Wahrscheinlich sollte ich besser zum Arzt gehen, als diesen Text zu tippen – denn Reanimal hat sich in meine Netzhaut eingebrannt. Ich kann einfach nicht aufhören, an die grandiosen Schauplätze und atmosphärischen Dioramen des Horror-Spielchens zu denken und sehe sie vor meinem inneren Auge flimmern.
Nicht nur ich habe ungeduldig auf Reanimal gewartet, sondern über 60.000 Steam-User: Denn das neue Spiel der Little-Nightmares-Schöpfer hat sich vor seinem Release auf Platz 16 der meistgewünschten Steam-Spiele durchgeschlagen. Könnt ihr euch also am Freitag, den 13. Februar 2026, alle auf angemessen gruselige und tolle (Koop-)Unterhaltung freuen?
Nun ... ganz so einfach ist es nicht. Reanimal ist ein klassischer Fall von: »Ist es denn gut?« – »Kommt ganz drauf an, wer fragt!«
Während mich die Atmosphäre und Bildsprache komplett aus den Latschen hauen, lässt Reanimal spielerisch zu wünschen übrig. Für viele Fans dürfte es deshalb auch nicht das »richtige und bessere Little Nightmares 3« sein. Aber schauen wir uns den märchenhaften Alptraum doch genauer an – keine Sorge, falls ihr keinen Koop-Partner habt: Diesen Test könnt ihr auch alleine lesen.
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Reanimal im Test: So gut ist eines der meist gewünschten Steam-Spiele
Ein Horror-Aufklappbuch zum Mitspielen
Ich habe keine Sekunde daran gezweifelt, dass mich Reanimal mit seiner Atmosphäre direkt um den Finger wickelt. Schließlich haben sich Tarsier Studios bereits mit ihren kleinen Alpträumen unter meine Haut geschlichen.
Während ich in Little Nightmares Six und Mono durch traumhafte Welten begleite, in denen alltägliche Ängste zu tödlichen Monstern mutieren, dreht Reanimal den Spieß um: Das Spiel holt den Horror in eine Welt, die zumindest auf den ersten Blick sehr real wirkt und sogar Parallelen zu unserer Welt aufweist. Inmitten dieses Grauens suchen mein Koop-Partner und ich als kleine Waisenkinder nach unseren verschollenen Freunden.
Mit der Inszenierung treffen die Entwickler erneut voll ins Schwarze: Reanimal ist auf eine grausame Art wunderschön. Herabgekommene Städte treffen auf alltägliche Momente – im Kino steht zum Beispiel noch das Popcorn herum. Auf dem Spielplatz gönnen sich die Kinder eine kleine Verschnaufpause.
Grelle Neon-Lichter tauchen das Dunkel in malerische Lila- und Rot-Töne – in finsteren Zimmern ist mein Feuerzeug und die Laterne des Mädchens meine einzige Lichtquelle.
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