterfirma von Wizards of the Coast auch für Dungeons & Dragons und Magic: The Gathering verantwortlich.

Seit 2022 ist Chris Cocks CEO des Unternehmens und damit stark involviert, wenn es darum geht, wie sich der Hersteller dem aktuellen KI-Trend anpasst. Und wie Chris Cocks in einem Interview mit The Verge auch selbst verrät, nutzt er für seine (überraschend vielen) privaten DnD-Runden durchaus jede Menge KI.

Ich mache das nicht für unsere Produkte, aber ich mache das ständig für persönliche Leidenschaftsprojekte, und ich bin DM… Dungeons and Dragons ist sozusagen mein Ding, und ich bin DM für wahrscheinlich drei oder vier Gruppen. Auf meinem PC gibt es so viele KI-basierte Animationen, Bilder, Texte, Soundeffekte und Stimmklone, dass es Sie aus den Socken hauen würde.

Und obwohl Cocks KI offenbar sehr offen gegenübersteht, hält der CEO zumindest aktuell und laut eigener Aussage daran fest, bei DnD und Magic KI aus den kreativen Prozessen rauszuhalten.

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Die große Ausnahme

Laut Cocks gibt es bei Hasbro haufenweise Anwendungsgebiete für neue KI-Technologie. Das Unternehmen hat laut ihm Verträge mit allen großen KI-Anbietern und setzt unzählige Tools ein, die haufenweise Arbeitszeit einsparen. Als Beispiel nennt Cocks im Interview etwa ihre Produktreihe für KPop Demon Hunters. Der Erfolg des Netflix-Films Mitte 2025 kam für viele völlig überraschend.

Trotzdem war Hasbro unheimlich flott, um sich die Rechte an Spielzeug zu dem Überraschungshit zu sichern. Eben weil dei Designteams mithilfe von KI-Tools deutlich schneller überzeugende Produkte zur Hand hatten:

Vor zwei Jahren wäre das noch unmöglich gewesen. Aber jetzt, mit dem Aufkommen von KI-gestützten Designtools, können wir das, wofür wir früher zwei oder drei Monate gebraucht haben, in nur zwei oder drei Wochen, manchmal sogar in zwei oder drei Tagen erledigen. Wir können sehr hochwertige Entwürfe und Produktlinien präsentieren und diese nicht nur digital zeigen, sondern in Kombination mit 4K-3D-Druck in Vollfarbe sogar als Modelle vorlegen.

Hasbro hat also bereits sehr positive Erfahrungen mit KI gemacht. Aber weiterhin versichert der CEO, dass zumindest im Bereich generativer Kunstwerke bei DnD und Magic keinerlei Verpflichtung besteht, verfügbare KI-Werkzeuge auch zu benutzen:

Ich denke, das hängt vom Kontext ab. Aus kreativer Sicht muss man sich das sehr genau überlegen. Es gibt einige Marken, bei denen das Publikum, die Entwickler, das einfach nicht wollen, deshalb haben wir es [KI] auch nicht in unseren Pipelines für unsere Videospiele oder für Magic: The Gathering oder D&D.

Wirklich gar keine KI bei Magic und DnD?

Insgesamt ist es schwer zu sagen, wie groß der KI-Anteil in den Arbeitsprozessen von Wiazrds of the Coast nun ist. Zumal Cocks hier natürlich als CEO der Mutterfirma nochmal ein Stück weg vom beruflichen Alltag ist. Obendrein betont Cocks auch beispielsweise in Finanzberichten, dass KI grundsätzlich im Unternehmen genutzt wird – aber der Mensch dabei im Fokus steht.

KI ist ein Werkzeug, das unseren Teams hilft, schneller voranzukommen und sich auf höherwertige Aufgaben zu konzentrieren, aber die Entscheidungen werden von Menschen getroffen und die kreativen Ergebnisse stammen von Menschen. Die Teams können auch entscheiden, wie sie KI einsetzen möchten, einschließlich der Möglichkeit, sie gar nicht zu verwenden, wenn sie nicht zur Arbeit oder zur Marke passt.

Selbst wenn also etwa auf Magic-Karten keine KI-Kunstwerke prangen oder in DnD-Büchern, kann es durchaus viele andere Bereiche geben, wo KI genutzt wird und wo es viele Fans vermutlich auch überhaupt nicht stört, geschweige denn sie mitbekommen. Selbst bei Prototypen oder fürs Brainstorming könnte KI sehr wohl zum Einsatz kommen.

Zumal es durchaus auch in jüngerer Zeit immer mal wieder zu KI-Vorwürfen kam. Beispielsweise bei einigen Karten aus dem erfolgreichen Magic-Set zu Final Fantasy. Gleichzeitig gab es ähnliche Vorwürfe zu den Karten des neuen Ninja-Turtle-Sets, die sich dann als falscher Alarm herausstellten.

Letztlich wird es immer schwerer, zu erkennen, was von einer KI stammt und was nicht. Und auch, zu wie viel Prozent etwas mit KI erschaffen wurde. Gerade Wizards of the Coast arbeitet bei seinen Artworks etwa auch oft mit freischaffenden Künstlern zusammen. Hier zu kontrollieren, wie viel KI zum Einsatz kommt, ist wohl unmöglich.

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