50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

In Potions, Please! versucht ihr, eure 400 Jahre alte Tante wiederzubeleben und zettelt dabei vielleicht einen Krieg an

In der Shop-Simulation verändert ihr mit dem Verkauf von Tränken die Welt um euch herum. Doch Achtung, je nachdem, wem ihr das Gebräu gebt, wird das vielleicht irgendwann ungemütlich.

In Potions, Please ist der Name Programm! In Potions, Please ist der Name Programm!

Ich bin ehrlich: Würde meine Jahrhunderte alte Tante an ihrem eigenen Wiederbelebungstrank scheitern und mir nur deswegen ihren Laden mit all seinen Problemen überlassen, könnte sie bleiben, wo der Pfeffer wächst.

Da ihr in Potions, Please! aber ein guter Verwandter dritten Grades seid und/oder keine andere Wahl habt, übernehmt ihr den Laden. Irgendwer muss in der cozy Shop-Simulation des australischen Entwicklerstudios Intr doch den sprichwörtlichen Karren aus dem Tränkesumpf ziehen.

Mein Gebräu, dein Gebräu 

Obwohl der Laden »Madam Marigold’s Potion Emporium & Goat Rental« heißt und eine Ziege auf dem Firmenlogo hat, braut ihr nur Tränke und vermietet keine Ziegen. Es gibt nämlich keine. Ihr sollt auch nicht nach Ziegen suchen. Ihr sollt auch nicht daran denk- oh. 

Egal, zurück zu den Tränken. Von denen gibt es bis zu 50 Stück. Sie alle haben unterschiedliche Wirkungen. Ausdauertränke helfen den Bauern, mehr Ernte einzufahren, Muttränke machen auch aus dem größten Feigling einen Helden und mit Schwebetränken könnt ihr irgendwann Kühe fliegen lassen. 

Stärkere Tränke schaltet ihr später frei. Stärkere Tränke schaltet ihr später frei.

Während das Brauen selbst einfach gehalten ist (ihr schüttet alles zusammen und wartet, was passiert), ist die Wirkung der Tränke umso wichtiger. Nicht nur, dass ihr manchmal eure Kunden in Kröten verwandelt, auch die Frage, wer welche und wie viele Tränke bekommt, macht einen Unterschied. Verkauft ihr den Bauern viele Ausdauertränke, kurbelt das natürlich massiv die Ernteproduktion an. Denn je länger die Farmer dank eures Gebräus arbeiten können, desto mehr Ernte fahren sie ein.

Am besten, ihr schaut euch das ganze Konzept ganz bequem im Trailer an:

Video starten 1:58 Potions, Please! Die Shop-Simulation zeigt uns weltexklusiv seinen ersten Trailer

Haftungsausschluss

Gleichzeitig könnte es aber sein, dass die Kriminalstatistik im Bereich der Hühnerdiebstähle nach oben schießt, wenn ihr die Goblins zu glücklichen und loyalen Kunden macht. Zur Sicherheit eures Etablissements solltet ihr aber jegliche Mitschuld an diesen abhanden gekommenen Hühnern abstreiten. 

Auch für mögliche Kriege mit Nachbardörfern und -Staaten übernehmt ihr keine Haftung! Was könnt ihr denn dafür, wenn der Ork-Häuptling so richtig aufdreht, nachdem ihr ihm die gewünschten Bewegungs-Booster-Tränke liefert? Vielleicht könnt ihr ihm sogar das Verschwinden eurer Kunden anhängen, die durch ein Missgeschick in Kröten verwandelt werden?

Zutaten für eure Tränke könnt ihr in der Welt sammeln, anbauen oder jagen. Zutaten für eure Tränke könnt ihr in der Welt sammeln, anbauen oder jagen.

Apropos: Euer Vorrat an Krötenaugen geht langsam zur Neige … 

Je nachdem wem, was und wie viel ihr an Tränken liefert, verändert sich euer Ruf im Städtchen. Vor allem eure über die Ländereien herrschende Königin dürfte sich zwar über mehr Ernte freuen, könnte aber bei möglichen Ork-Invasionen in Nachbarländer etwas verstimmt reagieren.

