Kostenlose Spiele als Covid-Prävention? Großbritannien überrascht mit Vorstoß

In Großbritannien empfehlen Experten, dass junge Menschen mit Gratis-Spielen und Streaming-Angeboten zur Einhaltung der Corona-Regeln bewegt werden könnten.

von Dennis Zirkler,
09.11.2020 14:17 Uhr

Mit kostenlosen Spielen sollen junge Menschen in Großbritannien zu mehr Umsicht bewegt werden. Bild: Pixabay. Mit kostenlosen Spielen sollen junge Menschen in Großbritannien zu mehr Umsicht bewegt werden. Bild: Pixabay.

Nicht nur in Deutschland haben sich zuletzt die Corona-Regeln wieder verschärft. Auch in Großbritannien wird das öffentliche Leben weitreichend eingeschränkt und zahlreiche Geschäfte und Lokale müssen bis Anfang Dezember geschlossen bleiben.

Allerdings halten sich vor allem viele junge Menschen im Alter von 18 bis 29 Jahren nur unzulänglich an die geltenden Covid-19-Beschränkungen, wie die Scientific Advisory Group for Emergency (SAGE) aktuell berichtet. SAGE ist ein Beratungsgremium der britischen Regierung aus Wissenschaftlern und Spezialisten.

In dem Beitrag bringt die Forschergruppe nun einen kuriosen Ansatz ins Spiel, mit dem die Bereitschaft zum »Social Distancing« weiter erhöht werden soll: Gratis-Spiele als Belohnung.

Kostenlose Spiele und Filme als Corona-Prävention

»Junge Menschen orientieren sich mehr an unmittelbaren Erfahrungen und Belohnungen als an langfristigen Konsequenzen«, heißt es in dem Dokument.

Deswegen würden sich viele junge Leute nicht ausreichend an die Pandemie-Beschränkungen halten wollen. SAGE plant, mit ihrer außergewöhnlichen Idee anzuschließen und einen Anreiz zu schaffen: Wer sich vorbildlich verhält, soll mit kostenlosen Streaming- und Spiele-Diensten belohnt werden.

Was genau in dem Paket enthalten sein könnte, wird in dem Papier nicht genannt. Es wird außerdem nicht näher darauf eingegangen, wie die möglichen Belohnungen an die jungen Menschen verteilt werden sollen.

Auch ob und wie die Empfehlung der Spezialistengruppe in dieser Form umgesetzt wird, steht aktuell noch nicht fest. Die kostenlosen Unterhaltungsangebote sind nur eine von sechs genannten Empfehlungen, mit der präventive Verhaltensweisen bei jungen Menschen gefördert werden sollen.

Vollkommen neu ist dieser Ansatz übrigens nicht:

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