Ich habe in der Vergangenheit unterschätzt, wie wichtig die richtigen Lichtverhältnisse beim Arbeiten sind. In meiner Arbeitsgrube sind sie nämlich alles andere als ideal, Sonnenlicht gibt es hier zu keiner Tages- und Jahreszeit.
Eine Lösung musste her, und zwar schnell. Gefunden habe ich damals eine teure Lampe von BenQ, die Screenbar Halo.
In Kombination mit meiner Deckenlampe habe ich die perfekte Arbeitsumgebung für mein Home Office. Doch wie schlägt sich das teure Gadget nach über zwölf Monaten?
Soviel vorweg: Was mich am Anfang genervt hat, nervt auch heute noch. Alles andere ist nach wie vor hervorragend und sogar die Batterielaufzeit hat mich überrascht.
Monitorlampe: Es müssen keine 170 Euro her
Für eine gute Beleuchtung am Arbeitsplatz, müsst ihr nicht gleich ein ganzes Vermögen in die Hand nehmen. Wer auf eine solche Monitorlampe zurückgreifen möchte, findet auch günstigere Modelle.
Kollege Mirco ist nach wie vor mit dem Pendant von Xiaomi zufrieden. Kostenpunkt: 60 Euro (UVP), also fast 65 Prozent günstiger!
Was der Xiaomi-Lampe fehlt: Eine Hintergrundbeleuchtung, die für einen ausreichenden Helligkeitskontrast sorgt. In den Kommentaren zu meinem ursprünglichen Artikel haben sich Leserinnen und Leser allerdings mit LED-Streifen auf dem Schreibtisch oder Monitor beholfen.
Den ursprünglichen Test-Artikel zur Monitorlampe findet ihr hier:
Mir persönlich war eine All-in-one-Lösung wichtig, möglichst ohne zusätzliche Kabel auf dem Schreibtisch.
Die Lampe wird über eine Fernbedienung per Funk (2,4 Ghz) gesteuert, auch das war ein Muss-Kriterium. Ich wollte nicht mit der Lampe hantieren.
Die Screenbar Halo verfügt außerdem über das bereits erwähnte Backlight zur Steuerung des Belichtungskontrastes. Ein Feature, das ich persönlich nicht mehr missen möchte.
Das macht die Screenbar Halo nach 12 Monaten noch immer hervorragend
Die Lampe ist jeden Arbeitstag kompromisslos in Betrieb. Ausgeschaltet wird die Screenbar Halo nur nach der Arbeit, an Krankheitstagen, am Wochenende und im Urlaub.
Das bedeutet: Sie leuchtet in der Regel mindestens acht Stunden an fünf Tagen in der Woche.
Die Batterien (AAA) in der Fernbedienung musste ich erst einmal nach über zwölf Monaten wechseln, genauer gesagt nach knapp elf Monaten.
Die Verwendung von Batterien habe ich zunächst zähneknirschend hingenommen, da ich absolut kein Freund solcher Lösungen bin. Aber wenn die Fernbedienung weiterhin so lange funktioniert (ohne Batteriewechsel), habe ich nie etwas gesagt. Wie soll das Ganze sonst auch ohne Kabelsalat funktionieren?
An der Fernbedienung selbst finden sich diverse Optionen:
- Sonne: Ändert die Helligkeit der vorderen Lampe
- Thermometer: Wechselt die Farbtemperatur zwischen warm und kalt
- Herz: Speichert mit langem Drücken die aktuelle Einstellung
- Fingerabdruck: Aktiviert/Deaktiviert die beiden einzelnen Leuchten
- Aluminium-Rad: Ändert die aktuelle Einstellung mithilfe des LED-Kranzes
Das Symbol »A« schaltet die Leuchte in den obligatorischen Automatikbetrieb, bei dem die Helligkeit (nicht die Farbtemperatur) an die Umgebung angepasst wird.
Helligkeit und Farbtemperatur habe ich trotz dieser Funktion manuell an meinen Arbeitsraum angepasst, dazu später mehr. Ein einmaliger Aufwand, den ich zu Beginn einmalig betrieben und die gewählten Optionen anschließend als Favorit gespeichert habe.
Hinweis: Die folgenden Bilder zeigen, wie sich das Licht auf den Arbeitsbereich auswirkt. Die Bilder wurden absichtlich zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen, um die Kontraste besser hervorzuheben.
Seitdem betätige ich nur noch den Ein- und Ausschalter am Wireless Controller - mehr nicht. Der wichtige Bereich des Schreibtischs ist anschließend hell ausgeleuchtet ohne, dass das Licht am Monitor reflektiert wird.
Sollte ich die Einstellungen versehentlich ändern oder vorübergehend andere Werte bevorzugen, kann ich zudem mit einem Fingertipp wieder zu meinen Standardeinstellungen zurückkehren.
Kurzum: Die Screenbar Halo ist nach wie vor wunderbar minimalistisch und bietet mir viel Komfort. Inzwischen habe ich meine Webcam direkt über der Lampe platziert, die dank eines mitgelieferten Adapters auch für Curved-Monitore geeignet ist.
Kritik an der Lampe gibt es aber nach wie vor.
