Wie sähe die Welt der Videospiele wohl heute aus, wenn es nie eine Pferderüstung für Oblivion gegeben hätte? Diese einst so kontroversen Items gehören zu den ersten Mikrotransaktionen überhaupt, die für schmale zwei Dollar ins Spiel Einzug hielten. Hätten wir dann heute Dinge wie Season Passes, Lootboxen oder kosmetische Bundles für über 20 Euro?
Wahrscheinlich schon, es war nur eine Frage der Zeit. Aber Bethesda waren eben vorne dabei und haben mit den Pferderüstungen prompt einen gewaltigen Shitstorm losgetreten. Gekauft wurde die Rüstung übrigens trotzdem millionenfach.
Mit dem Remaster des Rollenspiels macht Bethesda diesen legendären Fehltritt quasi wieder gut, denn die beiden Pferderüstungen sind hier von Anfang an im Spiel. Komplett verzichtet der Publisher aber nicht darauf, mit derartigen Gegenständen noch etwas mehr Geld zu verdienen – denn ein zweites Set an Pferderüstungen gibt jetzt ebenfalls.
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Jede Menge Pferderüstungen
Alle Zusatzinhalte, die es jemals für Oblivion gab, sind auch in der Standardedition des Remasters enthalten. Das inkludiert neben den beiden großen Erweiterungen Shivering Isles und Knights of the Nine eben auch die infamen Pferderüstungen.
Die ersten beiden davon waren eine Stahl- und eine Elfenrüstung für euer Pferd, die es bei den Ställen der Kaiserstadt zu holen gab. Das erste Set ist damals wie heute im Spiel kostenlos, ihr müsst nur die Stallbesitzerin danach fragen und bekommt die Rüstung dann geschenkt:
Wenn euch das aber nicht reicht, gibt es abermals eine kostenpflichtige Pferderüstung. Oder eben wieder zwei wie früher. Allerdings nicht wie damals als schnöde Mikrotransaktion, sondern als Upgrade auf die Deluxe Edition.
Das steckt in der Deluxe Edition
Für 55 Euro bekommt ihr auf Steam oder für die Konsolen die Standardedition von Oblivion Remastered, es gibt aber natürlich noch ein dickeres Paket. Die Deluxe Edition führt neben zwei Rüstungssets und sechs Waffen auch zwei neue Pferderüstungen ein. Eine im Stil des Gottes Akatosh und eine im Stil des Daedra-Fürsten Mehrunes Dagon.
Die Deluxe Edition kostet statt 55 Euro ganze 65 Euro, ihr könnt euch die Inhalte aber auch später noch als Upgrade für die normale Version zulegen und zahlt dafür ebenfalls 10 Euro drauf.
Ob ihr das wirklich machen wollt, liegt ganz an euch. Bethesda verspricht auch kleine Quests für das ganze Geraffel, aber erhofft euch lieber nicht zu viel. Ohnehin ist es in einem Rollenspiel wie Oblivion immer deutlich befriedigender, sich Ausrüstung durch Spielen zu verdienen.
Ein Aufschrei wie vor 19 Jahren ist in diesem Fall nicht zu erwarten. Viel mehr ist die Pferderüstung inzwischen derart ikonisch, dass die erneute Implementierung auch als freundliches Augenzwinkern betrachtet werden kann. Aber die millionenfachen Verkäufe der ersten Pferderüstungen haben sicherlich auch ihren Teil dazu beigetragen.
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