Ohne diese 6 Apps gehe ich nicht mehr aus dem Haus - Ihr solltet sie auch mal ausprobieren

Wie wird das Wetter? Brauche ich Sonnencreme? Was ist das für ein Vogel, Stern oder Berg? Meine liebsten Outdoor-Apps beantworten mir diese Fragen verlässlich - weshalb ich sie an euch weiterempfehlen möchte.

Sechs Apps, die ich draußen immer in der Tasche habe. (Bildquelle: Yakobchuk Olena - stock.adobe.com) Sechs Apps, die ich draußen immer in der Tasche habe. (Bildquelle: Yakobchuk Olena - stock.adobe.com)

Outdoor-Apps gibt es wie Sand am Meer - und ich habe Dutzende ausprobiert. Im Lauf der Jahre ist eine ganze Reihe von Apps auf meinem Smartphone gelandet und ein großer Teil davon auch irgendwann wieder verschwunden.

Eine Handvoll Apps aber bleiben. Sechs Softwares haben sich dabei in meinen Augen ganz besonders bewiesen. Sie sind seit Monaten, wenn nicht seit Jahren meine treuen Begleiter, wenn ich draußen unterwegs bin.

Die meisten davon sind entweder kostenlos nutzbar oder für eine kleine Einmalzahlung zu haben. Für keine der vorgestellten Apps habe ich ein teures Abo abgeschlossen - auch wenn einige diese Option anbieten.

Die Anwendungsfelder decken eine breite Palette ab: Von Wegfindung über Sonnenschutz bis hin zur Vogelerkennung ist eine Menge dabei.

1. Wetter-App: WarnWetter

Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung. Getreu diesem Leitsatz wird vor längeren Ausflügen immer auch das Wetter überprüft - und das passende Gepäck gewählt. Zum Einsatz kommt dafür bei mir die App des Deutschen Wetterdienstes, WarnWetter.

In seiner Basisversion ist WarnWetter kostenlos. Damit bekommt ihr Zugriff auf das aktuelle Wetter und könnt die für euch wichtigsten Orte als Favoriten abspeichern. Für diese Orte werdet ihr dann bei Warn-Meldungen auch per Push-Nachricht informiert.

Ebenfalls kostenlos gibt es Infos über Gewitterzellen und deren Fortbewegung, Küsten- und Binnenseewarnungen und eine Reihe von Widgets.

Ich kann euch aber nur das Upgrade auf die Premium-Version der App ans Herz legen. Die kostet 2,49 Euro - nicht pro Monat, sondern ein einziges Mal. Für den gebotenen Leistungsumfang ein Schnäppchen.

Damit erhaltet ihr eine ganze Reihe weiterer Features, darunter etwa Vorhersagen zu Niederschlag, Wolken, Blitzen, Wind und Temperatur sowie Sonnenaufgang und -untergang. Außerdem gibt es dann eine übersichtliche Zeitsteuerung, eine Wochenvorschau und die Möglichkeit, die verschiedenen Kategorien frei zu kombinieren.

Für mich ist WarnWetter damit unabdinglich. In einer App bekomme ich ein Rundum-Sorglospaket zur aktuellen Wetterlage, auf das ich mich bisher auch immer verlassen konnte.

Download-Links: Google Play Store / Apple App Store

2. UV-App: UVIMate

Ich persönlich bin Fan der warmen Jahreszeiten und könnte auf den Winter gut verzichten. Was mich an Sommer und Sonne aber nervt: der Sonnenbrand. Dank meiner recht hellen Haut war der lange Jahre vorprogrammiert.

Um dem Sonnenbrand vorzubeugen, habe ich mir mit UVIMate letztes Jahr eine UV-Warn-App installiert. Und bisher leistet sie mir gute Dienste.

UVIMate zeigt prominent den aktuellen UV-Index an und gibt gleich auch eine Vorhersage für den erwarteten Index der kommenden beiden Stunden ab. Prognosen für weiter entfernte Zeitpunkte gibt es in der Premium-Variante, auf die ich aber bisher ganz gut verzichten konnte.

Nicht verzichten kann ich hingegen auf den in der App integrierten Sunscreen-Reminder. Den aktiviere ich, sobald ich Sonnencreme aufgetragen habe. Die App informiert mich dann, wenn es Zeit für eine Auffrischung wird.

Damit das tatsächlich funktioniert, lässt sich in UVIMate auch der Hautfarbton personalisieren. Aus sechs verschiedenen Hautton-Vorlagen wählt ihr dabei die passendste für eure Haut aus.

Seit ich UVIMate auf meinem Smartphone installiert habe, sind die Sonnenbrände in meinem Leben merklich zurückgegangen. Ganz ohne geht es immer noch nicht - liebe Grüße an die erste sonnige Frühlingswoche, die mich jedes Jahr erwischt - aber die App ist mir inzwischen dennoch ein treuer Begleiter geworden.

