Im aktuellen Lidl-Prospekt bewirbt der Discounter das E-Mountainbike »Peak 709« seiner Eigenmarke Crivit für 1.600 Euro. Auf den ersten Blick überzeugen bei dem günstigen E-Bike vor allem der starke Mittelmotor und große Akku.
Doch liefert das Hardtail auch darüber hinaus ein rundes Gesamtpaket? Ich ordne das Angebot für euch ein.
Spezifikationen
| Merkmal | Details |
| Preis | 1.599 Euro |
| Rahmengrößen | M (27,5 Zoll): 154-170 cm, L (29 Zoll): 166-188 cm, XL (29 Zoll): 182-200 cm |
| Motor | Mivice X700 Mittelmotor, 100 Newtonmeter Drehmoment |
| Maximale Reichweite | bis zu 100 Kilometer |
| Akku | 709 Wattstunden, entnehmbar |
| Bremsen | Hydraulische Shimano MT200 Scheibenbremsen, 180-Millimeter-Bremsscheiben vorne und hinten |
| Schaltung | Shimano CUES U6000 10-Gang-Kettenschaltung |
| Federgabel | SR Suntour XCM34, 120 Millimeter Federweg, Stahlfeder |
| Reifengröße | 27,5 Zoll / 29 Zoll |
| Rahmen | Aluminium-Hardtail |
| Gewicht | ca. 26 Kilogramm |
| Zulässiges Fahrergewicht | 93 Kilogramm |
| Sonstiges | Maxxis Rekon-Reifen, 3 Unterstützungsstufen, Boost-Funktion, Schiebehilfe |
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Ausstattung
Für einen Preis von 1.600 Euro bietet das Crivit Peak 709 eine sehr solide Ausstattung, die in dieser Preisklasse durchaus überrascht.
Motor
- Der kräftige 100-Newtonmeter-Mittelmotor »Mivice X700« bietet enorme Leistungsreserven für steile Anstiege.
- Ein Drehmomentsensor dosiert die Unterstützung nach Trittkraft; so wirkt das Fahren natürlicher und spart außerdem etwas Akku-Energie.
- Drei Unterstützungsstufen (Eco, Tour, Race) sowie eine Boost-Funktion für maximal 20 Sekunden stehen zur Verfügung
Akku und Reichweite
- 709 Wattstunden Kapazität sind in dieser Preisklasse üppig und nicht selbstverständlich.
- Die maximale Reichweite von 100 Kilometern (laut Hersteller) ist aus meiner Sicht ein realistischer Wert, den ihr bei sparsamer Fahrweise auf unterer Unterstützungsstufe womöglich übertreffen könnt.
- Der Akku sitzt geschützt im Unterrohr und lässt sich zum Laden oder Diebstahlschutz entnehmen.
Schaltung
- Die 10-Gang-Kettenschaltung von Shimano CUES stammt aus der Mittelklasse und bietet eine zusätzliche Dämpfung am Schaltwerk, welche ein Kettenklappern auf unebenen Untergründen verhindern soll.
- Auch wenn viele hochwertige E-Bikes inzwischen auf 12-Gang-Schaltungen setzen, ist die 10-Gang-Schaltung aus meiner Sicht solide und ausreichend.
Federung
- Die verbaute Federgabel Suntour XCM 34 liefert einen Federweg von 120 Millimetern – ordentlich für ein Hardtail in diesem Budget, allerdings als Stahlfeder-Variante etwas schwerer und gröber einstellbar als Gabeln mit Luftfederung.
Reifen und Laufräder
- Ab Werk gibt es Maxxis Rekon-Reifen in 2,4-Zoll-Breite; das Profil ist auf trockene Waldwege und All-Mountain-Einsätze ausgelegt.
- Die Option auf 27,5 Zoll oder 29 Zoll bietet Fahrern zwischen 1,54 und 2 Metern Körpergröße eine passende Laufrad-/Rahmen-Kombination.
Bremsen
- Die Shimano MT200-Zweikolbenbremsen arbeiten hydraulisch und sind aus dem Einsteigersegment. Zusammen mit den 180-Millimeter-Bremsscheiben sollten sie eine gute Bremskraft bieten.
Preis-Leistung und Alternative
Für 1.600 Euro kombiniert Lidl einen starken Motor, einen großen Akku und solide Markenkomponenten – in dieser Kombination ist das zu einem Preis deutlich unter 2.000 Euro schon beachtlich.
Als Alternative kommt das Fischer Montis 6.0i infrage, das mit 90-Newtonmeter-Motor und 504-Wattstunden-Akku aktuell für rund 1.500 Euro unter anderem bei Amazon angeboten wird, jedoch eine kleinere Batteriekapazität bietet.
Wer primär lange Touren plant, profitiert beim Crivit-Bike klar vom größeren Akku; wer dagegen etwas sparen möchte, bekommt beim Fischer-Hardtail eine ähnliche Antriebsleistung für weniger Geld.
Zielgruppe
Das Crivit Peak 709 richtet sich an Einsteiger und fortgeschrittene Hobby-Biker, die ein preiswertes, aber kraftvolles E-Hardtail für Waldwege, Schotterpisten und leichte Trails suchen. Die starke Motorleistung macht es nicht nur fürs Flachland, sondern auch für hügelige und bergige Regionen interessant.
Mit 26 Kilogramm ist es kein Leichtgewicht; wer das Rad häufiger in obere Stockwerke tragen muss, sollte das bedenken. Die maximale Gewichtsfreigabe liegt laut Händler bei 93 Kilogramm.
Empfehlung
Aus meiner Sicht ist das Lidl-Angebot ausgesprochen stark: Für die Kombination aus 100-Newtonmeter-Motor, 709-Wattstunden-Akku sowie insgesamt soliden Komponenten muss man häufig tiefer in die Tasche greifen. Ein besseres E-Mountainbike für rund 1.600 Euro zu finden, dürfte schwierig werden.
Interessiert ihr euch für die aktuellen E-Bike-Angebote bei Lidl? Wie hoch ist euer Budget bei solchen Rädern? Würdet ihr ein so günstiges Modell kaufen oder greift ihr lieber zu höherpreisigen Modellen? Schreibt es gerne in die Kommentare.


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