Kaum ein Multiplayer-Spiel ist völlig befreit von toxischem Verhalten innerhalb der Community. Vor allem kompetitive Shooter wie Rainbow Six: Siege und Overwatch kämpfen mit unangebrachten Nachrichten, absichtlichen Team-Kills und beleidigenden Voice-Chats. Overwatch 2 will gegen letzteres nun verstärkter vorgehen – und nimmt euch dafür auf.
Den neuen Trailer zum Spiel könnt ihr euch hier ansehen:
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Overwatch 2 erinnert im Trailer daran, dass Season 1 ganz kurz bevorsteht
Voice-Chat-Transkription
Blizzard äußerte sich in einem neuen Blogpost ausführlich zu ihren Maßnahmen gegen toxisches Verhalten. Besonders interessant ist dabei die Voice-Chat-Aufnahme. Wir erklären euch, wie genau diese ablaufen soll:
- Grundsätzlich nimmt Blizzard alle Gespräche aus dem Voice-Chat auf – aber nur für einen kurze Zeit. Maschinell wird euer gesprochenes Wort transkribiert, woraufhin die Aufnahme direkt wieder gelöscht wird.
- Die Transkription liegt Blizzard dann höchstens 30 Tage lang vor und wird dann wieder gelöscht.
- Damit das System aber richtig funktioniert, müsst ihr auch etwas dafür tun: Die toxischen Aktionen melden. Am besten auch recht zügig, damit Blizzard noch Zugriff auf die Transkription hat und nachprüfen kann, ob wirklich ein toxisches Verhalten stattgefunden hat. Blizzard sagt, dass das Melden von Spielern noch immer die »effektivste Methode gegen störendes Verhalten« sei.
Overwatch 2 ist damit auch nicht das erste Spiel, das den Weg der Audiotranskription geht. Valorant nutzt ein ähnliches System:
Falls ihr nicht wollt, dass euer Sprach-Chat aufgenommen und transkribiert wird, müsst ihr den Voice-Chat ausschalten oder schlicht nicht verwenden. Blizzard hat für diejenigen auch ein kleines, neues Feature angekündigt, um die fehlende Kommunikation etwas zu erleichtern: Ihr könnt nun Orte mit einem Ping versehen, um die Aufmerksamkeit eurer Kolleginnen und Kollegen darauf zu richten.
Handy-Registrierung
Außerdem müsst ihr euch für Overwatch 2 mit einer Telefonnummer verifizieren. Da der Titel kostenlos ist, könnten sich die gebannten Spieler sonst ganz einfach einen neuen Account erstellen. So muss eine Handy-Nummer angegeben werden, woraufhin ihr per SMS einen Code bekommt, den ihr zum Registrieren benötigt. Jede Nummer kann nur einmal verwendet werden.
Auch hier gibt es schon Spiele, die eine ähnliche Maßnahme ergriffen haben. Rainbow Six: Siege ist da nur ein Beispiel.
Was wird noch gegen toxisches Verhalten getan?
Blizzard hat noch weitere Maßnahmen getroffen, um für ein gesittetes Miteinander zu sorgen. Wir fassen für euch zusammen:
- Kein allgemeiner Chat: Ihr werdet nicht mehr mit Freund und Feind zugleich schreiben können. Er diene laut Blizzard „keinem konstruktiven Zweck und kann entfernt werden, ohne die Schlüsselmechaniken des Spiels zu beeinträchtigen.“
- Keine Spielerstufen: Es gibt keine Spielerstufen in Overwatch 2 mehr. Eure Erfahrung spiegelt sich lediglich im Battle Pass wider. Damit werden Spieler aufgrund einer niedrigen Stufe nicht mehr vorschnell beurteilt.
- Neues Anerkennungssystem: Statt drei gibt es in Overwatch 2 nur noch eine Kategorie, mit der ihr den Mitspielern eure Anerkennung zeigen könnt.
- Neue Spieler: Neueinsteiger sollen langsam an Overwatch 2 herangeführt werden. Spielerinnen und Spieler können sich erst nach 50 gewonnenen Matches in der Schnellsuche in Ranglistenmatches versuchen. Nach ungefähr 100 Matches schalten sie alle Helden aus dem ersten Overwatch frei. Diejenigen, die schon den Vorgänger gespielt haben, sind von all dem nicht betroffen.
Nicht alle Fans werden mit diesen Änderungen glücklich sein. Das wäre auch nicht die erste Neuigkeit, die einigen Fans nicht gefällt:
All diese Neuerungen und Maßnahmen sollen mit dem Release am 4. Oktober eingeführt werden.
Was haltet ihr von der Voicechat-Aufnahme? Ist euch unwohl bei dem Gedanken oder seht ihr es als notwendige Maßnahme gegen toxisches Verhalten? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
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