Ein Tastendruck. Das war alles, was ich brauchte, um mich hoffnungslos in die Spiele von Josef Fares zu verlieben. Das unscheinbare Spielchen Brothers: A Tale of Two Sons von 2013 sprüht nur so vor Liebe zum Medium der Videospiele, bricht mit einem cleveren Twist die vierte Wand und ist der Grund, dass ich beim Gedanken an die Leertaste immer noch regelmäßig in Tränen ausbreche. (Warum, müsst ihr selbst rausfinden, ich will euch nicht spoilern!)
Bei jedem neuen Spiel aus dem Hause Hazelight juckt es mich seither in den Fingern, den Controller wieder in die Hand zu nehmen, einen Koop-Partner beim Kragen zu packen und uns gemeinsam ins nächste Abenteuer zu stürzen. Besonders das 2021 veröffentlichte It Takes Two war für mich ein Liebesbrief an Videospiele, eine nostalgische Reise in die Spiele-Erinnerungen meiner Kindheit und ein Koop-Highlight, das nur schwer zu übertreffen ist.
Split Fiction nimmt sich 2025 seinen Koop-Bruder als großes Vorbild, schafft es auch zum größten Teil erfolgreich, die riesigen Fußstapfen auszufüllen. Es ist ein Fest für alle, die sich mal wieder für 15 Stunden an einen Koop-Partner fesseln wollen. Der Test zeigt aber auch, wie schwer es ist, ein Meisterwerk und GOTY wie It Takes Two überbieten zu wollen – denn dabei stellt sich Split Fiction ab und zu selbst ein Bein.
Zwei für eins
Zoe und Mio, die beiden Protagonisten von Split Fiction, haben den gleichen Traum: Sie wollen ihre Geschichten veröffentlichen und mit dem Schreiben Geld verdienen. Zoe liebt Fantasy, Mio tobt sich im Sci-Fi-Genre aus. Hoffnungsvoll folgen sie deshalb einer Einladung vom Verlagskonzern Rader, zusammen mit weiteren Autorinnen und Autoren. Dort wartet allerdings kein Publikations-Vertrag auf die beiden, sondern CEO Rader höchstpersönlich, der sie zu einem Experiment einlädt.
Die Schriftstellerinnen und Schriftsteller werden von einem futuristischen Gerät in Kapseln eingesperrt. Mio will in letzter Sekunde abbrechen, es kommt zu einer Rangelei und – schwupps – landet sie in derselben Kapsel wie Zoe. Cool: Das Gerät teleportiert die Heldinnen in ihre eigenen Geschichten und Welten.
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