Nach Meta nun auch Microsoft: Der Tech-Riese will für sein KI-Training an eure öffentlichen LinkedIn-Daten. Wenn ihr das nicht möchtet, dann bietet euch die Plattform eine einfache Möglichkeit zum Widerspruch
Da heute, der 3. November, der offizielle Starttag ist, solltet ihr sofort handeln. Allerdings: Grundsätzlich lohnt sich ein Widerspruch immer. Er bezieht sich dann zumindest auf eure künftigen Posts.
Der funktioniert über ein einfaches Opt-In/Opt-Out-Verfahren in den Einstellungen. Ich zeige euch, wie das ganz schnell geht.
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LinkedIn: So widersprecht ihr dem KI-Training
LinkedIn ist ein soziales Netzwerk für berufliche Kontakte, das ab heute, dem 3. November, seine Nutzungsvereinbarung ändert: Künftig sollen eure öffentlichen Texte (allerdings nicht eure Privatnachrichten) zum Training von KI-Produkten verwendet werden können.
Ich persönlich verwende LinkedIn kaum, aber trotzdem möchte ich nicht, dass sich Microsoft an meinem geistigen Eigentum bereichert. Glücklicherweise muss der Tech-Konzern uns in der EU eine Möglichkeit zum Widerspruch geben.
Ich habe dafür keine 30 Sekunden gebraucht, dann schafft ihr das auch.
Dafür geht ihr folgendermaßen vor:
- Klickt auf eurer Profilbild.
- Geht in die Einstellungen.
- Wählt »Datenschutz«.
- Wählt »Daten zur Verbesserung generativer KI«.
- Schaltet den Schiebe-Button auf Aus.
Auf dem Desktop:
In der LinkedIn-App:
Wenn ihr die Einstellung vorgenommen habt, darf Microsoft eure Daten nicht zum KI-Training verwenden.
Was will LinkedIn eigentlich mit euren Daten?
Die Plattform LinkedIn gehört seit 2016 zu Microsoft. Der Internet-Konzern gibt seit Jahren eine Menge Geld für generative KI aus – etwa mit einem Milliarden-Investment in OpenAI, die Firma hinter ChatGPT. Solche KI-Chatbots wie ChatGPT können mit einer einfachen Eingabe wie aus dem Nichts kohärente Texte ausgeben.
Dafür braucht das KI-Modell allerdings zuerst massenhaft Text-Material, um Muster zu lernen. Solche wertvollen Texte stellt ihr beispielsweise auch mit jedem öffentlichen Post ins Internet und an denen hat mittlerweile nicht nur Microsoft Interesse.
Auch Mark Zuckerberg trainiert mit Meta AI ein hauseigenes KI Tool – auch mit euren Posts:
- Meta AI findet ihr etwa in Form eines blauen Kreises direkt auf WhatsApp. Tippt ihr auf den blauen Kreis, könnt ihr mit der KI chatten. Wenn ihr in der EU seid, dann trainiert Meta aber noch nicht mit den Chats, die ihr mit der KI führt.
- Allerdings benutzt Meta seit Ende Mai dieses Jahres eure öffentlichen Daten von Facebook und Instagram, um seine KI zu trainieren. Auch hier erklären wir euch, wie ihr immer noch widersprechen könnt.
Die Tech-Riesen liefern sich derzeit einen Wettlauf um den populärsten KI-Chatbot, der sich am Ende durchsetzen und einige sehr reiche Menschen noch reicher machen soll. Wenn ihr wie ich keine Lust habt, die gratis mit euren Texten und Bildern darin zu unterstützen, dann widersprecht sofort.
Ein Einspruch lohnt sich zu jedem Zeitpunkt, um Microsoft den zugriff auf eure künftigen Daten zu verweigern.

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