Schlechte Nachrichten über Nvidia: Es ist endgültig an der Zeit, zu handeln

Auch wenn Nvidia selbst den jüngsten Gerüchten widerspricht, wird mehr und mehr klar, dass Spielern die Zeit davon läuft, sollten sie eine neue RTX-5000-GPU kaufen wollen.

Wir haben Nvidia gefragt, was an den aktuellen Gerüchten zur RTX-5000-Produktion dran ist. Wir haben Nvidia gefragt, was an den aktuellen Gerüchten zur RTX-5000-Produktion dran ist.

Pausiert Nvidia die Produktion aller RTX-5000-Grafikkarten für sechs Monate? Das wäre ein echter Paukenschlag. Diese Meldung macht derzeit auf Basis des YouTube-Kanals Moore's Law is Dead die Runde, unter anderem bei TechPowerUp und bei PCGH.

Einerseits klingt das mit Blick auf den unvermeidlichen Grund in Form der riesigen Nachfrage aus dem KI-Sektor nicht völlig aus der Luft gegriffen. Andererseits ist Moore's Law is Dead für eine eher durchwachsene Trefferquote in seinen vermeintlichen Leaks bekannt.

Sollte das Gerücht stimmen, wäre es für alle an der Zeit, zu handeln, die schon länger mit dem Kauf einer aktuellen Nvidia-Grafikkarte liebäugeln. Aber was sagt die Firma selbst dazu?

Wir haben Nvidia um Stellungnahme gebeten

Die Antwort fällt kurz und knapp aus:

Die Nachfrage nach Geforce RTX-GPUs ist groß, und das Angebot an Speicher ist begrenzt. Wir liefern weiterhin alle Geforce-SKUs aus und arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, um die Verfügbarkeit von Speicher zu maximieren.

Demnach gibt es laut offizieller Angaben also keine Pausierung bei den aktuellen RTX-Grafikkarten (auch wenn die Formulierung liefern weiter aus gewissen Raum für Interpretationen lässt).

Doch ein anderes Wort könnte hier entscheidend ins Spiel kommen, genauer gesagt das der Priorisierung.

Die Folgen für Spieler bleiben die gleichen: besser jetzt als später eine neue GPU kaufen, wenn man sie wirklich benötigt.

Video starten 39:01 3.000€ für eine Grafikkarte? Die Hardware-Krise ist zurück – und sie ist schlimmer!

Nicht das erste Statement dieser Art

Die Antwort, die Nvidia uns geschickt hat, wurde mit identischem Wortlaut bereits in der vergangenen Woche bei einem anderen Fall verwendet.

  • Dabei ging es um die mögliche Einstellung einer einzelnen RTX-5000-GPU, genauer gesagt der RTX 5070 Ti. Der YouTube-Kanal Hardware Unboxed hatte darüber nach Gesprächen mit Asus berichtet, was wir bereits in einer eigenen News thematisiert haben.
  • Kurz zusammengefasst hat Asus Hardware Unboxed zunächst mitgeteilt, dass die RTX 5070 Ti nicht weiter produziert werde (End of Life beziehungsweise EOL-Status), diese Aussage aber später wieder zurückgenommen.
  • Stattdessen ist nur noch von möglichen Lieferengpässen aufgrund der Speicherkrise die Rede. Grundsätzlich solle die Karte aber genau wie die anderen RTX-5000-Modelle weiter angeboten werden, was Nvidias zusätzliches Statement bestätigt.

Zu dem dementierten Bericht kann es aufgrund von Missverständnissen oder unzutreffenden Aussagen einzelner Personen gekommen sein.

Doch auch, wenn die jüngsten Gerüchte über eingestellte RTX-Grafikkarten von offizieller Seite bestritten werden, dürfte sich die Lage in den kommenden Monaten weiter zuspitzen.

Priorisierung ist für die Hersteller unumgänglich

Vieles spricht dafür, dass schlicht nicht genug Videospeicher beziehungsweise GDDR-RAM produziert wird, um die vielen unterschiedlichen Modelle von AMD und Nvidia alle gleichermaßen in ausreichender Menge im Handel halten zu können.

  • Will man das Geschäft mit Gaming-Grafikkarten nicht gänzlich aufgeben oder pausieren, bleibt nur übrig, den Fokus auf weniger Modelle zu legen.
  • Dabei spielen viele mögliche Faktoren eine Rolle, etwa die Nachfrage, die Gewinnmarge und die Performance- und Preisbandbreite, die das eigene Portfolio jeweils abdeckt.
  • Wie genau die Hersteller priorisieren und was das für uns als Endkunden bedeutet, bleibt aber abzuwarten.

Dass von der Speicherkrise auch Prozessoren stark betroffen sein können, behandelt der folgende Artikel näher: Was gerade bei CPUs passiert, habe ich in über 30 Jahren Gaming noch nie erlebt, und das ist wohl erst der Anfang.

Falls ihr selbst überlegt, euch neue Gaming-Hardware anzuschaffen, solltet ihr nach einer genauen Überprüfung eures wirklichen Bedarfs jedenfalls besser schnell damit sein – oder euren Kauf weit nach hinten verschieben.

Stellt euch darauf ein, dass die Lage mindestens bis 2027 noch sehr angespannt sein wird und dass sich die Preise und die Verfügbarkeit von aktuellen Grafikkarten vorerst zunehmend verschlechtern.

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