Die Sims 5 darf kein Online-Albtraum werden

Dass Die Sims 5 den Fokus auf Multiplayer legen wird, gilt als sicher. Das hieße aber auch, dass die eigentlichen Probleme von Die Sims 4 ungelöst blieben.

von Michael Graf, Natalie Schermann, Géraldine Hohmann,
09.04.2022 08:00 Uhr

Die Sims von Natalie, Géraldine und Micha: So sieht Expertise aus. Natalie möchte sich an dieser Stelle über die magere Frisurenauswahl beschweren. Die Sims von Natalie, Géraldine und Micha: So sieht Expertise aus. Natalie möchte sich an dieser Stelle über die magere Frisurenauswahl beschweren.

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Die Sims 5 wird wahrscheinlich ein »Live-Service« mit Multiplayer-Schwerpunkt. Das hat Andrew Wilson, der Geschäftsführer von Electronic Arts, 2020 bei einem Investoren-Call angedeutet, dann fahndete das Sims-Team mit Stellenausschreibungen nach erfahrenem Personal für »reaktionsschnelle, belastbare, massiv skalierbare und global verfügbare Webservices für Millionen Spieler«.

Da läuft's einigen von euch wahrscheinlich kalt den Rücken runter, und damit seid ihr nicht alleine: Im Podcast diskutieren Micha, Géraldine und Natalie, welche Schattenseiten die Online-Zukunft von Die Sims 5 haben könnte - und was wir uns lieber wünschen würden.

Letzteres ist leicht zu beantworten: Eine in allen Belangen verbesserte Version von Die Sims 4, unter anderem in folgender Hinsicht:

  • Bessere DLC- und Addon-Politik
  • Ein bereits umfangreiches Grundspiel
  • Open World statt Shared World
  • Simulation mit mehr Tiefgang
  • optionaler (!) Multiplayer

Dass wir das bekommen, ist nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich. Denn jüngst kündigte die Maxis-Chefin Catharina Mallet im EA-Blog an, man wolle Die Sims 4 noch jahrelang mit Inhalten versorgen, während man gleichzeitig »die Zukunft der Sims« errichte.

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Das kann man in zwei Richtungen interpretieren: Entweder ist Die Sims 5 noch so weit weg, dass EA den Goldesel Sims 4 bis dahin noch weiter mit Inhalt bepacken kann. Oder Die Sims 5 setzt spielerisch derart andere Schwerpunkte, dass es mit Die Sims 4 koexistieren kann, weil es andere Geschmäcker bedient. Es wird also gar kein besseres Sims 4, sondern eine andere Art Sims.

Wie diese »andere Art Sims« aussehen könnte, skizziert des Teufels Advokat Micha mit Blick auf einen Branchenprimus - nämlich Roblox! Der bei Kindern beliebte Spiele-Baukasten schafft etwas, von dem viele Publisher träumen: Er monetarisiert die Kreativität seiner Community. Nun, kreativ wäre die Sims-Community ebenfalls - und monetarisierbar sowieso, siehe DLCs.

Warum also nicht das Prinzip von Die Sims mit Roblox verheiraten und Sims 5 zu einer Art Baukasten-Plattform umgestalten?

Blöd nur, dass bei dieser Zukunftsvision klein Platz wäre für drei Dinge, die Sims stets ausgezeichnet haben: Cheats. Freies Modding. Und Offline-Singleplayer (zumindest ohne Zusatzkosten).

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