Netflix-Profil auf ein anderes Konto umziehen: Wie es geht und was es bringt

Der Streaming-Anbieter erlaubt es euch nun auch, euer Profil auf ein anderes Konto zu übertragen. Welche Vorteile euch das bringt, erfahrt ihr hier.

Kürzlich hat Netflix im Rahmen eines Blog-Eintrags eine neue Funktion vorgestellt, die zwei Gesichter hat. Denn auf den ersten Blick könnte man zwar vermuten, dass die Möglichkeit, ein Profil von einem Konto zu lösen und auf einen anderen Account zu übertragen, ein purer Akt aus Mildtätigkeit seitens des Streaming-Riesen ist.

Doch in Wahrheit dürfte natürlich auch eine gehörige Prise Geschäftssinn dahinterstecken. Denn Netflix plant bekanntlich die Einführung eines neuen, günstigeren Abos mit Werbe-Einblendungen, das sich vor allem an die zahlreichen Menschen richtet, die bislang für lau bei Freunden oder Familienmitgliedern mitgeschaut haben.

Da ist es gut vorstellbar, dass der neue Profil-Transfer besagten potenziellen Neukunden den Abschluss eines eigenen Abonnements schmackhaft machen soll. Der Umzug eures Profils kann aber auch in anderen Situationen äußerst hilfreich sein. Wir erklären euch, wie der Vorgang funktioniert.

In Zukunft könnt ihr eure Netflix-Profile von einem Konto lösen und daraus einen neuen Account erstellen. In Zukunft könnt ihr eure Netflix-Profile von einem Konto lösen und daraus einen neuen Account erstellen.

Gründe für eine Profil-Übertragung

Wie bereits angedeutet, kann eine ganze Reihe an durchaus realistischen Szenarien eintreten, in denen eine Übertragung eures Netflix-Profils sinnvoll erscheint. Eine kleine Auswahl gefällig?

  • Umzug: Ein Familienmitglied zieht aus und möchte in der neuen Heimat nicht auf Netflix verzichten.
  • Trennung: Wenn eine Beziehung zu Bruch geht, denkt man zu allererst natürlich nicht an seine Watchlist. Bislang konnte es aber durchaus ärgerlich sein, wenn man im Trennungsschmerz auch noch feststellen muss, dass man nicht mehr an die eigene Netflix-Historie herankommt. Wer will schon deshalb bei dem oder der Ex klingeln?
  • Gewissensbisse: Wir haben oben bereits darauf hingewiesen, jetzt wiederholen wir es noch einmal. Netflix wird in Zukunft härter gegen stille User vorgehen, die mit einem eigenen Profil einfach bei anderen Kunden mitschauen. Wer sich deshalb unwohl fühlt und ein eigenes Konto erstellt, muss nun immerhin nicht mehr auf die jahrelang gepflegte Watchlist und andere persönliche Einstellungen verzichten!

So funktioniert die Profil-Übertragung bei Netflix

Bevor ihr mit dem Umzug eures oder eines anderen Profils loslegen könnt, muss die Funktion zunächst im Netflix-Konto manuell aktiviert werden. Loggt euch dafür über den Browser ein und klickt im rechten Seitenmenü auf den Eintrag Profiltransfer durchführen. Im Anschluss müsst ihr euch zwei Tage gedulden, bis Netflix das Feature freigeschaltet hat.

Danach geht alles schnell und einfach. Loggt euch erneut ins Konto ein und wählt das Profil aus, das übertragen werden soll. Netflix fragt euch dann nach einer E-Mail-Adresse und einem Passwort, um direkt ein neues Konto für das Profil anzulegen. Eine Kopie eures Profils bleibt dem alten Konto erhalten, damit im Notfall keine Infos verlorengehen.

In der Accountverwaltung bekommt ihr die entsprechende Option zum Transfer angeboten. In der Accountverwaltung bekommt ihr die entsprechende Option zum Transfer angeboten.

Was wird alles übertragen? Folgende Informationen eures alten Profils werden in das neue Konto übertragen:

  • Empfehlungen
  • Titelverlauf (einschließlich eurer Bewertungen)
  • Eure Watchlist
  • Gespeicherte Spiele und Nicknames
  • Einstellungen (Sprach- und Untertitel-Einstellungen, Einstellungen für die automatische Wiedergabe, Altersfreigabe-Einschränkungen)
  • Sonstige Informationen (Profilname/-symbol, Einstellungen für die Test-Teilnahme)

Was wird nicht übertragen? Eure hinterlegten Zahlungsinformationen werden bei dem neuen Konto nicht übernommen.

Welche Einschränkungen gibt es? Ihr könnt euer Profil nur in ein komplett neues Konto übertragen, nicht in ein bereits bestehendes. Außerdem können keine Profile kopiert werden, die über einen aktivierten PIN-Schutz verfügen oder per Kindersicherung geschützt sind.

Weitere Infos zum Vorgang und potenziellen Fehlermeldungen stellt Netflix auf seiner eigens dafür eingerichteten Support-Seite zur Verfügung.

Muss es denn immer das teuerste Netflix-Abo sein? Unser Binge-Experte Nils hat sich für euch eine Tüte Popcorn geschnappt und auf der heimischen Couch geprüft, ob nicht sogar die ganz niedrige 480p-Auflösung ausreicht:

Um Geld zu sparen, habe ich zum günstigsten Netflix-Abo gewechselt - eine gute Idee?

Plant ihr bereits, euer Profil in ein neues Konto umzuwandeln? Oder werdet ihr von dieser neuen Funktion in absehbarer Zukunft keinen Gebrauch machen? Schreibt uns eure Meinung zu diesem Thema gerne in die Kommentare!

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