Am 5. Juni erscheint die Switch 2 und sie beweist eindrucksvoll, dass Nintendo seinen Wurzeln treu geblieben ist. Das japanische Unternehmen ist um Features und Gimmicks noch nie verlegen gewesen.
So zeigte der Entwickler 1984 einen ungewöhnlichen Controller, der mit heutigen TVs gar nicht mehr funktioniert: die Nintendo Lightgun, auch genannt den Zapper.
Erfunden hat Nintendo die Spielknarre natürlich nicht. Die gab es bereits in den 1970ern in Arcade-Spielhallen abzufeuern, aber das Unternehmen brachte die Lightgun ins heimische Wohnzimmer.
Wusstet ihr, dass die Pistole, entgegen ihres Namens, gar kein Licht verschießt?
So funktioniert die Lightgun
Im Grunde ist die Funktionsweise des Zapper ziemlich simpel.
Immer wenn man den Abzug betätigt, blinkt der Bildschirm rapide schwarz. Das Ziel, das man zu treffen hat (etwa eine Ente im Spiel Duck Hunt) hingegen besitzt eine weiße Hitbox, stellt euch das wie ein Viereck vor.
Um einen Treffer zu registrieren, muss die Mündung des Zappers auf eben diese Hitbox zeigen. Das passiert durch eine Photodiode im Pistolenlauf, die das weiße Licht empfängt.
Man schießt also nicht auf den Bildschirm, sondern scannt ein weißes Kästchen auf dem Display.
Mit heutigen TVs geht das übrigens nicht mehr. Dazu braucht es einen Fernseher mit Kathodenstrahlröhre. Bei diesen Geräten wird das Bild zeilenweise nacheinander aufgebaut (daher auch die bekannten Scanlines), sodass die Bildpunkte nicht genau gleichzeitig weiß werden.
Für Nintendos erste Konsole gab es 16 Spiele, die den Zapper unterstützten. In Deutschland erschienen allerdings nur eine Handvoll davon.
- The Adventures of Bayou Billy
- Barker Bill's Trick Shooting
- Day Dreamin' Davey
- Duck Hunt
- Freedom Force
- Gotcha! The Sport!
- Gumshoe
- Hogan's Alley
- Laser Invasion
- The Lone Ranger
- Mechanized Attack
- Operation Wolf
- Shooting Range
- To The Earth
- Track & Field II
- Wild Gunman
Das bekannteste Spiel ist wohl Duck Hunt. Bei uns erschien der Shooter (wenn man ihn denn so nennen will) zusammen im Bundle mit der Lightgun. Viele Spieler erinnern sich mit Sicherheit noch an den Hund, der einen auslachte, wenn man daneben geschossen hat. In Super Smash Bros. Ultimate wurde das Duckhunt Duo, bestehend aus dem Hund und einer Ente, dann verewigt.
Nintendo legte dann mit dem Super Scope für das Super Nintendo noch eine Panzerfaust obendrauf.
Technisch gesehen ist die Waffe noch ein Ticken besser, denn sie ist kabellos. Das Super Scope sendet Infrarotsignale an die Konsole. Leider waren dafür auch sechs Batterien nötig für ein paar Stunden ballern.
Wenn ihr eine ausführliche Dokumentation zu Nintendos Lightguns sehen möchtet, legen wir euch das Video des Gaming Historians ans Herz (Achtung, in Englisch):
Link zum YouTube-Inhalt
In seiner Zeit hat Nintendo einige verrückte Gadgets veröffentlicht. Die acht merkwürdigsten haben wir für euch in einem Artikel angeschaut.
Spätestens Ende der 1990er Jahre war dann Schluss mit Lichtpistolen. 2007 ließ Nintendo Lightguns mit Link’s Crossbow Training auf der Wii noch einmal aufleben. Die Konsole war für eine solche Spielerei aber auch wie gemacht dafür.
Habt ihr jemals mit einer Lichtpistole auf Fernseher gezielt? Erzählt es uns in den Kommentaren!

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