Nach dem genialen Futterhaus kommt die smarte Tränke: Mein neues Garten-Gadget kostete mich echte Geduld

Ein teurer Spaß, der erstmal nur Hummeln statt Vögel anlockte. Doch mit einem kleinen Hack kommen nun auch die gefiederten Freunde zu Besuch.

Die smarte 300-Euro-Vogeltränke von Birdfy brauchte erst mal ganz altmodische Steine, damit mein Smartphone nicht nur wegen Hummeln vibriert.

Smarte Gadgets im Garten sind für mich super spannend. Wer meinen Test zum Birdfy Feeder Bamboo gelesen hat, weiß: Ich liebe die Idee, meine gefiederten Freunde per Kamera beim Snacken zu beobachten. Das Futterhaus ist bei mir im Dauereinsatz und würde mir an sonnigen Tagen gern mal 300 Benachrichtigungen aufs Handy schicken, wenn ich sie nicht stummgeschaltet hätte.

Das Birdfy Bath Pro ist die logische Ergänzung zum Futterhaus. Die smarte Vogeltränke mit eingebautem Springbrunnen filmt die Vögel beim Trinken und Baden. Nach dem Fast Food nun also noch einen Spa-Bereich. Nach Monaten im Test zeigt sich: Die Vögel sind eine vorsichtige Kundschaft.

Doch bevor ich auf die Technik eingehe, die im Bath Pro verbaut ist, möchte ich die Vögel in den Vordergrund stellen und euch zeigen, wie ich sie letztendlich doch zum Trinken und Baden animieren konnte.

Video starten 56:50 Die besten Outdoor-Gadgets für den Frühling!

Die große Geduldsprobe und wie Steine mir halfen

Während mein Futterhaus damals gefühlt nach einer Stunde langsam seine ersten Gäste hatte, herrschte an der Vogeltränke lange Zeit gähnende Leere. Monatelang passierte überhaupt nichts. Das Problem? Die Vögel checken erstmal sehr genau, was das neue Ding da im Garten ist und, ob es mit einem Risiko verknüpft ist. So eine tief scheinende Plastikwanne mit spiegelndem Wasser könnte auf Vögel erstmal riskant wirken.

Dann kam ein Lifehack ins Spiel, ohne den dieser Testbericht wohl sehr kurz ausgefallen wäre: Steine.

Ich verteilte ein paar Steine im Becken. Das gibt Vögeln eine Struktur und Halt. Zusätzlich sind Insekten auch besser geschützt, weil sie sich leichter aus dem Wasser befreien können.

Zu meiner Freude haben die Steine wirklich geholfen. Es hat zwar gedauert, aber inzwischen schauen immer wieder mal ein paar gefiederte Badegäste vorbei. An die astronomischen Besucherzahlen des Futterhauses kommt die Tränke bei mir im Garten aber bei Weitem nicht heran. Offenbar zieht Essen mehr als Wellness.

Wie ihr im Video erkennt, habe ich es auch mal mit natürlichem, farblichen Boden aus Blütenstaub versucht, um das Blau mehr zu verdecken.

Video starten 1:16 Birdfy Bath Pro Smarte Vogeltränke

Die Technik und warum ich auch diese Benachrichtigungen stummschalte

Wenn ein Vogel auf der Tränke landet, sorgt die eingebaute Kamera für Foto- und Video-Aufnahmen. Per KI wird dann, wie beim Futterhaus auch, analysiert, um welche Vogelart es sich handelt und in der App vermerkt – das funktioniert in 9 von 10 Fällen zuverlässig. Verbaut ist ein Kamerasystem, das Weitwinkel-Aufnahmen sowie schicke Portraits der Vögel knipst.

Das Gerät wird durch Solarzellen auf dem Gehäuse der Kamera mit Strom versorgt und dazu plätschert auch ein kleiner Springbrunnen im Becken.

Allerdings sind Fehlalarme nicht ausgeschlossen. Raschelt ein Baum im Wind oder fliegt ein Blatt vor der Linse vorbei, dann wird eine Push-Benachrichtigung aufs Handy geschickt. Vor allem Hummeln und Bienen scheinen von der Vogeltränke begeistert zu sein, wie ich an einigen Benachrichtigungen erkenne. Leider summen die Hummeln und Bienen so schnell vorbei, dass die Videos einfach die leere Vogeltränke zeigen. Ich höre vereinzelt nur kurz ein Flügelbrummen zu Beginn von manchen Videos.

Aus dem Grund habe ich bei dem Gerät die Push-Notifications ausgeschaltet. Ich schaue lieber abends, wer die Tränke tagsüber so besucht hat und scrolle in der App durch meinen Feed.

Die Technik im Gerät ist schnell erklärt: In der Wanne gibt es einen Filter mit Pumpe, der mit Solarzellen betrieben wird. Das gelbe Stück darauf ist einer von mehreren Aufsätzen, mit dem sich die Art der Wasserfontäne einstellen lässt. An der Kopfseite befindet sich das Kamera-System, ebenfalls mit Solarzellen, das auf Bewegung reagiert und Fotos sowie Videos in der Cloud und App des Geräts speichert.

Fazit: Ein Luxus-Gadget für Garten-Enthusiasten

Versteht mich nicht falsch: Das Birdfy Bath Pro ist für mich als Garten-Nerd ein cooles Stück Technik. Der Springbrunnen im Becken plätschert beruhigend vor sich hin und sorgt dafür, dass das Wasser in Bewegung bleibt. Damit soll verhindert werden, dass Mücken ihre Larven im Wasser ablegen.

Die Aufnahmen der Vögel sind scharf und durch die Portrait/Zoom-Funktion entstehen tolle Bilder.

Am Ende müssen wir aber auch über den Preis sprechen. Mit knapp 300 Euro im Shop von Birdfy ist die smarte Tränke wirklich ein Luxus-Investment für den Garten. Dafür, dass das Gehäuse zum großen Teil aus Plastik besteht, ist das ein stolzer Kurs.

Wenn ihr jetzt auf den Geschmack gekommen sein, euren Garten aufzumotzen, dann schaut euch an, wie Frederic seinen Garten mit 3 Dingen in einen Urlaubsort verwandelt hat.

Für wen lohnt sich das Teil? Wer bereits den Birdfy Feeder besitzt, das Thema Vogelbeobachtung feiert und das nötige Kleingeld im Sparschwein hat, bekommt hier ein Premium-Update für den Garten. Wer einfach nur aus Spaß an der Freude ein paar Vögel beobachten möchte, der greift am besten zum 100 Euro günstigeren Birdfy Feeder oder bastelt sich mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst eine Tränke mit Kamera zusammen.

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