Nvidia Ampere-GPUs: Leak zeigt mögliche RTX 3080 mit 20 GB Videospeicher

Im Netz sind detaillierte Informationen zu zwei GPUs aufgetaucht, die der RTX 3080 und der RTX 3070 zugeordnet werden. Mit bis zu 20 GB VRAM und 3.840 Rechenkernen schneller als RTX 2080 Ti?

von Alexander Köpf,
21.01.2020 14:42 Uhr

3.840 CUDA-Kerne und 20 GB GDDR6 - Ist das für eine RTX 3080 realistisch? 3.840 CUDA-Kerne und 20 GB GDDR6 - Ist das für eine RTX 3080 realistisch?

Derzeit kursieren Leaks zu zwei Nvidia-Chips der kommenden GPU-Generation Ampere im Netz. So sprechen MyDrivers (maschinell übersetzt) und der Twitter-User KittyCorgi von einem GA103- und einem GA104-Chip mit beachtlichen Spezifikationen. Diese werden der möglichen RTX 3080 und der RTX 3070 zugeordnet und verheißen einen deutlichen Leistungssprung. Doch was ist dran an dem Leak?

Die GA103-GPU der RTX 3080 soll dabei über 60 SMs zu je 64 CUDA-Kernen verfügen. Insgesamt wären das 3.840 Shader-Kerne. Zudem soll ein 320-bit breites Interface 10 GB beziehungsweise 20 GB Videospeicher (vermutlich GDDR6) anbinden.

Nvidias aktuelles Flaggschiff, die RTX 2080 Ti, bietet im Vergleich 4.352 Shader (68 SMs) und 11 GB GDDR6-VRAM, die RTX 2080 Super 3.072 Kerne (48 SMs) und 8 GB GDDR6.

Chip

Kerne

Speicher

Speicher-Interface

RTX 2080 Ti

TU102

4.352

11 GB GDDR6

352 bit

RTX 3080*

GA103

3.840

10/20 GB GDDR6

320 bit

RTX 2080 Super

TU104

3.072

8 GB GDDR6

256 bit

RTX 3070*

GA104

3.072

8/16 GB GDDR6

256 bit

*Angaben nicht bestätigt

Wie realistisch sind die Spezifikationen?

10 GB VRAM für eine RTX 3080 erscheinen durchaus realistisch, zumal der Grafikbeschleuniger auf 4K-Auflösung ausgelegt sein dürfte. 20 GB hingegen wirken nicht gerade glaubhaft, denn im Gaming-Bereich sind sie schlicht noch nicht notwendig.

Dazu stand Nvidia, was Videospeicher anbelangt, zuletzt in dem Ruf, nicht allzu spendierfreudig zu sein. Von Pascal (GTX 1000) zu Turing (GTX 1600 und RTX 2000) gab es gar keine zusätzlichen Speicherkapazitäten - der Schritt von GDDR5(X) auf GDDR6 musste genügen.

Was die Zahl der Shader-Kerne betrifft, sind 3.840 aber durchaus denkbar. Vor allem mit Blick auf die mögliche Konkurrenz im Highend-Segment durch AMD scheint es plausibel, eine RTX 3080 mindestens auf das Niveau einer RTX 2080 Ti zu heben.

Gerüchte sprechen zudem bereits seit einiger Zeit von einer 50-prozentigen Leistungssteigerung der Ampere- gegenüber den Turing-GPUs. Genaueres zu den vermuteten RTX-2000-Nachfolgern soll es bereits im kommenden März auf Nvidas Hausmesse »GPU Technology Conference« (GTC) im Rahmen einer Produktankündigung geben.

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