Kindle-Alternativen: Welche E-Book-Reader können mithalten?

Ihr sucht nach einer Alternative zum Kindle? Wir zeigen euch, welche E-Book-Reader in Sachen Leistung, Komfort und Preis überzeugen können.

Kindle-Konkurrenz gesucht? Wir werfen einen Blick auf Modelle, die euch nicht an Amazon binden. (Bild: stock.adobe.com joostverbeek) Kindle-Konkurrenz gesucht? Wir werfen einen Blick auf Modelle, die euch nicht an Amazon binden. (Bild: stock.adobe.com / joostverbeek)

Der Kindle von Amazon ist zweifellos einer der bekanntesten E-Book-Reader auf dem Markt, aber er ist längst nicht die einzige Option. Vielleicht sucht ihr nach einem Modell, das offener ist, mit anderen Formaten besser klarkommt oder eine ganz eigene Stärke hat, die Amazon vermissen lässt?

In diesem Guide haben wir für euch einen Blick auf aktuelle Alternativen geworfen und wie sie in Bezug auf Ausstattung, Lesekomfort und Preis mit dem Kindle mithalten können.

Was ist die Alternative zu Kindle?

Aktuell sind Tolino, PocketBook und Kobo die bekanntesten Alternativmodelle zum Kindle. Diese Marken bieten E-Book-Reader mit vielseitigen Funktionen und flexibler Formatunterstützung.

So unterstützt der Tolino das offene ePub-Format und eignet sich perfekt für Bücher aus verschiedenen Quellen wie Onleihe oder Thalia. Auch PocketBook unterstützt zahlreiche Dateiformate (z. B. PDF, CBZ/CBR für Comics) und zusätzlichen Features wie Text-to-Speech. Kobo ist Teil des japanischen Online-Händlers Rakuten und stellt auch Modelle her, die aus recycelten Materialien hergestellt werden. 

Wenn ihr also auf Amazon verzichten wollt, dann können diese Alternativen für euch interessant sein. 

Sind Kobo und Tolino das Gleiche?

Kobo und Tolino sind zwei eigenständige Marken, die beide als Alternativen zum Kindle bekannt sind, jedoch unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Kobo soll sich besonders an Vielleser und umweltbewusste Nutzer richten.

Die Geräte bieten eine große Auswahl an Funktionen wie individuell anpassbare Schriftarten und Zeilenabstände sowie den Zugang zum Kobo-Store mit zahlreichen deutschen und internationalen E-Books.

Einige Modelle, wie der Kobo Clara 2E, setzen auf Nachhaltigkeit und bestehen aus recycelten Materialien, während High-End-Geräte wie der Kobo Elipsa sogar Notizfunktionen mit einem Stift ermöglichen.

Tolino hingegen ist eine Kooperation deutscher Buchhändler wie Thalia und Hugendubel und punktet vor allem mit Offenheit und Flexibilität. Die Geräte unterstützen das weitverbreitete ePub-Format, sodass E-Books aus unterschiedlichen Quellen – einschließlich der Onleihe öffentlicher Bibliotheken – genutzt werden können. Ferner ermöglicht die Tolino-Cloud das Synchronisieren von Büchern unabhängig vom Anbieter.

Modelle wie der Tolino Shine 4 oder der wasserfeste Vision 6 sind ideal für Leser, die Wert auf ein unkompliziertes und offenes System legen, das speziell auf den deutschsprachigen Markt abgestimmt ist.

Ist Tolino oder Kindle besser?

Ob Tolino oder Kindle besser ist, hängt davon ab, was euch wichtig ist. Tolino bietet Offenheit und unterstützt das ePub-Format, wodurch ihr E-Books aus verschiedenen Quellen nutzen und die Onleihe verwenden könnt. 

Kindle hingegen punktet mit der nahtlosen Integration ins Amazon-Ökosystem, exklusiven Büchern und komfortablen Funktionen wie Whispersync. Wählt Tolino, wenn Flexibilität für euch entscheidend ist, und Kindle, wenn ihr vor allem im Amazon-Universum lesen möchtet.

Mehr dazu findet ihr in unserem Vergleichsbeitrag.

Ist Kobo oder Kindle besser?

Auch die Entscheidung zwischen einem Amazon Kindle und einem Rakuten Kobo hängt von eurem Budget sowie euren individuellen Lesegewohnheiten und Prioritäten ab. 

