Radeon RX 5000 Navi: Foto von zwei vermuteten Custom Designs

AMD hat die Radeon RX 5000-Serie aka Navi vorgestellt. Die 7nm-Chips sollen das für Grafikkarten werden, was Ryzen bei den Prozessoren geschafft hat. Update: Asrock stellt vermutlich die ersten Custom-Designs zur Schau.

von Florian Klein,
28.05.2019 10:32 Uhr

Asrocks Grafikarten-Konzepte könnten die ersten Custom-Designs der AMD Radeon-RX-5700-Reihe sein. (Bildquelle: HWBattle.com) Asrocks Grafikarten-Konzepte könnten die ersten Custom-Designs der AMD Radeon-RX-5700-Reihe sein. (Bildquelle: HWBattle.com)

Update 28.05.2019: ASRock stellt auf der Computex zwei Konzept-Grafikkarten aus, bei denen es sich sehr wahrscheinlich um erste Custom-Designs der Radeon RX 5700 handelt.

Die beiden Karten, die derzeit auf dem Stand von Asrock besichtigt werden können, sind als Triple-Slot-Modelle angelegt und besitzen keine DVI-Anschlüsse - mehr Infos dazu gibt es bislang nicht.

AMD hat die neue Radeon RX 5000 Serie aka Navi angekündigt - die 5000 soll dabei laut AMD-Chefin Lisa Su eine Referenz an AMDs 50jähriges Bestehen dieses Jahr sein. AMD hat die neue Radeon RX 5000 Serie aka Navi angekündigt - die 5000 soll dabei laut AMD-Chefin Lisa Su eine Referenz an AMDs 50jähriges Bestehen dieses Jahr sein.

Originalmeldung 27.05.2019: AMD hat offiziell den Release der Radeon RX 5000-Serie (bekannt unter dem Codenamen Navi) angekündigt - dazu hat AMD den Launch und Verkaufsstart zumindest einer Radeon RX 5700 für den Juli 2019 bestätigt.

Eine konkrete Navi-Grafikkarte mit Preisen und Specs gab es auf der Computex-Eröffnung zwar nicht zu sehen, allerdings sollen genaue Infos zur RX 5000-Serie am 10. Juni 2019 auf AMDs Next Gen Gaming Event auf der E3 veröffentlicht werden.

Die Ryzen 3000-Prozessoren wurden dagegen mit genauen Modellen, Specs und Preisen vorgestellt.

Ryzen für Grafikkarten

Navi in der RX 5000 soll bei den Grafikkarten das werden, was Ryzen bei den Prozessoren war - eine Abkehr von der alten GCN-Architektur und ein laut AMD-Chefin Lisa Su grundlegend neues Design. Die neue RDNA-Architektur soll die Basis für das nächste Gaming-Jahrzehnt werden.

RDNA-Architektur

Die kommende Radeon-Architektur heißt nun RDNA, wobei das R für Radeon steht. Für RDNA sollen die Compute Units (in denen die Shader-Einheiten organisiert sind) für die Navi-Grafikkarten neu entwickelt worden sein, vor allem im Hinblick auf mehr Performance pro Takt (IPC, Instructions per Clock) sowie auf (Energie-)Effizienz.

Auch die Cache-Speicher-Organisation will AMD optimiert haben, um geringere Latenzen innerhalb der Grafik-Pipeline zu erreichen, dazu sollen höhere Taktraten kommen - im Fokus der RDNA-Entwicklung standen laut Lisa Su mehr Takt, mehr Performance pro Takt und höhere Effizienz.

Konkrete Verbesserungen der RX 5000 im Vergleich zu den Vega-Karten wie der Radeon VII oder Vega 56 und Vega 64:

  • 25 Prozent mehr Performance pro Takt (IPC)
  • 50 Prozent bessere Energieeffizienz

10 Prozent schneller als RTX 2070

Einen Vergleichs-Benchmark einer (bislang nicht konkreten) Radeon RX 5700 Navi gegen eine Geforce RTX 2070 zeigte AMD ebenfalls: Im wenig bekannten Spiel Strange Brigade sei die RX 5700 zehn Prozent schneller als die RTX 2070 - das Spiel gilt zudem als Titel, der bereits mit der GCN-Architektur der aktuellen Radeons sehr gut skaliert.

Aufgrund der Benchmark-Wahl für die Präsentation erwarten wir eher eine Performance der RX 5700 grob auf dem Niveau der RTX 2070 - je nach Spiel teils drüber, teils drunter.

AMD zeigte einen Vergleichs-Benchmark der RX 5700 gegen die RTX 2070 nur im relativ unbekannten Spiel Strange Brigade - hier soll die Navi-Grafikkarte zehn Prozent schneller sein als die RTX 2070. AMD zeigte einen Vergleichs-Benchmark der RX 5700 gegen die RTX 2070 nur im relativ unbekannten Spiel Strange Brigade - hier soll die Navi-Grafikkarte zehn Prozent schneller sein als die RTX 2070.

Mit PCI Express 4.0

Passend zu den ebenfalls und konkreter angekündigten Ryzen 3000-Prozessoren, die PCIe 4.0 beherrschen, wird auch die Radeon 5700-Serie den neuen Standard unterstützen, der eine Verdoppelung der Bandbreite gegenüber PCIe 3.0 bringt - sie sind damit die ersten PCIe-4.0-Grafikkarten.

In einem bislang unveröffentlichten Spezial-Benchmark von 3DMark, der speziell die PCIe-Bandbreite testen soll, sprach AMD im Zuge des Ryzen 3000-Teils der Computex-Keynote von einer Verbesserung von 69 Prozent im Vergleich zu PCIe 3.0.

Allerdings ist der Benchmark bislang nicht veröffentlicht und synthetisch - ob Spiele wirklich schon von einem PCIe-4.0-System mit passender Navi-Grafikkarte profitieren, lässt sich daraus nicht ableiten.

Konkrete Infos zur Radeon RX 5000-Serie will AMD am 10. Juni im Rahmen der E3 geben - der Verkaufsstart soll im Juli erfolgen. Konkrete Infos zur Radeon RX 5000-Serie will AMD am 10. Juni im Rahmen der E3 geben - der Verkaufsstart soll im Juli erfolgen.

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