Der größte Krypto-Pechvogel nach dem Mülldeponie-Mann ist deutsch: 1 USB-Stick, 2 Versuche und 735 Millionen Euro

Er gewinnt über 7.000 Bitcoins und entscheidet, diese sicher zu verwahren. Heute geht der Wert durch die Decke, aber der Besitzer kommt nicht an seinen Schatz.

Stefan Thomas ist auf der Suche nach einem Passwort, das für ihn besonders wertvoll ist. (Bildquelle: Stefan ThomasYouTube: https:www.youtube.comwatch?v=TY-nFOkEo6U) Stefan Thomas ist auf der Suche nach einem Passwort, das für ihn besonders wertvoll ist. (Bildquelle: Stefan Thomas/YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=TY-nFOkEo6U)

Es klingt wie ein schlechter Witz, ist aber eine wahre Geschichte aus den frühen Krypto-Tagen. Heute wäre sein Vermögen mehr als 700 Millionen Euro wert. Das Einzige, was ihn hindert, dieses Vermögen zu erhalten, ist ein (vergessenes) Passwort.

Die Story geht schon lange durch Netz, doch ist ein mahnendes Beispiel dafür, wie schnell ein Vermögen in der digitalen Welt verloren gehen kann (via GamePro). Gerade jetzt, wo Bitcoin auf einem starken Kurs unterwegs ist.

Bestimmt kennt ihr schon die Geschichte von dem Mann, der Millionen dafür ausgibt, seine weggeworfenen Bitcoins von der Müllhalde zu fischen, oder?

Ein Programmierer, ein USB-Stick und ein Passwort

Im Jahr 2011 erhielt der deutsche Programmierer Stefan Thomas für ein Erklärvideo zu Bitcoin genau 7.002 BTC. Sein Kollege, der die Animationen erstellte, ließ sich in Euro bezahlen. Thomas hingegen behielt die Bitcoin. Eine Entscheidung, die ihn Jahre später hätte reich machen können.

Aus Angst vor Diebstahl lagerte er seine Coins sicher auf einem IronKey-USB-Stick. Der Sicherheitsgrad des Geräts entspricht militärischen Standards und es gibt genau 10 Versuche, um das Passwort einzugeben. Danach werden die Daten gelöscht.

Umgerechnet lagern etwa 735 Millionen Euro auf dem USB-Stick. (Symbolbild. Bildquelle: naka - stock.adobe.com) Umgerechnet lagern etwa 735 Millionen Euro auf dem USB-Stick. (Symbolbild. Bildquelle: naka - stock.adobe.com)

Zur Sicherheit ließ er sich ein starkes Passwort generieren. Eines, das er nirgendwo sonst verwendete. Dieses schrieb er sich auf einen Zettel und verwahrte es in seinem Geldbeutel. Als er einige Zeit später auf den Stick zugreifen wollte, stellte er fest: Der Zettel mit dem Passwort ist weg.

In einem Interview berichtet Stefan Thomas, dass er seinen Geldbeutel zerschnitt und komplett absuchte. Sogar die ganze Wohnung stellte er auf den Kopf. Doch der Zettel war weg.

Grübelnd lag Stefan Thomas auf seinem Bett, probierte, den USB-Stick zu knacken. Doch es gelang nicht. Als sein Fall bekannt wurde, bekam er viele Nachrichten von Menschen, die auf unterschiedlichsten Wegen helfen wollten. Von Hypnose bis zu Gedächtnisstärkenden Drogen war einiges dabei, das er ablehnte.

Inzwischen sind acht seiner zehn Versuche bereits fehlgeschlagen. Es bleiben also noch zwei. Im Video zeigt er, wie er mit dem Verlust umging.

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Wie hat sich der Wert entwickelt? Als Thomas seine Bitcoins 2011 erhielt, war ein Bitcoin rund einen US-Dollar wert – also etwa 7.000 Dollar insgesamt.

Im Oktober 2025 entsprachen 7.002 Bitcoins rund 735 Millionen Euro. Noch etwas wertvoller ist der Bitcoin-Betrag, der kürzlich nach 14 Jahren wieder angerührt wurde.

Wie geht er mit dem Verlust um? Heute geht Thomas gelassen mit der ganzen Geschichte um. Er sagt, es gibt eine 50/50-Chance, irgendwann noch an seinen Bitcoin-Schatz zu kommen. Doch viel wichtiger ist für ihn der Blick nach vorn.

Er sagt im Interview bei Galileo:

Der eigene Selbstwert ist nicht davon definiert, was man verloren hat, sondern davon, was man in der Zukunft noch erschaffen oder der Welt geben kann.

Was sagt ihr zu der Story? Habt ihr auch schon mal ein wichtiges Passwort verloren und konntet es einfach nicht wiederfinden oder kam es bei euch zu einem Happy End? Schreibt uns eure Erfahrungen doch hier auf GameStar in die Kommentare und tauscht euch mit der Community aus.

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