Nvidia RTX 4000: Angeblich fast doppelt so viele Kerne wie RTX 3000

Nvidias Next-Gen-Grafikkarten sollen einem Gerücht zufolge bis zu 18.432 Rechenkerne bieten und damit fast doppelt so viele wie die RTX 3090.

von Alexander Köpf,
29.12.2020 09:46 Uhr

Nvidia RTX 4000 soll nicht wie bisher vermutetet auf der Hopper-, sondern auf der Lovelace-Architketur basieren. Nvidia RTX 4000 soll nicht wie bisher vermutetet auf der Hopper-, sondern auf der Lovelace-Architketur basieren.

Die aktuelle Grafikkarten-Generation in Form von AMDs Radeon RX 6000 und Nvidias RTX 3000 ist noch so gut wie kaum verfügbar, da machen schon die ersten Gerüchte zu den Spezifikationen der nächsten Generation im Netz die Runde.

Konkret sind grobe Eckdaten einer GPU auf Basis von Nvidias Ada-Lovelace-Architektur aufgetaucht. Das grundlegende Design soll dabei deutlich üppiger ausfallen als das der aktuellen Generation und damit auch mehr Platz für die Rechenwerke bieten.

Ada Lovelace
Nvidia benennt seine Architekturen traditionell nach berühmten Mathematikern. So ist Ampere nach André-Marie Ampère benannt, Turing nach Alan Mathison Turing. Ada Lovelace war ebenfalls eine britische Mathmatikerin, die von einigen Historikern zudem als der erste echte Programmierer bezeichnet wird. Nach ihr ist auch Programmiersprache Ada benannt.

Hardware-Guides bei GameStar Plus: Auf Nvidias vermutlich RTX 4000 genannte Grafikkarten zu warten dauert euch zu lange und ihr plant stattdessen lieber mit der aktuellen Generation? Bei GameStar-Plus erfahrt ihr, welche Hardware ihr dafür braucht:

Nvidia Ada Lovelace mit bis zu 18.432 Kernen?

Die jüngsten Informationen stammen dabei vom in Hardware-Kreisen bekannten Leaker kopite7kimi (@kopite7kimi), der beispielsweise schon Mitte 2019 die Spezifikationen von Nvidias aktueller Ampere-Architektur sehr treffsicher vorhersagte.

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Die Kollegen von 3DCenter haben die Daten genommen und davon detailliertere Spezifikationen abgeleitet. Die Angabe 12*6 ist demnach als GPC * TPC zu verstehen, also Raster-Engines (GPC) mal Texture Processing Cluster (TPC). Der GA102-Chip, der in der RTX 3090 und der RTX 3080 verbaut ist, basiert auf einer 7*6-Struktur.

So sähe der AD102-Chip im Vergleich zu seinen Vorgängern aus:

Lovelace (RTX 4000)*

Chip: AD102

Fertigung: 5nm

Kerne: 18.432

TFLOPS: ca. 66

Release: 2022

Ampere (RTX 3000)

Chip: GA102

Fertigung: 8nm

Kerne: 10.752

TFLOPS: ca. 37

Release: 2020

Turing (GTX 1600/RTX 2000)

Chip: TU102

Fertigung: 12nm

Kerne: 4.608

TFLOPS: ca. 16

Release: 2018

Pascal (GTX 1000)

Chip: GP102

Fertigung: 16nm

Kerne: 3.840

TFLOPS: ca. 12

Release: 2016


*Angaben nicht bestätigt

Sollten die Spezifikationen einigermaßen zutreffend sein, sehen wir mit Nvidia Ada Lovelace einen massiven Anstieg der Kernzahl und der theoretischen Rechenleistung. Letztere wiederum basiert zu einem nicht unerheblichen Maß auf der Taktrate, für die 3DCenter sehr konservative 1,8 GHz annimmt.

Kritik in den Kommentaren

In den Kommentaren macht sich indes schon Kritik an der hohen Kernzahl breit. Twitter-Nutzer Barry (@ConsumerBro) etwa schreibt:

"Wieder eine Verdoppelung der Kerne!? Dachte, sie würden das Skalierungsproblem von Ampere mit Lovelace beheben. Das allein wird die Leistung um 50%+ erhöhen. Die Hälfte der Ampere Kerne werden nicht zum Spielen verwendet!"

Nutzer WildCracks (@wild_cracks) widerspricht dem:

"Das ist eher eine Optimierungssache der Spieleentwickler. Sie könnten es beheben, indem sie wieder dedizierte INT-Kerne hinzufügen, aber ich glaube, Lovelace ist eher eine Verfeinerung von Ampere. Hopper wird wahrscheinlich die Überarbeitung der Architektur sein."

Was ist eigentlich mit Nvidia Hopper?

Schon vor über einem Jahr kamen erste Gerüchte zur Hopper-Architektur auf. Diese sollte erstmals Gebrauch vom sogenannten MCM(Multi-Chip-Module)-Design, auch Chiplet-Design genannt, machen.

Möglicherweise sehen wir Nvidia Hopper also etwas später und bekommen mit Lovelace einen Zwischenschritt. Ähnlich verhielt es sich schon bei Ampere und Turing.

Gerüchte mit Vorsicht genießen: Nichtsdestotrotz handelt es sich bei alldem vorerst um bloße Spekulation. Lange Zeit ging die Fachwelt davon aus, dass die Chips für RTX 3000 überwiegend bei Samsung in einem 7-Nanomenter-Verfahren gefertigt werden, am Ende wurde es ein 8-Nanometer-Verfahren von Samsung. Außerdem hatte kaum jemand eine Quasi-Verdoppelung der CUDA-Kerne auf dem Schirm.

Im GameStar-Talk erfahrt ihr übrigens, wie stark die AMD Radeon RX 6800 XT im Vergleich zur Nvidia Geforce RTX 3080 ist:

AMD gegen Nvidia - So stark ist die Radeon RX 6800 XT im Vergleich mit der RTX 3080 12:40 AMD gegen Nvidia - So stark ist die Radeon RX 6800 XT im Vergleich mit der RTX 3080

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