Spider-Man, The Odysse - und Fallout.
Große Film- und Fernsehereignisse sind inzwischen auch für Videospiel-Publisher interessant, selbst wenn es sich um keine direkte Spieleumsetzung handelt.
Denn nachdem Millionen Menschen auf Streaming-Portale und in Filmhäuser geströmt sind, schwappt die Zuschauerwelle rüber zu Steam und anderen Spieleplattformen. Assassin's Creed: Odyssey hat im Zuge der Veröffentlichung von Christopher Nolans gleichnamigen Filmepos seine Steam-Spielerzahlen mal flugs verdoppelt, bei Marvel's Spider-Man Remastered fiel der Sprung von in der Spitze 7.466 auf 19.062 gleichzeitig aktiven Spielern sogar noch gewaltiger aus.
Hypes wie diese können einem Spiel einen zweiten Frühling bescheren. So geschehen auch 2024, als Amazons TV-Serie zum postapokalyptischen Rollenspiel Fallout Rekorde brach - und bis zu 190.000 Spieler gleichzeitig wieder in das aktuellste Spiel der Reihe reinschauten.
Das war das zu diesem Zeitpunkt bereits neun Jahre alte Fallout 4 - denn Bethesda hatte es schlicht versäumt, die Begeisterung mit einem sogenannten Movie Tie-In abzuschöpfen. Diese strategische Lücke lässt mich bis heute perplex zurück.
Statt die eigenen Goldesel zu pflegen, hat Bethesda Game Studios fast zehn Jahre lang alles auf eine einzige Karte gesetzt. Starfield sollte das neue Flaggschiff werden. Heute sehe ich in diesem Projekt den größten Fehlgriff der jüngeren Studiogeschichte, der nur schwer wieder auszubügeln sein wird.
Ein Universum ohne Seele
Die Schwächen von Starfield erklären sich aus Bethesdas eigener Geschichte. Die eigentliche Stärke des Studios lag stets im Bauen von handgemachten Welten. Ich erinnere mich gut daran, wie organisch sich die Erkundung in Skyrim oder Fallout 3 anfühlte. Man sah eine Ruine am Horizont und ließ sich treiben.
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