Rainbow Six Siege: Wie wichtig sind eure Kills für das Matchmaking?

Ubisoft hat das Matchmaking von Rainbow Six: Siege in einem Blogpost detailliert aufgeschlüsselt und erklärt, welche Rolle eure Kills dabei spielen.

von Mathias Dietrich,
05.08.2020 08:37 Uhr

Das Matchmaking-System von Rainbow Six: Siege unterliegt einem steten Wandel. Das Matchmaking-System von Rainbow Six: Siege unterliegt einem steten Wandel.

Die meisten der Matches in Rainbow Six: Siege werden trotz alternativer Siegmöglichkeiten gewonnen, indem ihr das gesamte feindliche Team erledigt. Doch für das Matchmaking spielen Kills selbst keine Rolle.

Ubisoft stellt das in einem umfangreichen Update zur Funktionsweise des Systems klar und geht dabei auch näher auf die Hintergründe dieser Entscheidung ein.

Wieso ist die Kill/Death-Ratio irrelevant?

Nur Sieg oder Niederlage sind wichtig: Selbst wenn ihr in jeder einzelnen Runde stets vier Feinde ausschaltet, das Match letzten Endes aber dennoch verliert, wird Rainbow Six eure Fähigkeit zu gewinnen als niedrig einschätzen und euch damit einen schlechteren Rang geben. Wer hingegen keinen einzigen Feind tötet, aber dennoch gewinnt, wird als besserer Spieler angesehen.

Dieses Vorgehen wird damit erklärt, dass in Rainbow Six mehr als nur gutes Zielen wichtig ist. Wenn ein Spieler regelmäßig gewinnt, dann muss das einen Grund haben. Dabei kann es sich zum Beispiel um sehr gute Kommunikation und Ansagen handeln. Oder aber ihr unterstützt euer Team anderweitig sinnvoll, wodurch dieses die Runde für sich entscheiden kann.

Komplett nutzlos sind Kills nicht: Da eine der Siegbedingungen nach wie vor ist, das gesamte feindliche Team zu erledigen, erhöht es die Chancen auf einen Sieg, wenn ihr ein sehr guter Schütze seid. Am Ende zählen aber nur Sieg oder Niederlage.

Was hat Auswirkungen auf das Matchmaking?

Der Entwickler nennt eine Reihe von weiteren Punkten, die sich auf eure letztendliche Matchmaking-Wertung auswirken und damit bestimmen, mit welchen Spielern ihr schließlich gemeinsam ein Spiel bestreitet.

  • Sieg oder Niederlage: Allen voran zählt, ob ihr gewinnt oder verliert.
  • Der Skill eurer Mitspieler: Verliert ihr gegen ein viel schlechteres, oder gewinnt gegen ein viel stärkeres Team, wirkt sich das besonders stark auf eure Wertung aus.
  • »Rage-quitting«: Verlasst ihr ein Spiel, bevor es regulär endet, zählt das für euch als Niederlage.
  • Verbindungsprobleme: Ein Disconnect zählt ebenfalls als Niederlage.
  • AFK: Seid ihr inaktiv, wird sich das nachteilig auf euer Rating auswirken.
  • Die Anzahl eurer gespielten Matches: Je mehr Matches ihr gespielt habt, umso sicherer ist sich das Spiel bei eurer Skilleinschätzung. Dadurch ändert sich eure Wertungen im Laufe der Zeit langsamer.
  • Der Start einer neuen Season: Zu Beginn einer jeder neuen Season wird euer Ranking auf einen Mittelwert zwischen dem Standardmäßigen MMR 2500 und eurem zuletzt erreichten Rang angepasst.
  • Cheater: War ein Cheater in eurem Match, wird dieses für ungültig erklärt und euer Rang auf den vorherigen Wert zurückgesetzt. Ganz unabhängig davon, ob ihr gewonnen oder verloren habt.

Das Matchmaking wird angepasst

Das aktuelle System von Rainbow Six: Siege ist nicht statisch, sondern wird im Laufe der Zeit weitere Änderungen erhalten. Gerade das Rollback-Feature sieht sich der Entwickler an. Eine Änderung, die er in Aussicht stellt, ist die Situation, wenn ein Team voller legitimer Spieler gegen einen Cheater gewinnt.

Ziel ist vor allem, die Frustration der Spieler mit dem System zu reduzieren. Um das zu erreichen, bittet Ubisoft um Feedback zum Matchmaking. Das könnt ihr über die verschiedenen Social-Media-Präsenzen des Studios oder über das offizielle Forum mitteilen.

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