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Wie bleibt ein MMO über Jahrzehnte angesagt? Ein Urvater des Genres sagt: Es geht nicht um Content

Mit Ultima Online hat sich der Designer Raph Koster ein Denkmal gesetzt, für ihn gibt es aber nur einen echten Trick, der MMOs unsterblich macht.

Von Ultima bis WoW – was sind die Gründe, dass manche MMOs Jahrzehnte überdauern? Von Ultima bis WoW – was sind die Gründe, dass manche MMOs Jahrzehnte überdauern?

Lange vor modernen Sevice-Games waren MMOs der Heilige Gral. WoW hat gezeigt, welches Potenzial hier wirklich drinsteckt. Tausende Menschen, die hier nahezu ein zweites Leben führen, Abenteuer erleben, andere Menschen kennenlernen – und ja, auch Geld darin ausgeben.

Doch diese Aussicht auf ein langlebiges MMO ist oft trügerisch, denn das Genre allein reicht noch nicht aus. Viele Studios haben sich in den letzten 25 Jahren daran versucht, viele sind danach schnell wieder in der Versenkung verschwunden.

Was das Geheimrezept für ein erfolgreiches MMOs ausmacht, daran wird bis heute eifrig getüftelt. Die Kollegen von Gamesradar haben es sich leicht gemacht und einen der Pioniere des Genres danach gefragt: Raph Koster, den Lead Designer hinter Ultima Online, einem der ersten und langlebigsten MMORPGs aller Zeiten. Ach, und Star Wars Galaxies hat Koster ebenfalls aus der Taufe gehoben.

Video starten 1:35 Star Wars Galaxies ist quicklebendig - Mit Expanding Horizons veröffentlichen Fans ein neues Update

Koster ist überzeugt, dass es bei der Frage nach der Langlebigkeit gar nicht so sehr um die Inhalte geht.

Freunde sind wichtiger als Content

Es klingt simpel, ja kitschig gar – aber für Koster leben MMOs von den Freunden, mit denen ihr das Spiel erlebt. Nicht unbedingt davon, wie viele Raids, Quests oder Levelstufen es darin zu entdecken gibt. Auch wenn all das sicherlich ebenfalls eine wichtige Rolle spielt.

Der wichtigste Faktor für die Verweildauer der Spieler in einem MMO sind die Freunde, die sie finden, und die Tatsache, dass ihre Freunde da sind – das ist der größte Unterschied. Und wenn Sie Ihr Spiel nicht auf soziale Entwicklung und Gemeinschaft ausrichten, wird es mit der Zeit darunter leiden. Inhalte sind nicht ewig haltbar, oder?

Die Antwort ist als doch ein Stück nüchterner, als sie im ersten Moment erscheint. Ja, Freunde sind wichtig. Das Spiel steht aber eben in der Verantwortung, für das Schließen von Freundschaften die richtige Umgebung zu liefern. Das Spiel muss Mechaniken, Werkzeuge, Orte liefern, die soziale Interaktionen fördern und belohnen. Es darf keine Hürden geben, die das Zusammenspiel einschränken.

Die Leute kehren nicht in denselben öffentlichen Park zurück, weil es dort mehr zu sehen gibt, sondern weil sie ihn mit ihren Freunden genießen wollen. Und so ist es auch bei einem großartigen MMO. Man war vielleicht schon einmal dort und hat alle Inhalte gesehen, aber man kehrt zurück, weil es ein Ort ist, den man mit Freunden genießen kann, richtig? Das bedeutet also, dass man eine Menge Designarbeit leisten muss, um das zu ermöglichen und zu unterstützen.

MMOs am Leben halten

Wenn ein MMO über Jahrzehnte gespielt wird, dann hat es sich eine sehr treue Community herangezüchtet. Menschen, die diese Spiele eben wirklich als Ort begreifen, an dem sie ihre engsten Freunde treffen. Da wundert es auch nicht, dass selbst Spiele wie Kosters eigenes MMO Star Wars Galaxie selbst dann noch gespielt werden, wenn es offiziell eigentlich gar nicht mehr existieren sollte.

Mehr darüber und wieso manch anderes obskur erscheinendes MMORPG selbst nach Jahrzehnten noch Spiele anziehen, könnt ihr in den oben verlinkten Artikeln nachlesen. Die Frage nach den Gründen ist auf jeden Fall spannend und hat sicher noch mehr Antworten, als Freunde und ein solides Fundament für soziale Interaktionen.

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