Was passiert, wenn World of Warcraft seinen Spielern nach über 20 Jahren plötzlich ein zweites Namensfeld gibt? Die Beta von WoW Forever liefert darauf gerade eine ziemlich vorhersehbare Antwort.
Zwischen harmlosen Wortspielen und albernen Doppelnamen tauchten kurz nach dem Start auch rassistische, sexuelle und anderweitig beleidigende Kombinationen auf. Blizzard musste bereits mit ersten Sperren reagieren.
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World of Warcraft beginnt nach Classic schon zum zweiten Mal von vorne und bringt mit WoW: Forever das Spielgefühl von früher zurück
Warum WoW plötzlich Nachnamen braucht
Vor- und Nachnamen gehören zu den größten Neuerungen von World of Warcraft: Forever: Blizzard verabschiedet sich nämlich von der klassischen Realm-Struktur und setzt stattdessen auf eine Art Mega-Server pro Spielmodus (PvE, PvP, Rollenspiel und später Hardcore).
Damit euch nicht sämtliche halbwegs brauchbaren Namen schon wenige Minuten nach Release vor der Nase weggeschnappt werden, bestehen Namen künftig aus zwei Teilen. Klingt eigentlich ganz einleuchtend. In der Beta hat die zusätzliche Freiheit allerdings noch einen ganz anderen Kreativitätsschub ausgelöst.
Ein paar Beispiele gefällig? Spieler berichten auf Reddit unter anderem von diesen fürchterlichen Kandidaten:
- Klu Klux
- Child Grape
- Wife Beater
- Adolph Hitlur
- Blownout Horsevag
- Buttsex Bigpenisboy
- Charliekirk Deservedtodie
Link zum Reddit-Inhalt
Blizzard schmeißt erste Spieler aus der Beta
Dass die Sache Konsequenzen hat, bestätigt inzwischen sogar Blizzard selbst: Im offiziellen Support-Forum meldete sich ein Spieler, dessen WoW-Forever-Account für die Beta gesperrt worden war. Zunächst war ihm nach eigener Aussage nicht klar, warum. Blizzard-Supportmitarbeiter Vrakthris erklärte daraufhin, dass eine E-Mail verschickt worden sei, in der ausdrücklich der betroffene Charaktername genannt werde.
Damit räumt der Support gleichzeitig mit einer recht kreativen Verteidigung auf. In der oben verlinkten Diskussion argumentierte ein Neunmalkluger, dass eine Beta schließlich zum Testen da sei und er mit problematischen Namen damit gewissermaßen helfen würde, das neue Namenssystem auf Schwachstellen zu prüfen.
Blizzards Antwort fällt wenig überraschend aus: Welche Namen gegen die Regeln verstoßen, müsse man nicht erst durch einen Stresstest herausfinden. Wer mit rassistischen oder sexistischen Namen negativ auffällt, fliegt.
Die neue Namensfreiheit bleibt unterm Strich trotzdem eine der spannenderen kleinen Änderungen von WoW Forever. Wer möchte, kann endlich Familiennamen, Clans oder halbwegs glaubwürdige Fantasy-Identitäten basteln, was insbesondere auf dem RP-Server hilfreich sein wird.
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