Der Start ins neue Jahr ist bei Samsung auch immer mit dem Launch neuer Premium-Smartphones verbunden. Auf seinem Unpacked Event im Januar hat der Hersteller die neue Galaxy S25-Reihe vorgestellt.
Im Vergleich zum Galaxy S24 hat sich auf den ersten Blick wenig getan, doch neben den wenigen offensichtlichen Neuerungen hat sich vor allem unter der Haube einiges geändert.
Ich habe von Samsung das Top-Modell, Galaxy S25 Ultra, als Testgerät erhalten und konnte das Handy rund eine Woche ausgiebig für euch testen. Wie sich das Smartphone dabei geschlagen hat, lest ihr nachfolgend.
Transparenzhinweis: Samsung hat mir das Galaxy S25 Ultra für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor dem Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Inhaltsverzeichnis
So habe ich getestet
Ich habe das Samsung Galaxy S25 Ultra rund eine Woche im Alltag genutzt und dabei versucht, so viel wie möglich an diesem Gerät zu machen. Ganz ersetzen kann ich mein Hauptgerät (iPhone) nicht, da meine Kommunikation größtenteils über iMessage läuft und ich zudem verschiedene Geräte über Apple HomeKit steuere.
Spezifikationen
| Technische Daten des Samsung Galaxy S25 Ultra | |
| Display | AMOLED, 6,9 Zoll, 1.440 x 3.120 Pixel, 2.600 Nits lokale Spitzenhelligkeit,120 Hertz, HDR10+, Alway-on |
| Abmessungen | 162,8 x 77,6 x 8,2 Milimeter |
| Gewicht | 218 Gramm |
| OS-Version | Android 15 (One UI 7) |
| Geplante Updates | 7 Jahre Software- und OS-Updates |
| Kamera | Hauptkamera (Weitwinkel): 200 MP, f/1.7, 24mm Telezoom 3x: 10 MP, f/2.4, 67mm Telezoom 5x: 50 MP, f/3.4, 111mm Ultraweitwinkel: 50 MP, f/1.9, 120 Grad Selfiekamera: 12 MP, f/2.2, 26mm |
| Prozessor / GPU | Qualcomm Snapdragon 8 Elite for Galaxy, Adreno 830 |
| RAM / Speicher | 256GB 12GB RAM, 512GB 12GB RAM, 1TB 12GB RAM |
| Akku | 5.000 mAh, Schnellaufladen mit bis zu 45 Watt, drahtlos mit bis zu 15 Watt |
| Display-Entsperrmethode | Fingerabrucksensor unter dem Display, Gesicht, PIN, Muster |
| Anschluss | USB-C 3.2, DisplayPort 1.2 |
| IP-Zertifizierung | IP68 |
| Konnektivität | WiFi 7, Bluetooth 5.4, NFC, 5G, GPS + 4 weitere Satellitenortungssysteme |
| Farben | Titanium Silverblue, Titanium Black, Titanium Whitesilver, Titanium Gray, Titanium Jade Green, Titanium Jet Black, Titanium Pink Gold |
| Preis (UVP) | 1.449 Euro / 1.569 Euro / 1.809 Euro |
Preis und Verfügbarkeit
Das Samsung Galaxy S25 Ultra ist in drei verschiedenen Speichergrößen erhältlich, alle drei verfügen über zwölf Gigabyte Arbeitsspeicher. Die Preise liegen (UVP) bei 1.449, 1.569 beziehungsweise 1.809 Euro. Das S25 Ultra gibt es in vier unterschiedlichen Farben, darüber hinaus bietet Samsung im eigenen Onlineshop drei Special Editions in weiteren Farbvarianten an.
Lieferumfang
Das Galaxy S25 Ultra kommt mit überschaubarem Zubehör, wie es mittlerweile selbst bei den Premium-Modellen im oberen Preisbereich üblich ist. Ein Netzteil finden wir dementsprechend nicht, immerhin aber ein USB-C-auf-USB-C-Ladekabel mit einer Länge von einem Meter.
