In den kommenden Wochen erwarten uns vier neue Grafikkarten von Nvidia: Die RTX 5090 hatten wir heute bereits im ersten Test, während die anderen drei Modelle rund um die RTX 5080 und RTX 5070 (Ti) bis Ende Februar ihren Release feiern sollen.
Bei den technischen Daten der RTX 5090 setzt auch die Leistungsaufnahme neue Maßstäbe: Satte 575 Watt veranschlagt die GPU maximal.
Auf einem Presseevent in Südkorea äußerte sich Nvidia nun zu aufkommenden Sorgen, dass das zu viel für den Stecker sein könnte und uns wie beim Vorgänger Probleme mit schmelzenden Kabeln erwarten würden.
- Laut dem GPU-Hersteller werden »solche Probleme mit der RTX-50-Serie nicht erwartet«; vielmehr ist man bei Nvidia überzeugt davon, dass die nach der RTX 4090 erfolgten Änderungen beim Stecker die Lösung darstellen.
- Mit dieser »sicheren Lösung« ist der 12V-2x6-Anschluss gemeint, der in der gesamten Blackwell-Generation zum Einsatz kommt.
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RTX 5090 Unboxing - Erster Eindruck von Nvidias neuer Flaggschiffgrafikkarte
Das Schreckgespenst der Steckerschmelze
Die erwähnte Problematik rund um schmelzende Stecker nahm zum Release der RTX 4090 im Oktober 2022 seinen Lauf. So viel vorneweg: Wie viele Grafikkarten tatsächlich von dem Problem betroffen waren, lässt sich nicht zweifelsfrei feststellen.
Nvidia selbst spricht in einer Mitteilung vom Juli 2023 von »rund 50 bestätigten Fällen«, während die Dunkelziffer vermutlich höher liegen dürfte.
Unabhängig vom tatsächlichen Ausmaß der Probleme stand die RTX 4090 also von Anfang an unter Beschuss. Eine 2.000 Euro teure Grafikkarte dürfe mit solchen Gefahrenquellen gar nicht erst auf den Markt kommen:
Was macht 12V-2x6 anders?
Seit dem Release der »RTX 4000 Super«-Grafikkarten hat Nvidia den genannten 12V-2x6-Anschluss zur Pflicht für alle kommenden GPU-Modelle erhoben. Der neue Stecker ist auch Teil der ATX-3.1-Spezifikation.
Über 12V-2x6 lassen sich maximal 600 Watt bereitstellen, womit die RTX 5090 mit ihrer TGP von 575 Watt noch gerade so darunterfällt.
Der entscheidende Punkt ist aber ein anderer: Im Vergleich zum vorhergehenden 12VHPWR-Anschluss sind die Sensorik-Pins verkürzt.
- Hiermit wird sichergestellt, dass der Strom erst dann fließt, wenn der Stecker korrekt an der jeweiligen GPU sitzt.
- Sind die Sense-Pins nicht korrekt angelegt, was aufgrund ihrer Kürze eben die korrekte Einrastung voraussetzt, wird die Stromzufuhr verweigert.
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