Für die Bewegungen der Dorfbewohner im Spiel und im Trailer haben sich die Entwickler übrigens selbst in die Motion-Capture-Anzüge geschmissen. Wie das aussieht, seht ihr hier:

Video starten 1:48 In Potions, Please mussten die Entwickler ihre Stehlampe streicheln, damit es im Spiel echt aussieht

Achtung, Lama-Betrugsmasche

Reagenzien für eure Tränke müsst ihr übrigens selbst sammeln, anpflanzen oder – etwa im Fall der schreienden Alraunen – jagen. Dazu bekommt ihr ein paar Werkzeuge und Waffen an die Hand, mit denen ihr allerlei Flora, Fauna und wozu auch immer Alraunen und Co gehören, in Zutaten umwandeln könnt. Damit ihr für eure Mittelchen aber nicht stundenlang in den nächsten Sumpf stampfen müsst, solltet ihr euch das regional geschätzte Fortbewegungsmittel (ja, es ist wirklich ein Lama, wie im Trailer zu sehen) zulegen.

Doch Achtung, die ortsansässige Lama-Vermietungsfirma ist sich ihres Monopols bewusst und nutzt ihre Stellung nach Strich und Faden aus. Außerdem waren die flauschigen Tiere schon immer von der verräterischen Sorte. Passt also auf, dass sie euch nicht abhauen – sonst bekommt ihr die Kaution nicht wieder!

Spucken tut es nicht - dafür abhauen! Spucken tut es nicht - dafür abhauen!

Warum es überhaupt ein Monopol an Lama-Abzockern gibt, ob wirklich eine Untergrundverschwörung mit Ziegen-Beteiligung (denkt nicht an die Ziege!) existiert und was ihr sonst noch an Geheimnissen im Städtchen lüften könnt, erfahrt ihr im Rahmen von Nebenquests und je nachdem, wie intensiv ihr in Gesprächen per diversen Dialogoptionen nachbohrt. 

Gemeinsam braut sich′s besser

Abseits der Nebenquests und des Lama-Kautions-Betrugs könnt ihr euch in  Fogbottom-on-Flask die Zeit aber auch mit allerlei anderer Sachen vertreiben. Etwa dürft ihr bis zu drei weitere Freunde in euren Shop einladen, damit sie auch mit anpacken, Tränke brauen und verkaufen, Reagenzien sammeln oder gemeinsame Tanzpartys auf dem Grab eurer Tante veranstalten.

Auf Wunsch vieler Testspielerinnen und -spieler könnt ihr auf Tante Marigolds Grab tanzen. Auf Wunsch vieler Testspielerinnen und -spieler könnt ihr auf Tante Marigolds Grab tanzen.

Alternativ könnt ihr den Shop nach Lust und Laune dekorieren, im Gewächshaus eure Reagenzien züchten und Armor spielen, indem ihr per Liebestrank NPCs miteinander, äh … näher bekannt macht. Wer weiß, vielleicht bleiben sie sogar verheiratet, wenn die Wirkung des Tranks abgeklungen ist.

Nach dem Release von Potions, Please! sollen außerdem noch eine ganze Menge Updates folgen, sodass sich die Stadtbewohner vielleicht sogar irgendwann in euch verlieben.

Zu Release braucht ihr für das Durchspielen der reinen Hauptstory etwa vier bis fünf Stunden. Packt ihr noch die Nebenquests dazu, seid ihr etwa bei acht Stunden Spielzeit. Wenn ihr dann noch anfangt, mit Freunden euren Shop auf links zu drehen, so richtig in dem Tränkebusiness aufblüht oder weitere Enden freizuspielen, könnt ihr euch vermutlich in einer Endlosschleife verlieren.

Potions, Please! soll auf Steam, Nintendo Switch 1 und 2 und PlayStation 5 erscheinen, gegebenenfalls folgen noch weitere Plattformen. Ein Releasedatum gibt es noch nicht.

Fazit der Redaktion

Mary Marx
@zaizencosplay

Obwohl wir Potions! Please bisher noch nicht selber anspielen konnten, klingt die Idee, eine Fantasy-Mittelalter-Welt mit einer handvoll Tränken zu beherrschen, richtig gut. Es ist vor allem die Fülle an Möglichkeiten, Probleme zu lösen oder Fraktionen zu stärken, die Potions, Please! so verlockend macht. 

Die größte potenzielle Stärke des cozy Shop-Simulators ist gleichzeitig aber auch sein größter Stolperstein. Denn sollte sich die Einflussmechanik und das Ruf-System nicht befriedigend anfühlen, geht das größte Alleinstellungsmerkmal verloren. Ich bin gespannt, wie abwechslungsreich die Suppe am Ende ist, die uns die Entwickler hier kochen. Bis dahin erfreue ich mich aber schon an den wirklich hervorragend geschriebenen Dialogen. 

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