Erinnert ihr euch noch an Red Sonja? Diesen sandigen Fantasy-Streifen mit Arnold Schwarzenegger und Brigitte Nielsen, der trotz oder gerade wegen seiner albernen Präsentation irgendwie zum Filmklassiker geworden ist? Der hat auf jeden Fall ein Remake erhalten und das schneidet bei den Kritikern eher mies ab - aber immer noch besser als das Original.
Die Messlatte lag auf dem Boden
Darum geht's: Im originalen Red Sonja von 1985 will die furchtlose Kriegerin Red Sonja (Brigitte Nielsen) den Tod ihrer Familie rächen und eine böse Königin (Sandahl Bergman) aufhalten, die mit einer magischen Kugel die Welt ins Verderben stürzt. Auf ihrem Weg muss sie sich gegen finstere Krieger behaupten und trifft auf einen muskulösen Prinzen (Arnold Schwarzenegger), der ihr Herz erobern will.
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Red Sonja - restaurierter Trailer zur Fantasy-Verfilmung von 1985
Bei den Kritikern kam die Umsetzung dieser Geschichte allerdings nicht gut an. Auf Rotten Tomatoes finden gerade mal 21 Prozent, dass es sich dabei um einen sehenswerten Film handelt. Bei den Fans sind es immerhin 29 Prozent.
Kritisiert werden etwa die schauspielerische Leistung sowie die alberne Umsetzung, während sich der Film dabei viel zu ernst nimmt. Gleichzeitig sei der Film nicht albern genug, um aus einer ironischen Perspektive wieder unterhaltsam zu sein. Zu bieten habe der Film nichts als Schwertkämpfe und rohe Muskeln.
Immerhin besser
Das Remake hatte es also leicht, seinen Vorgänger zu übertrumpfen - und laut den Kritikern ist das auch passiert. 51 Prozent vergaben auf Rotten Tomatoes eine positive Bewertung, was zwar immer noch ziemlich mau ist, aber mehr als doppelt so viel wie beim Original. Bei den Zuschauern sind sogar 65 Prozent glücklich mit dem Film.
Die Handlung des Remakes unterscheidet sich stark: Nach der Vernichtung ihres Volkes gerät Red Sonja (Matilda Lutz) in die Gefangenschaft des tyrannischen Herrschers Dragan der Prächtige
(Robert Sheehan) und wird versklavt. Zusammen mit einer Gruppe Ausgestoßener stellt sie sich ihm und seiner grausamen Gefährtin Dark Annisia (Wallis Day) entgegen, um ihre Freiheit zu erkämpfen.
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Gelobt werden die respektvolle Neuinterpretation des originalen Materials sowie die schauspielerische und insbesondere artistische Leistung der Red-Sonja-Darstellerin Matilda Lutz. Außerdem stößt der ernste Ton dieses Mal auf Gegenliebe, während im Original noch als unpassend wahrgenommen wurde.
Wesentlich ausgeprägter sind jedoch die Schwächen. Besonders über die stumpfen Dialoge und die langweilige Handlung können die Kritiker nicht hinwegsehen. Dazu kommen schwache visuelle Effekte, die vermutlich auf ein geringes Budget zurückzuführen sind, sowie die schauspielerischen Leistungen einiger Charaktere.
Ein weiteres Problem ist der Wiedererkennungswert. Der Kritiker Luke Y. Thompson schreibt dazu: Sofort zum Vergessen... Über den Film von 1985 kann man sagen, was man will, aber man muss zugeben, dass er im Gedächtnis bleibt.
Red Sonja hat es auch beim zweiten Mal nicht geschafft zu begeistern und es darf davon ausgegangen werden, dass das Remake wohl niemals den Klassiker-Status des Originals erreichen wird. Aber vielleicht wird ja 2065 ein neuer Versuch gestartet.
Wenn ihr euch Arnold Schwarzenegger zurückwünscht, solltet ihr in der Box weiter oben vorbeischauen. Dort erfahrt ihr, in welchem neuen Predator-Film er zu sehen ist und welche Rolle er spielt.
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