Hier ein Vergleich der beiden aktuellen Modelle: Kobo Libra Colour und Amazon Kindle Colorsoft.

  • Preis: Der Kobo Libra Colour ist in Deutschland ab etwa 229 € erhältlich. Der Amazon Kindle Colorsoft Signature Edition hingegen kostet rund 289,99 €.
  • Display und Farbdarstellung: Beide Geräte nutzen die neueste Farb-E-Ink-Technologie und bieten 7-Zoll-Displays mit einer Auflösung von 300 ppi. Der Kindle Colorsoft zeichnet sich durch lebendigere Farben und schnellere Bildwiederholraten aus, was besonders für farbige Inhalte vorteilhaft ist.
  • Bedienung und Ergonomie: Der Kobo Libra Colour verfügt über physische Blättertasten und unterstützt einen optionalen Stylus, was das Markieren von Textstellen erleichtert. Der Kindle Colorsoft bietet diese Funktionen nicht.
  • Ökosystem und Dateiformate: Der Kindle ist eng mit dem Amazon-Ökosystem verknüpft und unterstützt hauptsächlich proprietäre Formate. Der Kobo hingegen unterstützt eine Vielzahl von Formaten, einschließlich EPUB, und ermöglicht den direkten Zugriff auf öffentliche Bibliotheken über OverDrive.

Wenn ihr Wert auf ein offenes System mit vielseitiger Formatunterstützung, physischen Blättertasten und Stylus-Unterstützung legt, ist der Kobo Libra Colour eine empfehlenswerte Wahl. Bevorzugt ihr hingegen eine intensivere Farbdarstellung und seid bereits in das Amazon-Ökosystem integriert, könnte der Kindle Colorsoft für euch geeigneter sein.

Ist PocketBook oder Kindle besser?

PocketBook ist eine bekannte Marke für E-Book-Reader, die ihren Ursprung in der Ukraine hat. Heute sitzt das Unternehmen in der Schweiz. PocketBook ist vor allem für seine flexiblen, offenen Geräte bekannt. Mit einer breiten Auswahl an Modellen – vom Einsteigergerät bis hin zu Premium-Readern wie dem InkPad – hat sich die Marke weltweit einen Namen gemacht. 

  • Ausstattung und Dateien: Im Vergleich zwischen dem PocketBook Verse Pro und dem Amazon Kindle Paperwhite verfügen beide Geräte über ein 6,8-Zoll-Display mit einer Auflösung von 300 ppi. Ähnlich wie Kobo und Tolino unterstützt das PocketBook Verse Pro eine Vielzahl von Formaten, einschließlich EPUB, PDF und MOBI, und ermöglicht den Zugriff auf verschiedene E-Book-Shops sowie die Nutzung der Onleihe für das Ausleihen von E-Books aus öffentlichen Bibliotheken. Der Kindle ist nach wie vor an sein eigenes Ökosystem geknüpft. 
  • Bedienung: Beide Geräte bieten Touchscreen-Bedienungund verfügen über eine wasserdichte Bauweise (IPX8), die das Lesen in der Badewanne oder am Pool ermöglicht. Das PocketBook Verse Pro bietet Funktionen wie Text-to-Speech und die Möglichkeit, Hörbücher abzuspielen, was für Nutzer interessant ist, die auch Audioinhalte genießen möchten.
  • Preis: Der PocketBook Verse Pro ist in Deutschland ab etwa 159 Euro erhältlich, während der Kindle Paperwhite (12. Generation) bei 190 Euro liegt.

Wenn ihr Wert auf ein offenes System mit breiter Formatunterstützung und Funktionen wie Text-to-Speech legt, ist das PocketBook Verse Pro eine empfehlenswerte Wahl. Bevorzugt ihr hingegen eine nahtlose Integration in das Amazon-Ökosystem und legt Wert auf Funktionen wie Wasserdichtigkeit, könnte der Kindle Paperwhite (12. Generation) für euch geeigneter sein.

Anmerkung: In einer früheren Version hatten wir geschrieben, lediglich der Kindle Paperwhite sei nach IPX8 wasserfest. Das trifft allerdings auch auf den PocketBook Verse Pro zu. Wir haben die entsprechende Stelle überarbeitet.

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