Ich habe zum ersten Mal auf einem 6K-Monitor gespielt: Lohnt sich die Anschaffung oder können wir bei 4K bleiben?

Eine schwer zu beantwortende Frage. In diesem Praxisteil unseres Artikels zum neuen Samsung G80HS versucht sich Tech-Autor Nils dennoch an einer Antwort.

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Links seht ihr Samsungs G80HS mit einer Größe von 32 Zoll, rechts einen LG-Monitor mit 27 Zoll. Links seht ihr Samsungs G80HS mit einer Größe von 32 Zoll, rechts einen LG-Monitor mit 27 Zoll.

Wenn ihr mich zu einer Antwort zwingt, die nicht Jein lauten darf, dann sage ich vorsichtig; Ja, es lohnt sich, auf einem 6K-Monitor zu spielen.

Ich komme zwar nicht umhin, das mit großen Einschränkungen zu versehen. Insgesamt bin ich aber doch eher überzeugt als enttäuscht von dem 6K-Bildschirm.

Was vor allem für den 6K-Monitor von Samsung spricht:

  • Einen schärferen 32-Zoll-Monitor habe ich noch nicht gesehen.
  • Wer ein besonders schnelles Eingabegefühl will, kann optional in 3K mit bis zu 330 Hertz spielen (wenn passend hohe FPS-Werte mit der vorhandenen Hardware erreicht werden).
  • Die Bildqualität des IPS-Panels liegt auf einem hohen Niveau.

Monitormenü Über die Option »Dualer Modus« könnt ihr festlegen, ob das Bild in 6K oder 3K dargestellt wird. Die niedrigere Auflösung lässt sich auch auf nur 24 Zoll anzeigen, dann verlierst das Bild aber deutlich an Schärfe.

Bedienung und RGB-Beleuchtung An der Rückseite befindet sich die kreisförmige RGB-Beleuchtung, die man nur in dunkler Umgebung wahrnimmt. Die Bedienung erfolgt über das kleine, markierte Steuerkreuz. Das erfüllt seinen Zweck, besonders komfortabel ist es aber nicht.

Was vor allem gegen den 6K-Monitor spricht:

  • Wer in 6K ausreichend flüssig spielen will, braucht sehr schnelle Hardware und/oder aggressives Upscaling.
  • Längst nicht jedes Spiel verfügt über Assets, die zum Spielen in 6K auf einem 32-Zoll-Monitor passen.
  • Im direkten Vergleich mit einem 27-Zoll-Monitor mit 4K-Auflösung gewinnt der 6K-Monitor zwar klar, aber nicht auf eine Art, die meine Kinnlade herunterklappen lässt.

Bedenkt außerdem, dass bei dieser Beurteilung die subjektive Wahrnehmung eine wichtige Rolle spielt. Vielleicht fällt manch einem beim G80HS doch die Kinnlade herunter, oder jemand nimmt fast gar keinen (nennenswerten) Unterschied wahr – auch das ist beides möglich.

Bildvergleiche und die FPS-Frage

In diesem Abschnitt zeige ich euch, wie sich die 6K-Auflösung im Vergleich zu niedrigeren Auflösungen auf die Optik auswirkt und nenne Performance-Daten. Beginnen wir mit Screenshots:

6K vs. 4K vs. 2K Screenshots: Starke Vergrößerung

Wenn wir stark heranzoomen, kann sich 6K durchaus sichtbar von 4K absetzen. So groß wie der Unterschied zwischen 2K (Full HD beziehungsweise 1.920x1.080) und 4K ist die Differenz aber bei weitem nicht. Wenn wir stark heranzoomen, kann sich 6K durchaus sichtbar von 4K absetzen. So groß wie der Unterschied zwischen 2K (Full HD beziehungsweise 1.920x1.080) und 4K ist die Differenz aber bei weitem nicht.

6K vs. 4K vs. 2K Screenshots: Mittlere Vergrößerung

Zoomen wir weiter heraus, fällt es auf den Screenshots schon deutlich schwerer, zwischen 6K und 4K noch nennenswerte Unterschiede zu sehen. Sie sind aber vorhanden, etwa beim Gras im unteren Bereich des Bildes. Zoomen wir weiter heraus, fällt es auf den Screenshots schon deutlich schwerer, zwischen 6K und 4K noch nennenswerte Unterschiede zu sehen. Sie sind aber vorhanden, etwa beim Gras im unteren Bereich des Bildes.

6K vs. 4K vs. 2K Screenshots: Bilder in Originalgröße

Über die folgenden Bild-Tabs könnt ihr euch die Screenshots in voller Größe herunterladen, wenn ihr darauf klickt und unten links die passende Schaltfläche auswählt. Der von mir gewählte Ausschnitt befindet sich am rechten Bildrand.

