Wie bei Dungeons & Dragons: Ein brandneuer Fantasy-Actionfilm begeistert gerade die Fans, von denen gibt es aber viel zu wenige

Laut den Zuschauern hat der neue He-Man zwar die Kraft, aber trotzdem fliegen die Masters of the Universe an den Kinokassen auf die Schnauze.

Bisher sehen die Einspielergebnisse von Masters of the Universe nicht allzu gut aus. Bildquelle: Amazon MGM Studios Bisher sehen die Einspielergebnisse von Masters of the Universe nicht allzu gut aus. Bildquelle: Amazon MGM Studios

Erinnert ihr euch noch an den Kinofilm zu Dungeons & Dragons von 2023? Der war richtig, richtig gut. Trotz all dem Lob seitens Kritikern und von Fans blieb Ehre unter Dieben aber kein Erfolg an den Kinokassen vergönnt – ganz im Gegenteil.

Gerade bahnt sich bei Masters of the Universe ein ganz ähnliches Debakel an. Der brandneue Film von Regisseur Travis Knight (Bumblebee, Kubi) ist gerade erst in den Kinos gestartet, aber tut sich dort richtig, richtig schwer.

Fehlt He-Man an den Kinokassen die Kraft?

Bei einem Budget von bis zu 200 Millionen US-Dollar konnte das Kino-Comeback von Prinz Adam von Eternia zum Start in den USA nur knapp 31 Millionen einspielen. Ein maues Ergebnis, das nicht gerade optimistisch für die verbleibende Laufzeit stimmt.

Damit stehen die Chancen schlecht, dass Masters of the Universe sein Budget an den Kinokassen wieder eingespielt bekommt. Und dass, obwohl es von Fans euphorische und von der Presse zumindest solide Kritiken gibt:

  • Auf Rotten Tomatoes steht Masters of the Universe bei einem Durchschnittswert von 66 Prozent, während sich der Audience Score auf 88 Punkte beläuft.
  • Auf IMDb kann der Film 7,2 von 10 Punkten für sich verbuchen.

Okay, fairerweise zeigten sich die Presse und Zuschauer bei Dungeons & Dragons einen ganzen Ticken euphorischer. Bei beiden Filmen handelt es sich aber noch immer um Adaptionen altgedienter Fantasy-Franchises, die vor mehreren Jahrzehnten bereits verfilmt wurden … und dabei wesentlich schlechter ankamen.

Video starten 2:44 Masters of the Universe: Im neuen Trailer treffen He-Man und Skeletor aufeinander, doch nur einer hat die Macht

Lohnt sich für Masters of the Universe ein Kinobesuch?

Und wie schon Dungeons & Dragons hat Masters of the Universe einen Flop eigentlich nicht verdient. Denn selbst, wenn ihr euch nicht für He-Man und Co. interessiert, könnt ihr guten Gewissens einen Blick riskieren. Hier meine Gedanken zu dem Film, zu dem ich eine vollwertige Kritik leider schlichtweg aus Zeitgründen nicht unterbekommen habe:

  • Ihr braucht keine Vorkenntnisse und müsst auch keine Liebe für Masters of the Universe mitbringen. Der Film funktioniert auch so und liefert euch mehr als genug Informationen und Kontext, um euch in dem Universum zurechtzufinden.
  • Masters of the Universe wirkt wie eine Mischung aus Thor und Thor: Ragnarok, erreicht aber nicht ganz das Niveau beider Filme. Es reicht aber immer noch für ein kurzweiliges und spaßiges Action-Spektakel, das sich selbst nicht zu ernst nimmt.
  • Vor allem die handgemachten Effekte, die wirklich detaillierten Kostüme und aufwendigen Sets haben mich beeindruckt, die Eternia echt und greifbar wirken lassen. Allen voran etwa Bösewichts-Lakai Trap Jaw, der wirklich zum fürchten aussieht, während man den durchaus überdrehten Look der animierten Vorlage ziemlich gekonnt in die Realverfilmung übertragen konnte.
  • Der Cast aus Nicholas Galitzine (Adam), Camila Mendes (Teela), Idris Elba (Duncan), Alison Brie (Evil-Lyn) und Co. hat spürbar Spaß an dem Geschehen. Und so sehr es mich auch schmerzt, es zuzugeben: Jared Leto (seufz) schafft es, einen recht spaßigen Skeletor auf die Leinwand zu bringen, bei dem man ihn zum Glück nahezu nicht erkennt.
  • Masters of the Universe ist bei Weitem kein perfekter Film. Teilweise streckt er sich zu sehr, verheddert sich in seinen leicht widersprüchlichen Aussagen oder reitet zu oft und zu lang auf den immer gleichen Witzen herum. Wenn euer Herz für He-Man schlägt oder gerade eh einen Kinoausflug plant, könnt ihr guten Gewissens einen Blick riskieren.

Übrigens: Während sich Masters of the Universe und auch der neueste Star-Wars-Film The Mandalorian & Grogu aktuell schwer tun, triumphieren dafür zwei Underdogs an den Kinokassen. Sowohl Obsession als auch Backrooms wurden von zwei jungen Nachwuchs-Regisseuren gedreht und gehen komplett steil. Mehr dazu könnt ihr unter den Links oben nachlesen.

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