Lange haben wir darauf gewartet, viele Gerüchte und Leaks waren im Umlauf, jetzt ist es offiziell: Am heutigen Halloween-Tag hat AMD offiziell den Ryzen 7 9800X3D vorgestellt.
Sowohl im YouTube-Video, durch das AMD-Manager Jack Huynh führt, als auch in der Pressemitteilung zum Ryzen 7 9800X3D spricht der Hersteller selbstbewusst von der »Fortsetzung der Gaming-Legende«.
- Gemeint sind der Ryzen 7 5800X3D, der inzwischen nicht mehr im Handel verfügbar ist; sowie der Ryzen 7 7800X3D, der in letzter Zeit insbesondere mit erhöhten Preisen auf sich aufmerksam machte.
Link zum YouTube-Inhalt
Ryzen 7 9800X3D: Preis und Release
Heute war zwar die Enthüllung des Ryzen 7 9800X3D, ein zeitgleicher Launch des Prozessors ist aber nicht vorgesehen. Stattdessen soll die neue AMD-CPU ab dem 7. November 2024 in den Regalen stehen.
Dieses Datum nannte das Unternehmen vor wenigen Wochen im Zuge der Erstankündigung »X3D Reimagined«.
Auch einen Preis gab der Hersteller an – allerdings nur für den US-Raum. Hier soll die CPU für eine UVP von 479 US-Dollar (umgerechnet rund 440 Euro) über die Ladentheke wandern.
- Den offiziellen Europreis reichen wir an dieser Stelle nach, sobald dieser feststeht.
Ryzen 7 9800X3D: Technische Daten
Fangen wir mit den simplen Spezifikationen des Ryzen 7 9800X3D an: Wie erwartet wird der neue AM5-Prozessor auf acht Kerne (16 Threads) setzen.
- Der Basistakt wird im Vergleich zum Vorgänger um 500 MHz erhöht, was eine Taktung von 4,7 GHz bedeutet.
- Im Boost-Modus kann die CPU auf bis zu 5,2 GHz hochschalten – ebenfalls eine leichte Erhöhung im Vergleich zum Ryzen 7 7800X3D, der bei glatten fünf GHz sein offizielles Limit erreichte.
- Beim Arbeitsspeicher nennt AMD nun offiziellen Support für DDR5-5600. Der Vorgänger konnte hier »nur« mit DDR5-5200 dienen.
Apropos RAM: Ihn korrekt einzustellen, gehört zu den ersten Dingen, die ihr mit einem neuen PC tun solltet. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Video.
26:34
Das dürft ihr bei einem neuen Gaming-PC nicht vergessen
Bei den genannten Taktraten muss es im Falle des Ryzen 7 9800X3D nicht bleiben. AMD bestätigte vorhergehende Spekulationen, dass die kommende CPU erstmals ein freies Übertakten ermöglichen wird.
- Auch die hierfür notwendige Vorgehensweise wurde bestätigt: Der CCD und 3D-V-Cache tauschen gewissermaßen die Plätze, sodass der CCD »näher an die Kühlung rückt«, wie AMD erklärt.
- Mit dieser Invertierung schafft AMD den Freiraum für das Übertakten des Chips; auch die höheren Taktungen lassen sich hiermit erklären.
An der Größe des namensgebenden 3D-V-Cache ändert sich indes nichts. Weiterhin liegen hier 64 MByte vor, die mit dem vorhandenen L3-Cache in Höhe von 32 MByte zusammenarbeiten.
Ebenfalls unverändert bleibt die Leistungsaufnahme: Wie auch der Vorgänger »schluckt« der Ryzen 7 9800X3D laut AMD bis zu 120 Watt.
Solltet ihr eine Übertaktung vornehmen, kann hier ein anderer Wert stehen. Die maximale Betriebstemperatur (Tjmax-Wert) sollte aber in jedem Fall nicht 95 Grad Celsius überschreiten.
Ryzen 7 9800X3D: Erste Hersteller-Benchmarks
AMD ließ es sich in obigem YouTube-Video nicht nehmen, einige hauseigene Benchmarks zu präsentieren, die den neuen Ryzen 7 9800X3D gegen den ebenfalls frisch erschienenen Intel Core Ultra 9 285K antreten lassen.
In den im unteren Bild gezeigten Spielen verspricht AMD nicht weniger als die »beste Gaming-CPU der Welt«, die die Intel-Konkurrenz um bis zu 59 Prozent übertreffen soll. Inwieweit diese Angaben auch stimmen, werden wir in einem künftigen Test für euch herausfinden.
Auch gegenüber dem Vorgänger in Form des Ryzen 7 7800X3D zieht Huynh einen Vergleich: Im Schnitt soll der Ryzen 7 9800X3D eine um acht Prozent verbesserte Performance (bei gleichbleibender Verlustleistung) erbringen.
Reichen euch die Benchmark-Versprechen und die erstmaligen Übertaktungsmöglichkeiten aus, um auf den Ryzen 7 9800X3D zu wechseln? Bei welchem Preis für ein Upgrade würdet ihr ins Grübeln kommen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.