Resident Evil kehrt in die Kinos zurück und nein, Paul W.S. Anderson oder Milla Jovovich haben nichts damit zu tun. Stattdessen versucht sich mit Zach Cregger (Weapons, Barbarian) ein echter Horror-Spezialist an einer der größten Videospielreihen überhaupt.
Warum Resident Evil nicht die Geschichte der Spiele neu erzählt
Und dafür trifft Cregger die ein oder andere Entscheidung, die bei so manchem Spiele-Fan für Stirnrunzeln sorgt. So legt Resident Evil (wie der Filmtitel lautet) nicht einfach die Abenteuer von Chris Redfield, Jill Valentine oder Leon S. Kennedy neu auf, stattdessen bekommen wir eine Geschichte, die sich parallel zu der Vorlage abspielen könnte.
Hier liegt die Betonung auf könnte. Denn Creggers Film knöpft sich das Setting von Raccoon City vor, verfrachtet das aber nicht nur in den Winter, sondern auch noch aus den 90ern in die Gegenwart. Im Gespräch mit IGN gibt der Regisseur zu, dass er der Ansicht war, dass seine Entscheidungen beim Publikum besser ankommen würden:
Ich glaube, ich war sehr naiv. Ich dachte, Fans der Spiele würden sich – genau wie ich – darüber freuen, dass jemand kommt und Resident Evil einen Survival-Horrorfilm widmet. Ich dachte mir: Das wird großartig.
Ich habe damit das Gefühl, dass wir schon ewig auf Leons Geschichte warten, nicht wirklich gewürdigt. Ich verstehe das und es tut mir leid, dass das nicht die Geschichte ist, die ich erzähle.
Ich verstehe die Frustration. Ich verstehe sie sogar sehr gut, weil ich die vorangegangenen Resident-Evil-Filme nicht gesehen habe, da sie eben nicht dem Resident Evil entsprechen, das ich liebe. Wie könnte ich es also den Fans verübeln, dass sie genauso [über meinen Film] denken?
1:44
Der Mann hinter DEM Horror-Hit 2025 macht Resident Evil zum Kinofilm und jetzt ist endlich der erste Teaser da
Eine Liebeserklärung an die Spiele
Das mittlerweile zweite Reboot und der achte Film für die Kinos zu Resident Evil dreht sich um den Kurier Bryan (Austin Abrams), der eine wichtige medizinische Lieferung in das Herz von Raccoon City zu liefern versucht. Und naja, auf dem Weg dorthin bekommt er es mit allerlei schrecklichen Kreaturen und untoten Viechern zu tun.
Dabei versucht Cregger vor allem das Spielgefühl von Resident Evil auf die große Leinwand zu übertragen. Konkret ist etwa von ständiger Angst, Munitionsknappheit und der Suche nach dem richtigen Fluchtweg die Rede.
Ich hoffe nur, dass sie sich den Film ansehen – ungeachtet ihrer Skepsis oder Enttäuschung darüber [...]. Und, dass sie sich beim Anschauen des Films verstanden fühlen und all die Liebe zu den Spielen erkennen, die in diesem Film steckt. Denn die ist da.
Hier geht es nicht darum, dass ich einfach nur eine Geschichte erzähle und Resident Evil draufklebe, um ein Budget zu bekommen. Hier geht es darum, dass ich eine Resident-Evil-Geschichte erzähle. Ich verstehe den Widerstand, wirklich, denn ich kenne ihn selbst. Und er entspricht echter Liebe.
Resident Evil startet am 17. September 2026 in den deutschen Kinos. Neben Austin Abrams treten Darstellerinnen und Darsteller wie Kali Reis, Paul Walter Hauser, Zach Cherry und Johnno Wilson in kleineren Rollen auf.
Mehr dazu, was sich aktuell sonst in der Kino- und Streaminglandschaft abspielt, könnt ihr unter den Links oben nachlesen.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.