Ein teurer Bücherdiebstahl gibt seit vielen Jahren Rätsel auf. Nicht mal der genaue Zeitpunkt des Verbrechens ist bekannt – irgendwann zwischen 1982 und 1989 wurden aus einem Anwesen auf Long Island, New York, 28 historisch bedeutsame Schriftstücke gestohlen. Darunter waren auch Briefsammlungen von den Dichtern Oscar Wilde und John Keats.
Nun wurde bekannt, dass mehr als die Hälfte der gestohlenen Buchsammlung 2025 wieder aufgetaucht sind. Und zwar, weil jemand versucht hat, sie zu verkaufen – aber bei dieser Person kann es sich auf keinen Fall um den Dieb handeln.
Wer hat was gestohlen?!
Die Sammlung kam in Manhattan zurück ans Tageslicht, als ein junger Mann versuchte, sie an Händler zu verkaufen, die auf seltene Bücher spezialisiert sind. Die wiederum wussten, dass es sich um gestohlene Ware handelte, die eigentlich der Familie des Verlegers John Hay Whitney gehörten.
Sie verständigten also den zuständigen Staatsanwalt des Bezirks, der einen Durchsuchungs- und Sicherstellungsbefehl ausstellte, berichtet Gothamist. Wie dieser bekannt gab, sollen die Schriftstücke im Wert von rund 3 Millionen US-Dollar in den Besitz der Familie Whitney zurückkehren. Diese will sie dann für einen guten Zweck versteigern.
Der Dieb bleibt weiterhin unbekannt, ebenso mit welchen Methoden es ihm oder ihr gelang, die Sammlung zu entwenden. Der hoffnungsvolle Verkäufer der Bücher kann es nämlich nicht gewesen sein – der Staatsanwalt gab bekannt, der junge Mann sei zum Zeitpunkt des Raubs noch nicht einmal geboren gewesen. Damit steht seine Unschuld ziemlich sicher fest.
Und der junge Mann selbst? Er sagt, er habe die Bücher von seinem Großvater geerbt. Ob es sich dabei um den Dieb handelt, auf welchem Weg die Bücher sonst dort gelandet sein könnten und vor allem, wo sich der Rest der Sammlung befindet, ist weiterhin unklar. Es fehlen weiterhin noch elf der gestohlenen Schriftstücke.
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