Screenbar Halo: Das nervt auch nach über 12 Monaten
Ich liebe und hasse die Fernbedienung gleichzeitig. Sie sieht gut aus, ist klein und passt auf jeden Schreibtisch. Allerdings wird das Aufwecken der Fernbedienung manchmal zur Geduldsprobe.
Um den Wireless Controller aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken, lege ich meine Hand kurz über das Gerät - aber nah genug und lange genug, sonst passiert genau gar nichts.
Da meine Hand über der Fernbedienung schwebt, weiß ich logischerweise nicht, ob sie meine Hand registriert hat, um sie einzuschalten. Wenn nicht, geht das Spiel wieder von vorne los.
Der Spielraum für die Erkennung hätte meiner Meinung nach größer sein müssen. Alternativ wäre das Aufwecken über das hochwertige Aluminiumrad wünschenswert gewesen. Außerdem sind die Symbole auf der Fernbedienung in manchen Situationen kaum zu erkennen.
Das geht definitiv intuitiver und ist neben dem Preis eigentlich auch mein größter Kritikpunkt.
Die automatische Dimmfunktion ist für mich nach wie vor nutzlos, da der Wert der Farbtemperatur immer bei 4000 Kelvin bleibt, was in Richtung »Neutralweiß« geht.
Was mich daran stört? Zum einen ist das ein subjektives Empfinden. Mir persönlich gefällt ein »Tageslicht« besser als eine wärmere Farbgebung, zumindest beim Arbeiten.
Zum anderen fällt in meinen »Keller«, wie ich mein Arbeitszimmer ironisch nenne, wenig Tageslicht. Ein kühleres Licht trägt für mich zu einem angenehmeren und konzentrierteren Arbeiten bei.
Wer kann bedenkenlos zuschlagen, wer sollte zur Konkurrenz schauen?
Wem kann ich die Screenbar Halo 2024 empfehlen? Wenn ihr, wie ich damals, einen Gutschein zu viel habt oder euch die hohen Kosten ohnehin kein Dorn im Auge sind, dann ist die Screenbar Halo eine wunderbare Ergänzung für euren Schreibtisch.
Vor allem, wenn man sich nach einem gut ausgeleuchteten Schreibtisch sehnt. Dieser wird durch die neue Screenbar nicht weniger aufgeräumt wirken.
Wem kann ich die Screenbar Halo 2024 nicht empfehlen? Wenn ihr bereits eine ähnliche Monitorleuchte eines anderen Herstellers oder gar die Screenbar Plus beziehungsweise Light besitzt, lohnt sich der Aufpreis in der Regel nicht. Zumindest dann nicht, wenn ihr ohnehin schon mit eurer (Monitor-)Leuchte am Arbeitsplatz zufrieden seid.
Wie eingangs erwähnt, gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Nachrüsten einer Hintergrundbeleuchtung für einen ausgewogenen Kontrast.
Die technischen Details im Überblick:
| Spezifikation | Screenbar Halo | Screenbar Plus | Screenbar |
|---|---|---|---|
| Maße (H x B x T cm) | Lampe: 50 x 9.5 x 9.7 / Steuerung: 7.4 x 7.4 x 3.8 | Lampe: 45 x 9 x 9.2 / Steuerung: 7.4 x 7.4 x 3.2 | 45 x 9 x 9.2 |
| Farbtemperatur (Kelvin) | 2.700K ~ 6.500K | 2.700K ~ 6.500K | 2.700K ~ 6.500K |
| Beleuchtsungstärke (Lux/Höhe) | >800 Lux / 45cm | >930 Lux / 45cm | >930 Lux / 45cm |
| Beleuchtungsstärke (bei 500 Lux) | 63cm x 40cm | 60cm x 30cm | 60cm x 30cm |
| Stromverbrauch | 6,5 Watt | 5 Watt | 5 Watt |
| Stromversorgung | 5Volt,1.3 Ampere USB Port | 5Volt ,1 Ampere USB Port | 5 Volt ,1 Ampere USB Port |
| Steuerung | Wireless Controller | Kabelgebundene Fernbedienung | An der Screenbar selbst |
| Preis | 170 Euro | 140 Euro | 110 Euro |
Fazit: Auch nach über 12 Monaten bereue ich nichts
Der Preis ist sehr hoch, aber der Nutzen ist es in meinem Fall wert. Seit über 12 Monaten ist die Monitorlampe nun im Einsatz und hat mich bisher nicht im Stich gelassen.
Seit dem ersten Tag tut sie das, wofür ich sie gekauft habe - und ich möchte sie nicht mehr missen!
Der einmalige Installationsaufwand ist mehr als überschaubar und die Lampe verzichtet auf unnötigen Schnickschnack. Erfrischend finde ich auch den Verzicht auf eine App-Anbindung.
Das Aufwecken der Fernbedienung könnte definitiv intuitiver und die Symbole besser sichtbar sein. Das nehme ich dem Gerät auch nach längerer Zeit noch übel. Die automatische Dimmfunktion brauche ich persönlich nicht, aber das ist vor allem subjektiv.
Ob die Lampe den sehr hohen Preis wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Habt ihr eine ähnliche Monitorlampe? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Könnt ihr Alternativen empfehlen, die ihr schon länger einsetzt? Schreibt es gerne unten in die Kommentare!

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