Unser Unterbewusstsein ist mächtig. Manchmal reicht ein einziges Bild aus, um lang verschüttete Erinnerungen wachzurufen – so ging es mir heute.
In meinem Fall war es das Bild einer PSP, auf der jemand Musik abspielt. Der blaue Hintergrund, das kleine Album-Icon und das Kopfhörerkabel haben in mir verlorengegangene nostalgische Gefühle geweckt. Es geht nicht nur mir so, glaubt man den Kommentaren unter dem Post.
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Und dann fiel es mir wieder ein: Noch bevor es Smartphones gab, habe ich eine (nicht meine, aber die Pointe kommt zum Schluss) PSP genau so verwendet, wie ich heute mein Handy benutze.
Kommt mit mir auf eine Reise in die Vergangenheit.
PSP: Das Smartphone, bevor es Smartphones gab
Ich habe früher in einem Vorort von Karlsruhe gewohnt und musste jeden Morgen mit der Straßenbahn zu meinem Ausbildungsbetrieb fahren. Immer mit dabei: Musik, eigentlich in Form eines MP3-Players (kennt ihr noch die Modelle, die aussahen wie eine Bohne oder USB-Stick?).
Mein bester Freund hatte sich Mitte der 2000er eine PSP gegönnt und ich durfte mir sie ausleihen – und plötzlich habe ich sie dauernd mit mir herumgetragen.
Vieles, was ich heute mit dem Handy mache, habe ich damals mit der PSP gemacht.
- In der Straßenbahn habe ich zu Metal wie Sonata Arctica oder Classic Rock wie Deep Purple den Kopf im Takt geschüttelt.
- Im Pausenraum bin ich dann in GTA 3 mit einem Sportwagen über Bürgersteige gebrettert.
- Abends im Bett habe ich alte Folgen von Dragon Ball geschaut (wir fragen nicht, woher ich die hatte).
Zocken, Musik hören, Videos schauen: Genau das mache ich heute noch mit dem Handy.
Theoretisch hätte man auch mit der PSP telefonieren können – via Skype. Genutzt habe ich das allerdings nicht. Generell war mit dem Handheld noch viel mehr möglich, dank des integrierten Browsers.
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Nicht nur ein nostalgischer Funke
Nostalgie kann eine harte Droge sein, aber ein Blick in die Kommentare zeigt mir: früher war das Internet vielleicht wirklich besser.
Ein Kommentator schreibt: »Keine KI und keine virtuellen Assistenten? Dann bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als Spaß zu haben«. Ein anderer fügt hinzu: »Alles ohne Bullshit-Werbung«.
Auch der Originalposter hat den Beitrag unter der Überschrift »Das Leben kann nicht besser sein als das« abgesetzt. Mit nur vier Bildern hat der PSP-Spieler einer ganzen Reihe von Spielerinnen und Spieler einen Blast from the Past beschert – und ich bin liebend gerne einer von ihnen.
Neulich gab ich zu: Ich greife immer noch gern zum 3DS. Begründet habe ich das mit der Batterielaufzeit und der Ergonomie, aber natürlich gehört da auch das Fünkchen Nostalgie dazu.
Für meine PSP muss ich mir erst einen neuen Akku besorgen. Vielleicht gehe ich das Projekt demnächst mal an, denn zocken ohne KI oder Werbung klingt einfach zu gut – und für Videos und Musik nehme ich dann einfach mein Handy her.
Achso, und nehmt die PSP nicht in der Hosentasche mit. Das gibt nur Staub unterm Display (ja, wir sind trotzdem noch befreundet).
Bei welchem Gerät (oder Spiel oder Film) werdet ihr so richtig nostalgisch? Verratet es mir in den Kommentaren.
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