Keine Angst vor KI in TVs: Die arbeiten bereits seit Jahren darin – Ich verrate euch, welche sich lohnen und welche nicht

KI findet sich seit vielen Jahren in den Schaltkreisen von Fernsehern. Das ist gut so.

KI in Fernsehern will ich nicht mehr missen. (Bildquelle: adobe.stock.com - Alexandr Bognat, Zoa-Arts, Maxe S., GameStar) KI in Fernsehern will ich nicht mehr missen. (Bildquelle: adobe.stock.com - Alexandr Bognat, Zoa-Arts, Maxe S., GameStar)

Zugegeben: Ich bin nicht der größte Fan von KI, besonders GenKI. Aber in meinem TV will ich die Künstliche Intelligenz nicht mehr missen.

Ich meine damit nicht das ganze KI-Gedöns, das Hersteller in das Betriebssystem flanschen, sondern die, die auf der Platine werkelt.

Hier gibt es nämlich The Good, the Bad and the Ugly (Spoiler: Letzteres ist GenKI). Ich kläre euch auf und verrate euch, was sich lohnt.

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Maxe ist seit 2016 Tech-Redakteur, und Fernseher waren schon immer sein Fachgebiet. LED, OLED, Mini-LED, Micro-LED: Völlig egal, er interessiert sich für alle Displays. Natürlich kommt der Sound auch nicht zu kurz. 

The Good

Bei einem letzten Ask me Anything (AMA) zu OLED stellte Andre_75 folgende Frage:

Ich habe nen Philips 65zoll OLED zu Hause im Wohnzimmer, machen diese KI Bildverbesserer wirklich das Bild besser, gefühlt eher schlechter?

Und hier kommen wir zur hellen Seite der Macht. Prinzipiell wird sämtlicher Output bei einem Fernseher durch eine KI geschleift, die das Bild optimiert.

  • Helligkeit und Kontraste werden gemäß dem Preset angepasst.
  • Intern filtert KI das Bild und modifiziert sie je nach Ausgangsinformation und dem, was am Ende herauskommt: Farbfilter, Körnung, Bewegungsinterpolation, sowas.
  • Niedrig aufgelöste Inhalte skaliert die KI hoch, etwa von Full HD auf 4K oder 8K.
  • Die KI passt den Ton ans Preset an oder hebt – sofern eingestellt – Dialoge hervor.

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Diese Form von KI will ich nicht mehr missen. So wird das Bild spontan angepasst und wir müssen uns nicht mit mittelmäßiger Bild- und Tonqualität zufriedengeben. SD-Sendungen, wie beispielsweise im Free-TV, würden ohne KI wortwörtlich alt aussehen.

The Bad

Eines gleich vorweg: Ihr könnt freilich an eurem Fernseher einstellen, was ihr wollt. Diese Passage des Artikels spiegelt lediglich meine Erfahrung mit KI-Bildverbesserern wider.

Ich schalte alle Bildverbesserer grundsätzlich ab und das rate ich euch auch. »Bildverbesserer« manipulieren das Bild für einen Wow-Effekt. 

Ja, das kann knallig aussehen, aber ich schätze Realismus mehr als Effekthascherei – und überbelichtete und übersättigte Bilder will ich nicht sehen. Gleiches gilt für zu stark ausgeleuchtete Szenen, die eigentlich schön düster sein sollen. Möglicherweise macht sie die KI dann aber wieder zu dunkel – oder hellt da auf, wo es nicht gewollt ist.

Bei meinem Philips OLED807 steckt die KI schon in den Presets mit drin. (Bildquelle: Maxe S., GameStar) Bei meinem Philips OLED807 steckt die KI schon in den Presets mit drin. (Bildquelle: Maxe S., GameStar)

Ich rate euch eines von zwei Dingen:

  1. Steckt die KI wie bei mir (auf dem Bild zu sehen) schon in den Presets, dann hangelt euch durch das Bildeinstellungsmenü und schaltet alles ab, was nach zusätzlicher Verbesserung aussieht.
  2. Sind KI-Einstellungen bei euch nicht an das Preset gekoppelt, dann nehmt einfach das Profil, das euch am besten gefällt. Bei mir ist das das Kino- oder Film-Preset.

Wollt ihr noch mehr darüber wissen, dann empfehle ich euch meinen Artikel zu KI am Fernseher. Da gehe ich mit Vergleichsbildern noch einen Schritt tiefer.

Andre_75 wollte in seinem Kommentar außerdem wissen, ob es Testbilder gibt, mit denen man seine Einstellungen ausprobieren kann. Die gibt es, und zwar in meinem Guide zum Kalibrieren eures TVs mittels besagter Bilder.

KI hin oder her, von »dummen« TVs müsst ihr euch verabschieden. Das ist aber gar nicht so schlimm. Ja, das Betriebssystem kann einem manchmal auf den Zeiger gehen, aber dank Künstlicher Intelligenz genießen wir heute fast alle sehr viel bessere Bild- und Tonqualität.

TVs sind mittlerweile Computer und in diesem Fall bin ich damit absolut einverstanden, solange niemand auf die Idee kommt, GenKI zu verwenden. Dann wird’s nämlich wortwörtlich hässlich.

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