Nach einer enttäuschenden letzten Staffel Game of Thrones und dem bei Fans nur eingeschränkt beliebten ersten Spinoff House of the Dragon, nimmt der Westeros-Hype mit der neuen Serie A Knight of the Seven Kingdoms aktuell wieder Fahrt auf. Mit der aktuellen vierten Folge katapultierte sich das Spinoff auf IMDb in neue Wertungshöhen, die bisher sonst nur Game of Thrones erreicht hat.
Das liegt nicht zuletzt daran, dass A Knight of the Seven Kingdoms mit Episode 4 viel von der Dramatik zurückerlangt, die Fans an Game of Thrones so sehr schätzten. Denn in »Sieben«, so der Name der Folge, steht wieder einmal alles auf dem Spiel und Held Duncan der Große (Peter Claffey) muss um sein ritterliches Leben bangen.
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Was erwartet euch in A Knight of the Seven Kingdoms? Ein neuer Trailer gibt Fans einen Ausblick auf die nächsten Wochen
Achtung, Spoiler! Der folgende Artikel behandelt wesentliche Handlungselemente aus A Knight of the Seven Kingdoms, Folge 4. Weiterlesen auf eigene Gefahr.
Worum geht’s überhaupt?
Nachdem Duncan den arroganten Prinzen Aerion Targaryen (Finn Bennett) wegen des Angriffs auf eine wehrlose Puppenspielerin geschlagen hat, soll sich der Heckenritter für seine Taten verantworten. Da er vor Gericht keine Chance hätte, fordert Duncan gemäß der Tradition ein Götterurteil durch Zweikampf.
Der feige Aerion will allerdings vermeiden, Duncan im Kampf gegenüberzutreten, und beruft sich daraufhin auf sein Recht auf ein Urteil der Sieben (engl. Trial by Seven). Dies sei, so erfahren wir in der Folge, ein sehr viel älterer und archaischer Brauch der Andalen zur Urteilsfindung. Aber was bedeutet das genau und wann hat zuletzt solch ein Kampf stattgefunden? Wir haben die Antwort.
Alle Fakten zum Urteil der Sieben
Die Andalen sind eine der drei großen Bevölkerungsgruppen von Westeros. Mit ihrer Ankunft vor 6.000 Jahren kamen Stahlwaffen, das Rittertum und der Glaube an die sieben Götter auf den Kontinent. Um ihre Götter zu ehren, praktizierten die Andalen eine besondere Art des Götterurteils:
Zwei Teams zu je sieben Kämpfern treten gegeneinander an – denn bei mehr Teilnehmern galt es als wahrscheinlicher, dass die Götter dem Recht zum Siege verhelfen würden.
Eine blutige Angelegenheit
Ein Urteil gilt als gefunden, wenn eine der beteiligten Parteien entweder besiegt ist, oder aufgibt und damit ihre Anschuldigungen zurückzieht. Es muss also nicht bis zum Tod gekämpft werden. Allerdings fordern diese Urteilskämpfe häufig einen hohen Blutzoll.
Das letzte belegte Urteil der Sieben fand in Westeros rund 167 Jahre vor den Ereignissen von A Knight of the Seven Kingdoms, während der Regentschaft von Maegor I. Targaryen statt. Damals forderten sieben Ritter vom Orden der Söhne des Kriegers den König heraus, da sie seinen Anspruch auf den Eisernen Thron infrage stellten. Maegor ging als einziger Überlebender aus diesem Kampf hervor und setzte damit seine Herrschaft durch. Daran möchte wohl auch Aerion in A Knight of the Seven Kingdoms anknüpfen.
Warum ist ein Urteil der Sieben so selten? Wegen der bereits erwähnten hohen Sterblichkeitsrate der Kombattanten wurde das Urteil der Sieben im Laufe der Geschichte immer seltener praktiziert. Denn neben dem Angeklagten und dem Kläger müssen sich zwölf weitere Männer finden, die bereit sind, ihr Leben zu riskieren. Ein einfacher Zweikampf wäre hier die deutlich ökonomischere Lösung.
Für einen Targaryen-Prinzen wie Aerion ist es natürlich kein Problem, genügend willige Kämpfer zu finden. Denn die Königsfamilie kann Geld, Titel und Ländereien bieten. Ser Duncan hingegen hat in der neuen Folge seine liebe Not bei der Rekrutierung seines Teams.
Schlussendlich kann er seine Reihen nur dadurch auffüllen, dass sich Raymun Fossoway (Shaun Thomas) noch auf dem Turnierplatz zum Ritter schlagen lässt und Prinz Baelor Targaryen (Bertie Carvel) sich in letzter Sekunde bereiterklärt, für Duncan und damit gegen seine eigene Familie zu kämpfen, da er von Duncans Unschuld überzeugt ist.
Allerdings bleibt das Urteil der Sieben zwischen Duncan und Aerion im Buch-Universum von Game of Thrones dann auch das letzte im Laufe der Geschichte. Warum, muss ich allerdings erst noch zeigen …
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