Einzigartige Gegenstände oder Uniques, sind, wie der Name schon sagt, einzigartig. Die Erweiterung Diablo 4: Lord of Hatred ändert das aber nun - sehr zum Frust einiger Spieler auf Reddit und Co. Für sie verlieren die Items durch diese Anpassung nämlich ihren Charakter und verwandeln die Suche nach dem optimalen Build mehr und mehr in ein reines Glücksspiel.
Früher hatten Uniques feste Stats, die sie eine konkrete Rolle im Build erfüllen ließen. Super, wenn man genau diese Funktion braucht, aber nur wenig flexibel. Dem scheint Blizzards Änderung entgegenwirken zu wollen. Statt die erhoffte Build-Freiheit sehen viele Spieler darin aber nur einen unnötigen Frustfaktor, der außerhalb ihrer Kontrolle liegt.
Uniques sind nicht mehr unique
: Das kritisieren die Spieler an den Item-Änderungen
So erntet Nutzer unrealaz auf Reddit etwa über 1.000 Upvotes für folgenden Kommentar:
Link zum Reddit-Inhalt
Ihr wisst wahrscheinlich, dass durch eine aktuelle Änderung einzigartige Gegenstände nun zufällige Eigenschaften haben können, genau wie Legendaries. Für mich ist das die schlechteste Neuerung des Addons überhaupt. Ich verstehe, dass man ein Unique mehreren Builds öffnen will und es kann Freiheiten geben, aber ein einzigartiger Gegenstand sollte nicht über Schaden von Typ Feuer und Schatten verfügen, weil das zu überhaupt keinem Build passt. [...] Entweder legt ihr euch bei den Uniques auf alle Build-Varianten fest, die funktionieren könnten oder erstellt drei bis vier Versionen davon. Aber eine Waffe sollte immer Waffenschaden erhalten (außer Schaden spielt keine Rolle) und so weiter.
Er fordert abschließend, dass die Stärke und die Stats weiterhin einzigartig sein sollten, so wie es auch die Bezeichnung der Items nahelegt.
9:44
Diablo 4: Lord of Hatred - Test-Video zum zweiten Addon
Verzaubern und Re-Rolls als Lösungsansätze
In den Antworten sammelt der Kommentar viel Zustimmung, und ein weiterer Post mit einer ähnlichen Meinung erntet fast genauso viele Upvotes bei Reddit. Unter beiden Posts fordern viele, dass Blizzard wenigstens Enchanting zulassen sollte, wenn sie ohnehin schon die Einzigartigkeit über Bord werfen. Für User NMe84 sind die Uniques etwa sowieso nur noch beschönigte Legendaries:
Durch den Zufallsfaktor bei den Uniques sind sie im Prinzip nur noch legendäre Items mit einer anderen Farbe. Sie sollten uns zumindest erlauben, die gleichen Sachen damit zu machen, wie etwa den Horadrimwürfel oder Verzaubern nutzen.
Neben dem Verzaubern ist auch das Re-Rollen von Eigenschaften ein beliebter Vorschlag auf Reddit und im Blizzard-Forum, wo die Kritik momentan auch laut wird. Für viele wirken die Uniques im aktuellen Zustand viel zu beliebig.
Bleiben die zufälligen Stats, wollen viele dann aber wenigstens die Chance, sie entsprechend neu zu würfeln. Das würde den Spielern etwas mehr Kontrolle geben, statt den an sich wertvollen Drop
unbrauchbar zu machen.
Nutzer ItzOver9k merkt im Blizzard-Forum etwa an, dass es für ihn so nur noch ums sinnlose Grinden gehe. Man finde ein passendes Ausrüstungsteil, aber würde dann mit den falschen Eigenschaften
bestraft:
Uniques haben jetzt zufällige Affixe, das ist furchtbar. Sie sind nur noch ein weiteres Ausrüstungsteil ohne echte Bedeutung, wenn man etwas aufgabelt, das man braucht. Sie vervollständigen Builds, aber jetzt musst du immer mehr für sie grinden und das in einer eh schon kurzen Saison. Für Casual Gamers ist das eine Katastrophe.
Gegenmeinung: RNG gehört schon immer dazu
Jedoch sehen das nicht alle so eng. Ein Teil der Antworten konfrontiert die wütenden Poster auch damit, dass RNG letztlich immer ein Teil von Diablo war und sein wird.
Gute Items sind und sollten selten sein, und perfekter Loot sei eben nicht immer planbar. So schreibt User Zeckka etwa, dass es vorher schrecklich langweilig wurde, wenn man zum tausendsten Mal das gleiche Unique bekam
. Und auch 1trickana steht dem neuen System nicht grundsätzlich negativ gegenüber:
Ich finde es so, wie es jetzt ist, besser. Man sucht so immer nach einem bestimmten Upgrade statt nur nach einem GA (Greater Affix) Unique, auf dem man dann ewig hocken bleibt.
Bleibt abzuwarten, ob und wie Blizzard das System um die einzigartigen Gegenstände in Zukunft anpasst. Grundsätzlich scheinen die Spieler größere Freiheit und mehr Abwechslung zu begrüßen. Allerdings steht ein Großteil den Änderungen trotzdem kritisch gegenüber, weil mehr Grind und weniger Kontrolle viel Frust mit sich bringen.
Hinter Lord of Hatred verbirgt sich die zweite große Erweiterung für Diablo 4, die die Geschichte rund um Mephisto und Lilith zu Ende führt. Sie bringt neben den Item-Anpassungen auch den Paladin als neue Klasse sowie die Inseln von Scovos als neue Region ins Spiel. Unseren Test zum Addon findet ihr etwas weiter oben verlinkt. Spielbar ist es seit dem 28. April 2026.


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