In diesem Artikel selbst erkennt man bei vollem Bildausschnitt in dem vergleichsweise kleinen Bilderfenster kaum noch Unterschiede zwischen den verschiedenen Auflösungen. Sieht man sie dagegen in Gänze auf 27 oder 32 Zoll, treten die Differenzen wieder hervor.

6K vs. 4K: Nahaufnahmen per Kamera

Wie genau gerenderte Bilder wie die oben zu sehenden Screenshots für euch am Ende aussehen, hängt unter anderem von der Größe eures Monitors und des verwendeten Panels ab.

Daher folgen nun ergänzend zu den Screenshots zwei Foto-Vergleiche des 6K-Monitors von Samsung in 32 Zoll mit einem 4K-Monitor in 27 Zoll.

Wie scharf das Bild aussieht und wie groß der Unterschied zu einem 4K-TFT in der Praxis aber wirklich ist, können diese Fotos nur bedingt vermitteln. Am Ende müsst ihr es selbst sehen, um wirklich beurteilen zu können, ob der Kauf des Monitors sich für euch lohnt.

Nahaufnahme 6K @ 32 Zoll Nahaufnahme 4K @ 27 Zoll Nahaufnahme 6K @ 32 Zoll Nahaufnahme 4K @ 27 Zoll

Nahaufnahme 6K @ 32 Zoll Nahaufnahme 4K @ 27 Zoll Nahaufnahme 6K @ 32 Zoll Nahaufnahme 4K @ 27 Zoll

Meinem subjektiven Eindruck nach ist es ohne Frage eindrucksvoll, ein großes 32-Zoll-Bild in 6K mit einer Pixeldichte von 220 ppi vor Augen zu haben und der Schärfevorteil in Spielen gegenüber dem 27-Zoll-Bild in 4K mit 163 ppi ist klar zu erkennen.

Gleichzeitig sinken die FPS aber deutlich. In Assassins Creed Shadows erreiche ich etwa mit einer RTX 4090 in 4K bei maximalen Details und mit DLSS Qualität knapp unter 60 FPS und in 6K nur noch etwa 35 FPS.

Wer die derzeit nur über DisplayPort 2.1 erreichbaren 165 Hertz in 6K-Auflösung also auch mit entsprechend hohen FPS-Zahlen befeuern will, steht vor einer großen Herausforderung, insbesondere in technisch anspruchsvolleren Titeln.

Fazit der Redaktion: Wie gut ist das Gaming in 6K?

Nils Raettig: Ich kann mich noch sehr gut an eines meiner ersten großen Projekte für die GameStar erinnern: den Artikel Spielen (und mehr) in 4K - Lohnt sich der Umstieg?.

Zwölf Jahre später gibt es bei PC-Monitoren im 16:9-Verhältnis immer noch kaum mehr als die 4K-Auflösung, auch wenn der Samsung G80HS aus diesem Erfahrungsbericht zu den ersten Modellen gehört, die das ändern.

Doch während mein Fazit damals lautete: Der optische Unterschied zwischen Full HD und 4K ist beeindruckend, ist die Lage beim Sprung von 4K auf 6K komplizierter.

So war ich in meinen ersten Gehversuchen mit dem Monitor tendenziell eher enttäuscht, nur um dann später beim direkten Vergleich mit einem kleineren 4K-Monitor festzustellen, dass der Unterschied klar erkennbar ist.

Also ja, es gibt sichtbare Vorteile und ich hatte viel Spaß dabei, Spiele auf dem großen 32-Zoll-Monitor in mir noch nie gebotener Schärfe zu zocken. Aber dasselbe Aha-Erlebnis wie beim ersten Spielen auf einem 4K-Monitor ist bei mir ausgeblieben.

Gleichzeitig gilt, dass der Preis nicht nur mit Blick auf die Anschaffungskosten eines 6K-Monitors hoch ist, sondern auch in Bezug auf den Hardware-Hunger.

Erschwerend hinzu kommt außerdem, dass Spiele und ihre Assets nicht wirklich für das Spielen in 6K auf 32 Zoll ausgelegt sind. Ich hatte zumindest immer wieder den Eindruck, dass Objekte und Texturen den nötigen Detailgrad vermissen lassen, um wirklich auf dem G80HS glänzen zu können.

Überraschend kommt das nicht, schließlich spielen mit Blick auf die für die Entwickler relevante breite Masse immer noch die wenigsten in hohen Auflösungen wie 4K (oder mehr). Bei Steam kommt 4K beispielsweise nur auf 5,1 Prozent, WQHD auf 21,4 Prozent und Full HD auf 52,2 Prozent.

Aber es zeigt, dass wir immer noch ein gutes Stück Weg zu gehen haben, wenn es um die Wachablösung der 4K-Auflösung geht.

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