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»Hört auf, Battle Royales zu machen« - Helldivers-Chef hat harte Worte für den Zustand der Spielindustrie

Arrowhead-Präsident Johan Pilestedt kritisiert die Entlassungswellen in der Branche. Allein 2024 wurden laut Schätzungen etwa 15.000 Menschen entlassen.

Wenn es nach Johan Pilestedt geht, braucht es keine weiteren Tarkovs. Wenn es nach Johan Pilestedt geht, braucht es keine weiteren Tarkovs.

Die Spielindustrie ist ein hartes Pflaster. Entlassungswelle nach Entlassungswelle überrollt die Unternehmen. Studios werden geschlossen, Entwicklungen von Spielen eingestampft. Johan Pilestedt, der Creative Director von Helldivers 2, findet während der GDC 2025 harte Worte für den Zustand der Branche.

»Das ist unnötig brutal«

Bei einem Panel auf der diesjährigen Game Developers Conference verschafft sich Pilestedt im Gespräch mit Journalisten von Eurogamer und PC Gamer Luft.

Die Spieleindustrie ist in einem Teufelskreis aus Tod und Wiedergeburt gefangen. Ab und zu entlassen wir plötzlich Tausende von Leuten, und dann versteht niemand mehr, warum. [...]

Wir werden immer wieder diesen Kreislauf aus Tod und Wiedergeburt durchlaufen, aber er ist unnötig brutal, weil wir nicht ausreichend diversifizieren. Wir müssen häufiger unterschiedliche Spiele entwickeln, weil die Leute mehr spielen als je zuvor. Und trotzdem schaffen wir es nicht, im Geschäft zu bleiben. Es ist lächerlich.

Wenn alle aufhören würden, Battle Royales zu machen und stattdessen [andere] Spiele entwickeln würden, wären wir nicht in dieser Lage.

Video starten PLUS 27:09 Der große DevPlay-Ausblick: Wie geht's 2025 in der Spiele-Branche weiter?

Laut Pilestedt müsse die Industrie häufiger Risiken in Kauf nehmen. Die Köpfe der Unternehmen gingen zu oft auf Nummer sicher und eiferten zu sehr Trends hinterher, die am Ende alle in derselben Nische konkurrieren.

Wir sind in einem Geschäft, in dem man Risiken eingeht, und wenn man keine Risiken eingeht, wird man auch nie Erfolg haben. Nur wenige glaubten, dass Helldivers etwas erreichen würde, und doch sind wir hier.

Zu viele Spiele würden versuchen, große Spielerschaften zufriedenzustellen und blieben dabei zu nah an den Dingen, die es bereits gibt. Er erläutert diesen Gedanken an einem Beispiel:

Ich liebe Escape from Tarkov, aber wenn ich Escape from Tarkov etwas mehr nach meinem Geschmack machen würde, würde ich trotzdem einfach ein weiteres Escape from Tarkov machen. Und ich könnte nicht mithalten, weil die Leute lieber Escape from Tarkov spielen würden als mein Escape from Tarkov. [...]

Entwickelt eure Spiele entsprechend der Grundlage und dem Stil eures Studios. Kopiert nicht andere, sondern überlegt, was ihr machen möchtet, und geht ein Risiko ein.

Aus der Position eines geglückten »Risiko«-Projekts wie Helldivers 2 mögen solche Forderungen einfach zu stellen sein. Dennoch sprechen die letzten Jahre der Industrie ein eindeutiges Bild. Besonders Branchen-Giganten wie Ubisoft und Sony kamen in den letzten Monaten ins Straucheln. Mehr dazu lest und hört ihr in den oben verlinkten Artikeln und Podcasts.

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