Rainbow-Six-Spieler finden einen Bug, wollen ihn aber behalten

Nicht alle Bugs sind schlecht. Die Spieler von Rainbow Six: Siege haben einen gefunden, der neue taktische Möglichkeiten eröfffnet.

von Mathias Dietrich,
28.02.2020 14:51 Uhr

You can roll a grenade under the wall between Hallway and Meeting Room on Consulate (R6Fix link in comments) from r/Rainbow6TTS

Die Spieler von Rainbow Six: Siege haben auf dem Testserver einen Bug gefunden, der es erlaubt, Feinde durch verstärkte Wände hindurch mit Sprengstoff zu töten. Den Fehler finden sie aber so toll, dass sie ihm am liebsten behalten wollen.

Auf den Bug machte der Nutzer Shayeta mit einem Video aufmerksam, das ihr zu Beginn dieser News sehen könnt. In dem Clip zerschießt er den Boden vor einer Wand und rollt eine Granate hindurch, die somit auf der anderen Seite explodiert und Schaden anrichtet.

Ein populärer Fehler: Bei der Community ist das Problem durchaus beliebt. Swagduck69 antwortete auf den entsprechenden Thread mit der Ansage »Lass das drin! Das ist genial!« und erhielt innerhalb eines Tages dutzende Upvotes der anderen Nutzer. Weitere Spieler schließen sich an und erklären, der Fehler müsse zum Feature werden.

Bug oder Feature?

Hat Ubisoft das absichtlich gemacht? Da diese Vorgehensweise realistisch und logisch erscheint, fragen sich die Spieler, ob es sich dabei überhaupt um einen Bug handelt. Die anderen Wände im Spiel besitzen jedoch eine unzerstörbare Metallabgrenzung im Boden, um genau solche Vorgehensweisen zu unterbinden. Von daher ist davon auszugehen, dass Ubisoft dieses Feature so nicht geplant hat.

Welche Auswirkungen hat das auf das Spiel? Mit dieser neu gefundenen Taktik ist es möglich, feindliche Spieler auch hinter unzerstörbaren oder verstärkten Wänden zu töten. Genauso lassen sich auf diese Art und Weise Gadgets auf der anderen Seite zerstören. Wenn ihr so zum Beispiel den Störsender von Mute zerstört, könnt ihr darauf die Wand mit Hibana oder Thermite beschädigen.

Ubisoft rekrutiert Spieler gegen Bugs: Bei der Suche nach Fehlern setzt Ubisoft über sein Bughunter-Programm auf die Spieler selbst. Erst im Februar 2020 setzte man eine Belohnung auf neue Informationen zu einem berüchtigten Exploit um den Operator Clash aus, der mittlerweile zum vierten Mal behoben werden musste.

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