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Star Wars: Ein 55 Meter langer Lego-Sternenzerstörer war zu schön, um wahr zu sein

Ein Sternenzerstörer im Minifiguren-Maßstab begeisterte einst Lego-Fans, doch das gewaltige Projekt der Webseite BrickVault hatte einen großen Haken.

Das Star-Wars-Gefährt sollte noch viel, viel größer als dieses BrickVault-Anleitung eines Klemmbaustein-Sternenzerstörers werden. (Bild: BrickVault) Das Star-Wars-Gefährt sollte noch viel, viel größer als dieses BrickVault-Anleitung eines Klemmbaustein-Sternenzerstörers werden. (Bild: BrickVault)

Ein imperialer Sternenzerstörer im Minifiguren-Maßstab klingt nach dem ultimativen Traum für Fans von Star Wars und Lego.

Als der YouTube-Kanal BrickVault ein solches Modell ankündigte, staunte die Community nicht schlecht. 55 Meter lang sollte das Raumschiff am Ende sein. Ein Blick auf das Erscheinungsdatum des entsprechenden Videos hätte damals Wunder gewirkt: Bei dem am 1. April 2021 vorgestellten Projekt handelt es sich um einen Scherz. Aber einen sehr gut geplanten und mit Eifer vorgetragenen Scherz.

Vom unmöglichen Todesstern zum Sternenzerstörer

Die Idee hinter dem Mammutprojekt entstand demnach aus einer noch kühneren Vision: ein Todesstern im Minifiguren-Maßstab. Eine solche Raumstation hätte den Durchmesser der Insel Manhattan erreicht, den Weltrekord für die größte Kuppel um das Hundertfache übertroffen und über sieben Milliarden Lego-Grundplatten verschlungen.

Als »greifbare« Alternative entwarf Designer Axmex im Rahmen des Eight Fleet Project das imperiale Flaggschiff am Rechner. Unterstützt von den Meisterbauern Desk Chair für die Innenräume und Olaf Chow, der an Begleitschiffen wie dem leichten Kreuzer von Moff Gideon feilen sollte, entstand ein hoch detaillierter Bauplan.

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Das sprengt jeden Rahmen

Die BrickVault-Experten, die in ihrem Store digitale Anleitungen für eigene Lego-Bauwerke verkaufen, fanden das wahnwitzige Projekt (das 2024 pausiert wurde) so faszinierend, dass sie ihren Aprilscherz darauf basierten. Tatsächlich gab es zu diesem Zeitpunkt sogar reale Module und belastbare Zahlen zur Konstruktion.

So hätte der Lego-Sternenzerstörer aus Star Wars im Maßstab 1:35 stolze 55 Meter gemessen. Selbst beim Maßstab 1:43,5, den Lego für Großmodelle der Reihe Ultimate Collector Series wie den Millennium Falcon nutzt, bliebe das Modell noch 34,5 Meter lang.

Ein Größenvergleich im Video verdeutlicht die Dimensionen: Das offizielle Lego-Set 10212 Imperial Shuttle mit der Nummer wirkt im Hangar des Kreuzers wie ein Winzling.

Für den Riesen-Sternenzerstörer wurden bereits ganze Decks in Minifiguren-Größe digital erstellt. (Bild: @anotherbrickinthemoc) Für den Riesen-Sternenzerstörer wurden bereits ganze Decks in Minifiguren-Größe digital erstellt. (Bild: @anotherbrickinthemoc)

Im Vorstellungsvideo behauptete BrickVault, man habe zu diesem Zeitpunkt bereits rund 30.000 digitale Steine allein für Teile der Rahmenstruktur verbaut. Die Brücke und Rettungskapseln für Offiziere seien bereits modelliert. Im vollen Ausbau fänden Hangars mit AT-AT-Kampfläufern und Reihen von TIE-Fightern Platz.

Video starten 0:55 Der Lego-Todesstern ist doch um einiges bescheidener in seinen Dimensionen, kostet aber dennoch knapp 1.000 Euro

Warum das Ganze nie realisiert wurde? Ein echter Bau würde eine riesige Lagerhalle über Jahre blockieren. Millionen von Steinen würden Kosten von mehreren Hunderttausend bis zu einer Million US-Dollar verursachen.

Zudem macht die Physik Probleme: Ohne einen stützenden Rahmen aus Metall würde der Lego-Sternenzerstörer von seinem eigenen Gewicht zerdrückt werden. Der Minifiguren-Maßstab bleibt für eins der bekanntesten Star-Wars-Raumschiffe also weiterhin ein unerreichbarer Traum.


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