Falten oder aufklappen? 5 Gründe, warum ich einen klaren Favoriten habe im Duell zwischen Samsung Galaxy Flip 7 und Fold 7

In den letzten beiden Wochen habe ich die neuen Samsung-Foldables ausgiebig getestet. Beide Modelle haben ihre Vor- und Nachteile, doch obwohl das kleinere Flip deutlich mehr Kompromisse eingeht, ist es für mich das stimmigere Gesamtpaket.

Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: Samsungs neue Foldables Flip 7 und Fold7. (Bildquelle: GameStar Tech) Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: Samsungs neue Foldables Flip 7 und Fold7. (Bildquelle: GameStar Tech)

Samsung hat kürzlich seine beiden neuen Foldables in den Handel gebracht – das Galaxy Z Fold 7 und das Galaxy Z Flip 7. Ausstattungsseitig hat der Hersteller vor allem beim teuren Fold geklotzt: extrem dünn, eine Top-Leistung und die Kamera aus dem S25 Ultra.

Und das Flip 7? Mehr Evolution als Revolution. Es steht etwas im Schatten des Fold.

Ich finde: zu Unrecht!

Klar, das Fold hat unbestreitbare Stärken, aber im Alltag greife ich lieber zum Flip. Irgendwie macht es im täglichen Gebrauch einfach mehr Spaß.

1. Kompaktheit – der Glanz der Vergangenheit

Früher wurden Handys immer kleiner, bis sie sich in Smartphones verwandelten, den Trend umkehrten und schließlich immer größer wurden. Dieser Entwicklung treten Flip-Phones entgegen, auch das Flip 7.

Zusammengeklappt misst es nur 85,5 × 75,2 × 13,7 Millimeter und verschwindet damit problemlos in der Hemd- oder Hosentasche.


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Beim Fold 7 ist das anders: Es ist zwar dünner, aber dafür zusammengeklappt so groß wie ein reguläres Smartphone. Ausgeklappt liegt dann ein Mini-Tablet auf dem Schoß. Das ist schon ein großer Unterschied im Alltag.

2. Das Außendisplay zwingt mich zum Aufklappen

Das Fold 7 hat außen ein vollwertiges 6,5-Zoll-Display. Klingt praktisch, hat aber auch einen Nebeneffekt: Irgendwie verleitet es dazu, viele Dinge darauf zu erledigen und am Ende das große Innendisplay gar nicht so oft zu nutzen.

Beim Flip ist die App-Auswahl auf dem äußeren Bildschirm weiterhin eingeschränkt. Ohne Umwege sind nur Dinge wie Nachrichten, Timer, Musiksteuerung, Kamera-Vorschau oder der schnelle Blick aufs Wetter möglich.

Das mag eine Einschränkung sein, sorgt aber eben auch dafür, dass man beide Displays nutzt.

3. Lifestylefaktor und ein Design, das auffällt

Technik kann funktional sein – oder eben auch ein Statement. Das Flip 7 ist Letzteres. Vor allem das Coral Red meines Testgerätes ist es ein echter Hingucker. Das Fold 7 dagegen wirkt mit seinen gedeckten Farben eher wie ein Business-Smartphone.

Zugeklappt hat das Flip durch die Clamshell-Form außerdem diesen »Aufklapp-Moment«, der sich ein bisschen nach Retro-Handy aus den 2000ern anfühlt – nur eben in Hightech. Das ist einfach cool!

4. Alltagstaugliche Performance

Auf dem Papier ist der Unterschied eindeutig: Exynos 2500 vs. Snapdragon 8 Elite. In Benchmarks mag das Fold deutlich mit dem Top-Chipsatz vorn liegen – im Alltag merkt man den Unterschied kaum.

Social Media, Streaming, Navigation, Mails, Fotos: alles flüssig. Erst bei anspruchsvollen Games oder Apps fallen die Differenzen auf. Wer das aber nicht macht, wird keinen Engpass feststellen.

5. Kamera: Gut genug für fast alles

Die 50-Megapixel-Hauptkamera des Flip liefert gute Bilder. Auf dem Handy-Bildschirm sind die Unterschiede zum Fold kaum zu sehen – erst auf dem Monitor merkt man, dass die Aufnahmen etwas schwächer ausfallen. Und der Zoom fehlt leider.

Für meinen Alltag reicht der zweifache Sensor-Crop allerdings in den meisten Situationen aus. Und: Dank Flex Mode wird das Flip zu einem eingebauten Stativ. Praktisch für Nachtaufnahmen, Langzeitbelichtungen oder Selfies aus der Ferne – ohne zusätzliches Equipment.

Die FlexCam macht Selfies mit der Hauptkamera möglich, während das große Cover-Display als Sucher fungiert. Außerdem ermöglicht der Flex Mode kreative Aufnahmen aus ungewöhnlichen Winkeln.

Wo das Fold 7 die Nase vorn hat

Das klingt jetzt alles sehr Flip-lastig – aber es gibt Situationen, in denen das Fold konkurrenzlos ist:

  • Maximale Bildschirmfläche: 8 Zoll für produktives Arbeiten, echtes Splitscreen-Multitasking oder Gaming mit bester Qualität.
  • Mehr Power: Snapdragon 8 Elite plus bis zu 16 Gigabyte Arbeitsspeicher – ideal für Heavy-User.
  • Bessere Kameraausstattung: Teleobjektiv, stärkerer Zoom und bessere Low-Light-Leistung.
  • Multimedia wie auf dem Tablet: Apps, Dokumente, Spiele – auf dem großen Panel wirkt alles beeindruckender.
Samsung Galaxy S25
Samsung Galaxy S25
Das Standard-Flaggschiff
Das Basismodell bietet die gleiche Leistung wie das S25 Ultra, ist dabei aber mit 6,2 Zoll deutlich kompakter.
Samsung Galaxy S25+
Samsung Galaxy S25+
Für Fans von großen Displays
Das Galaxy S25+ punktet mit einem größeren, 6,7 Zoll großen Display. Zudem ist der Akku im Vergleich zum S25 etwas größer und die Ladegeschwindigkeit höher.
Samsung Galaxy S25 Ultra
Samsung Galaxy S25 Ultra
Die Highend-Variante
Wer keine Kompromisse eingehen will, greift zum S25 Ultra – dem Flaggschiff-Modell. Es bietet das beste Kamerasystem sowie den praktischen S Pen für Skizzen und Notizen.

Fazit

Wer ein stylishes, kompaktes Foldable sucht, das Spaß macht, in kleine Taschen passt und nebenbei noch deutlich günstiger ist, wird mit dem Flip 7 sehr glücklich. Wer allerdings maximale Technik, größten Bildschirm und die beste Kamera will, kommt am Fold nicht vorbei.

Für mich? In meinem Alltag gewinnt das Flip – einfach, weil es kompakter ist und mehr Spaß macht. Es trägt zudem noch diesen Glanz alter Klapp-Handys, den ich sehr mag.

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