An die Wand, oder auf den Tisch?
Da die wenigsten Wohnzimmer eine genau passende Stellfläche für den Beamer haben dürften, empfiehlt sich eine Deckenhalterung. Wird das Gerät über Kopf aufgehängt, muss die Linsenöffnung im 90 Grad Winkel zur oberen Leinwandkante stehen. Eine Neigung empfiehlt sich nicht, da wie bereits beschrieben, durch Ermangeln einer optischen Korrektur, eine Verschlechterung des Bildes auftreten würde. Sollte dies nicht zu vermeiden sein, sorgt eine integrierte Wasserwage für die automatische softwareseitige Korrektur. Auch einen Kopfstand verarbeitet die Sensorik automatisch. Bei einer durchschnittlichen Deckenhöhe kann der Beamer, sollte man eine exakte verlustfreie Montage bevorzugen, gut und gerne einen Meter dreißig in das Zimmer ragen.Die Wahl der richtigen Wand sollte also nicht nur von der Position der Lichtquellen abhängig gemacht werden sondern auch von der Position des Beamers. Unachtsamkeit schafft sonst entweder ein Hindernis im Raum oder gar die Gefahr, den Beamer durch Kopfstoß gewaltsam von seiner Halterung zu trennen.
Der nächste Schritt wäre dann die Leinwand. Solltet man bereit sein, Geld auszugeben, muss auf einiges geachtet werden: Wellen in der Leinwand beinträchtigen das Bild mehr als ihr es euch vorstellen könnt. Eine steife Leinwand ist daher unabdingbar. Während Rahmenleinwände noch im bezahlbaren Bereich liegen, sieht es bei Rollleinwänden mit zuverlässigen Spannungsmechanismen schlecht aus. Auch für viel Geld sollte zu einer fest installierten Rahmenleinwand gegriffen werden. Geschickt arrangiert wirkt sie als wunderbare Deko. Eine weitere Entscheidung muss bei der Wahl des Leinwandtuches getroffen werden. Dabei sind zwei Komponenten entscheidend: Erstens die Lichtbedingungen im Raum, zweitens die Empfindlichkeit gegenüber Laustärke. Genießt man ausschließlich in völliger Dunkelheit, muss der Beamer höchstens in der mittleren Energiesparstufe betrieben werden. Wie viel Wert man darauf legt, muss selbst entschieden werden. Wer wie ich zu Testbeginn eine R9 290 im Referenzdesign verbaut hat, spielt sowieso mit Kopfhöreren oder lässt mit dem Surround-System zur Freude der Nachbarn die Wände wackeln.
Seit kurzem habe ich allerdings einen Raijintek Morpheus-Kühler mit zwei Eloops auf der Karte montiert und bin plötzlich doch nicht allzu undankbar für den deutlich leiseren Stromsparmodus des Beamers. An dieser Stelle übrigens eine kurze aber energische Empfehlung für den Grafikkarten-Kühler.
Eine Leinwand hat einen Gainfaktor, der ihren Reflexionsgrad wiedergibt. Befindet man sich in einem völlig abgedunkelten Raum und ist zudem bereit, mit der hörbaren wenn auch nicht störenden mittleren »Lärmeinstellung« des Beamers auszukommen, reicht die Lichtausbeute des kleinen Kraftprotz, um einen Gain um 0,9 zu wählen.
Zudem steht dem Käufer die Farbe der Leinwand zur Wahl. Neben dem klassischen Weiß gibt es graue Optionen, die den Schwarzwert aufbessern. Man sollte sich aber in seichten Grautönen bewegen, um die Farbwiedergabe nicht unnötig zu beeinträchtigen. Ist die Umgebung alles andere als völlig dunkel, ist zu einer weißen Leinwand zu raten. Bei einem Gain von 1,2 sind die Schwarzwerte noch im grünen Bereich. Auf der anderen Seite ist es möglich, eingeschränkt auch bei Tag etwas von der Leinwand zu haben. Selbstverständlich ist auch hier direkt einfallendes Licht unmöglich.
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