Verrat und Heimtücke sind die Fans von Games of Thrones ja aus der Hauptserie bereits gewohnt. Nirgends sonst werden so viele ehrenhafte Lords und Ladys auf solch ehrlose Art und Weise zu Fall gebracht, wie in George R.R. Martins Fantasyepos Das Lied von Eis und Feuer.
Jetzt hat auch das neue Spin-off A Knight of the Seven Kingdoms seinen ersten heimtückischen Verrat erlebt - und der hat weitreichende Konsequenzen für die Geschichte von Westeros.
Achtung, Spoiler! Der folgende Artikel behandelt wesentliche Handlungselemente von A Knight of the Seven Kingdoms, Folge 4 und der zugrundeliegenden Buchvorlage. Weiterlesen auf eigene Gefahr.
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Was erwartet euch in A Knight of the Seven Kingdoms? Ein neuer Trailer gibt Fans einen Ausblick
Worum geht's?
In der vierten Folge von A Knight of the Seven Kingdoms muss sich Ser Duncan (Peter Claffey) nach seinem tätlichen Angriff auf den arroganten Targaryen-Prinzen Aerion (Finn Bennett) einem sogenannten Urteil der Sieben stellen. Bei dieser besonderen Variante des Götterurteils treten nicht nur Kläger und Angeklagter gegeneinander an, sondern zwei Teams mit je sieben Rittern.
Der unbekannte Ser Duncan muss nun binnen einer Nacht eine Mannschaft von Männern zusammenstellen, die bereit sind, ihr Leben für ihn zu lassen - eine schier unmögliche Aufgabe. Und als wäre das nicht schon schwierig genug, wird Duncan am Turniermorgen von einem seiner vermeintlichen Streiter verraten.
Ser Steffon Fossoway (Edward Ashley) wechselt kurz vor dem Kampf auf die Seite der Targaryens über, weil die Königsfamilie ihm für den Fall des Sieges eine Lordschaft versprochen hat.
Jahrzehntelanger Familienstreit
Ein guter Handel
, wie Steffon sagt. Dabei hatte er eigentlich angekündigt, für Duncan ins Feld zu ziehen. In den Augen seines Knappen Raymun Fossoway (Shaun Thomas) hat sich Raymun damit entehrt und dem Haus Fossoway Schande gemacht. Er kündigt daraufhin seinem Cousin die Gefolgschaft und tritt stattdessen selbst für Ser Duncan an, nachdem er von Lyonel Baratheon an Ort und Stelle den Ritterschlag empfängt.
Steffons Verrat und Raymuns Reaktion darauf werden in der Serienadaption genau so dargestellt, wie in George R.R. Martins Buchvorlage. Diejenigen, die mit den Büchern vertraut sind, wissen bereits, dass es ab diesem Zeitpunkt zwei Linien des Hauses Fossoway gibt: Die Hauptlinie des Hauses mit einem roten Apfel im Wappen und Sitz in Ziderhall sowie die Nebenlinie des Hauses mit einem grünen Apfel im Wappen und Sitz in Neufass (genannt Grünapfel-Fossoways).
Steffons Verrat hat also effektiv sein Haus gespalten, denn Raymun wählt infolgedessen sein eigenes Wappen und verweigert Steffon die Gefolgschaft. Diese Trennung ist auch rund 100 Jahre später während der Ereignisse von Game of Thrones noch aktuell, denn beide Linien des Hauses Fossoway bestehen weiterhin.
Beide haben als Häuser der Weite allerdings den Tyrells von Rosengarten die Treue geschworen. Nach Robert Baratheons Tod stehen die Fossoways also zunächst hinter dem Thronanspruch von dessen jüngerem Bruder Renly und dann Stannis Baratheon. Also den Nachfahren des Mannes, von dem Raymun Fossoway in A Knight of the Seven Kingdoms zum Ritter geschlagen wurde.
Nur widerstrebend dürften sich die Fossoways dagegen den Lannisters gebeugt haben, die nach Joffreys und Tommens Tod in die Ländereien der Tyrells einfallen. Wie dieser Konflikt für das Haus ausgeht, wissen wir allerdings nicht, denn die Fossoways spielen in Game of Thrones keine bedeutende Rolle. Wirklich glücklich dürften beide Fossoways mit ihrer Position allerdings nicht gewesen sein.
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