Daten-Rettung
Abgesehen von Hardware-Defekten, die einen teuren Austausch der Grafikkarte oder CPU nach sich ziehen können, sind defekte Festplatten oder Dateisysteme mit die Zeit und Geld raubensten Fehler überhaupt. Die zwei gravierendsten und offensichtlichen Anzeichen für eine defekte Festplatte ist zum einen ein prägnantes »Klack«-Geräusch, welchem bei den meisten Modellen ein hörbares Runter- und Hochdrehen der Magnetscheiben in der Festplatte folgt. Ein anderes ist eine Fehlermeldung, dass ein CRC–Fehler beim Kopieren von Daten auf Ihrer Festplatte auftritt. Bei Installations-Dateien, die oft kopiert wurden oder aus dem Internet stammen, kann dies auch einfach eine Beschädigung der Datei selbst sein. Von dem Gebrauch des Windows eigenen Checkdisk raten wir ab, da es bei dem Widerherstellen beschädigter Dateien diese meist unbrauchbar auf die selbe Partition speichert, die diagnostiziert wird und somit eventuell rettbare Dateien unbrauchbar macht.
Besser sind Sie mit den kostenlosen Tools wie Photorec oder Recuva von Piriform unterwegs. Als kommerzielle Alternative bietet sich noch GetDataBack von Runtime Software an. Für zirka 90 Euro jeweils für NTFS oder FAT32 kostet das Programm zwar nicht gerade wenig, stellt aber auch aus stark beschädigten Dateisystemen Daten wieder her. Mit der kostenlosen Demo können Sie Ihr System testen und bei Bedarf eine Lizenz erwerben. Die mit neun Datei-Typen recht karge Liste an erkennbaren Dateien lässt sich manuell gegebenenfalls erweitern. Egal für welches Programm Sie sich entscheiden: Sichern Sie die geretteten Daten auf eine externe Festplatte, um einen versehentlichen Zugriff beziehungsweise eine Beschädigung der gesicherten Daten zu vermeiden.
Festplatten-Diagnose
Wenn Sie Ihre Daten haben retten können, sollten Sie dem Ursprung des Datenverlustes auf den Grund zu gehen. Dazu benutzen Sie das entsprechende Diagnosewerkzeug des Festplattenherstellers. Die meisten Hersteller wie Samsung, Western Digital oder Seagate stellen eigene Diagnoseprogramme bereit, die entweder von einer bootfähigen Diskette oder CD gestartet werden. Von Programmen, die unter Windows laufen, raten wir ab, weil deren Erkennungsrate meist gering ist.
Wichtig: Lesen Sie sich die Dokumentation des jeweiligen Programmes genau durch. Praktisch jedes dieser Programme hat zwei Testroutinen. Einmal ein Oberflächen-Scan, der nur die Lese-Funktion und den Zustand der einzelnen Sektoren prüft, und zum Anderen einen Lese-Schreib-Test, bei dem alle Daten auf Ihrer Festplatte samt der Partitionen überschrieben werden. Letzterer Test ist um einiges gründlicher als der reine Lese-Test, setzt aber voraus, dass sie Ihre Daten vorher gesichert haben. Durch die Low-Level-Format-Funktion können die Programme mitunter auch beschädigte Sektoren als solche markieren und somit fortan von der Benutzung ausschließen. Falls das bei Ihrer Festplatte auftritt, sollten Sie ie Festplatte nicht mehr für das Speichern wichtiger Daten benutzen und sie im Garantiefall mit dem entsprechenden Fehlercode an den Hersteller schicken.
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