Microsoft kauft Bethesda: Beim Milliarden-Deal hat die EU jetzt das letzte Wort

Bevor die Übernahme von Bethesda durch Microsoft vonstatten gehen kann, muss die Europäische Union noch ihr OK geben.

von Mathias Dietrich,
02.02.2021 12:38 Uhr

Der Endboss für die Übernahme von Bethesda durch Microsoft ist die Europäische Union. Der Endboss für die Übernahme von Bethesda durch Microsoft ist die Europäische Union.

2020 kündigte Microsoft an, dass sie das Entwickler-Studio Bethesda, sowie den Mutterkonzern ZeniMax für 7,5 Milliarden US-Dollar aufkaufen werden. Doch ganz sicher ist der Deal noch nicht. Denn jetzt muss die EU entscheiden, ob der Redmonder Konzern seinen Plan auch wirklich durchziehen darf.

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Wieso muss der Deal genehmigt werden?

Grund für diese Untersuchung ist das Kartellrecht. Sollte die EU der Meinung sein, dass der Aufkauf einer Firma oder das Verschmelzen von mehreren den Wettbewerb auf dem Markt gefährdet, dann kann sie entsprechende Deals verhindern oder Auflagen erteilen, wie etwa die Entäußerung eines Teils des Geschäftes, um Monopole zu vermeiden.

Microsoft bat die Europäische Union am Freitag, den 29. Januar 2021, darum, eine Entscheidung zum Kauf zu treffen. Bis zum 5. März 2021 muss die EU eine Entscheidung getroffen haben. Dann steht fest, wie in dieser Angelegenheit weiter verfahren wird.

Was diese Übernahme hingegen für Spieler bedeutet, haben wir in einem Plus-Podcast diskutiert. Für den sprach Michael Graf mit Unternehmensberater Human Nagafi über den Kauf:

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Was wird jetzt passieren?

Bis spätestens zum 5. März 2021 wird die EU eine Entscheidung treffen und dem Kauf entweder mit oder ohne Einschränkungen zustimmen. Sollten sie hingegen größere Bedenken haben, können sie zudem eine größere Untersuchung anordnen.

Bis eine endgültige Entscheidung gefällt ist, darf Microsoft nicht in die Unternehmensprozesse von ZeniMax eingreifen. Die Chancen auf eine generelle Genehmigung durch die EU stehen gut, allerdings ist unklar, ob es Auflagen geben wird.

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