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3. Vogel-Erkennung: BirdNET

Meinem Freund habe ich die Installation dieser App zu verdanken. Als wir das erste Mal gemeinsam in der Umgebung wanderten, blieb er plötzlich stehen und zückte sein Handy. Er hatte einen Vogelgesang gehört und nicht zuordnen können. BirdNET war sich sicher: Es ist eine Mönchsgrasmücke.

Das fand ich so cool, dass ich die App später selbst installiert habe.

In BirdNET lassen sich die Umgebungsgeräusche aufnehmen. Die App erkennt dann dabei aufgenommene Vogelgeräusche und verrät euch, mit welchem gefiederten Freund ihr es zu tun habt.

Meine These lautet: Wer Pokémon liebt, wird auch mit BirdNET seinen Spaß haben. Denn vergangene Aufnahmen werden gespeichert, sodass ihr eure früheren Entdeckungen immer wieder nachschlagen könnt - euer ganz persönlicher Vogel-Pokédex.

Und mit dem Einsatz von BirdNET helft ihr der Wissenschaft. Die Vogelaufnahmen (und ausschließlich diese) werden zur Forschung mit der Technischen Universität Chemnitz geteilt. Dadurch gilt aber auch: BirdNET solltet ihr nur zur Erkennung von Vogelstimmen verwenden - und nicht versehentlich nebenbei aufnehmen lassen.

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4. Sternbild-Erkennung: Stellarium

Es gibt wenig Schöneres, als nachts den klaren Sternenhimmel zu betrachten und von der Weite des Weltalls zu träumen. Schon immer fasziniert haben mich dabei Bekannte, die die Sterne direkt auch einem Sternbild zuordnen konnten. Für mich ist das bis heute ein Buch mit sieben Siegeln.

Zum Glück kann mir die moderne Technik weiterhelfen - in Form der Sternenbild-App Stellarium. Die zeichnet ein Abbild des Sternenhimmels auf das Display eures Smartphones. Ihr haltet das Gerät also so, dass es direkt auf die gewünschte Sternformation zeigt und erfahrt daraufhin, um welches Sternbild es sich handelt.

Dabei seid ihr nicht nur auf westliche Sternbilder beschränkt. Weitere Himmelskulturen beinhalten beispielsweise traditionelle chinesische Sternnamen, die Sternbilder der Navajo oder die spätägyptische Himmelskultur.

Mein Tipp ist aber: Wenn ihr herausgefunden habt, auf welche Sterne ihr da gerade schaut, solltet ihr das Handy aber schnell wieder weglegen. Wenig ruiniert einen Sternenhimmel so sehr, wie ein vorgehaltenes Smartphone.

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5. Gipfel-Erkennung: PeakFinder

Fast ebenso mysteriös wie Sternbilder sind für mich Berggipfel. Auch wenn ich gerne und oft in den Bergen bin, auseinanderhalten kann ich sie nur schwer.

Das ging mir beim Wandern so sehr auf den Senkel, dass ich mir mit PeakFinder nicht nur eine Gipfer-Erkennungs-App installiert, sondern auch noch für diese bezahlt habe. 5 Euro kostete mich der einmalige Kauf der Software.

Öffne ich die App, werde ich ähnlich wie bei Stellarium mit einem Overlay begrüßt. Halte ich mir das vor die Nase, verrät mir die App, auf welchen Gipfel ich gerade schaue. Rückwirkend kann ich zudem auch aufgenommene Bilder in die App einfügen und mir dann sagen lassen, welcher Berg darauf zu sehen ist.

Gut gefällt mir auch das Features Sichtbare Berge. Dieses verrät mir auf einen Blick, welche Gipfel sich von meiner aktuellen Position aus erkennen lassen. Vom Standort des Münchener Büros, in dem ich diesen Artikel verfasse, sind das: keine. Ein kurzer Rundumblick bestätigt mir das.

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6. Wander-App: Komoot

Müsste ich mich für eine einzige Outdoor-App auf meinem Handy entscheiden, fiele mir die Wahl leicht. Denn auch wenn ich jede der hier vorgestellten Apps sehr schätze, meine unangefochtene Nummer Eins ist die Wander-App Komoot.

Mit der lassen sich Wander-Touren planen und mit Freunden teilen. Außerdem hilft die App bei der Navigation unterwegs.

Was genau mich so sehr an Komoot begeistert, habe ich euch in einem gesonderten Artikel aufgeschrieben. Falls ihr interessiert seid, werft doch mal einen Blick hinein:

Das waren meine sechs App-Favoriten, die mir in der Natur wirklich fehlen würden. Jetzt seid ihr an der Reihe: Nutzt ihr eine der Apps selbst? Wie sind eure Erfahrungen damit? Könnt ihr den von mir vorgestellten Apps etwas abgewinnen? Und habe ich eure liebste Outdoor-App gar nicht gelistet? In diesem Fall: Schreibt mir auf jeden Fall in die Kommentare, was euren Geheimtipp so unverzichtbar macht!

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