Habt ihr bereits ein passendes Netzteil, so könnt ihr natürlich dieses verwenden. Ansonsten kauft am besten eines mit mindestens 45 Watt, sodass ihr die Schnellladefunktion des Handys nutzen könnt. Alternativ lässt sich natürlich auch ein Qi-Ladegerät für eine drahtlose Aufladung nutzen. Samsung unterstützt dabei den Qi 2.1-Standard.
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Samsung Galaxy S25 Ultra Unboxing
Weiterhin befinden sich ein SIM-Eject-Tool sowie eine Schnellstartanleitung im Karton.
Eine Display-Schutzfolie ist ab Werk nicht angebracht. Hier würde ich euch empfehlen, bei der Bestellung direkt ein passendes Schutzglas mitzubestellen, auch wenn Samsung sein Displayglas als sehr robust bewirbt.
Gleiches gilt für eine Schutzhülle. Im Lieferumfang liegt eine solche nicht bei. Wer kein Risiko eingehen will, sollte sich ein Case besorgen.
Design und Verarbeitung
Früher ein »Phablet«, heute fast schon Standard auf dem Smartphone-Markt: Wie die zuletzt von mir getesteten HMD Fusion und Nubia Z70 Ultra besitzt auch das Galaxy S25 Ultra ein deutlich über 6 Zoll großes Display, genau genommen sind es 6,9 Zoll.
Die Gerätemaße sowie das Gewicht entsprechen ebenfalls etwa denen der anderen beiden Modelle, wodurch eine Einhandbedienung selbst mit großen Händen nur möglich ist, wenn man die Hand hin- und herwandern lässt.
Im Vergleich zum S24 Ultra ist der Nachfolger 15 Gramm leichter, 1,4 Millimeter schmaler und 0,4 Millimeter dünner. Merke ich das im direkten Vergleich? Nein.
Was ich jedoch merke, ist die Designänderung, die ich stellenweise für suboptimal halte. Die Gehäuseecken vom S25 Ultra sind nicht mehr eckig, sondern abgerundet. Das ist für mich persönlich eine gute Entscheidung, da es sich so in der Tasche oder Hand weniger »spitz« anfühlt.
Allerdings hat der Hersteller abseits der Ecken genau das Gegenteil gemacht. Das S24 Ultra besaß zum Display und zur Rückseite hin einen abgerundeten Gehäuserahmen. Das S25 Ultra hat einen deutlich kantigeren Rahmen erhalten, der beispielsweise so auch beim iPhone zum Einsatz kommt.
Für das Handgefühl empfinde ich die Designänderung als Rückschritt. Das S24 Ultra fühlt sich für mich deutlich angenehmer in der Hand an. Wer jedoch zu einer Schutzhülle greift, wird diesen Unterschied wohl nicht bemerken.
Ansonsten sehen sich Vorjahres- und aktuelles Modell zum Verwechseln ähnlich. Lediglich das Kamera-Setup des S25 Ultra erweckt durch die etwas breiteren Kameraringe einen leicht massiveren Eindruck.
Bei den Materialien setzt Samsung erneut auf Titan und Glas. Beim Displayglas kommt das weiterentwickelte Corning Gorilla Armor 2 zum Einsatz. Laut Corning soll dieses im Vergleich mit dem Vorgänger nochmals robuster sein als die erste Generation.
Bei der Glasrückseite setzt Samsung hingegen wie beim S24 Ultra weiterhin auf Corning Gorilla Glass Victus 2.
Bei der Verarbeitungsqualität kann ich mich kurz halten: Sie ist makellos, was ich bei einem Smartphone in dieser Preisklasse auch erwarte. Ich finde keine scharfen Kanten, die physischen Knöpfe haben keinerlei Spiel, sitzen stramm und haben einen guten Druckpunkt.
Werfen wir einen Blick auf die Knöpfe und Anschlüsse:
- Auf der rechten Geräteseite sitzen die Lautstärkewippe sowie der Ein- und Ausschalter.
- Auf der Unterseite befinden sich die USB-C 3.2-Schnittstelle, das SIM-Kartenfach mit zwei Slots, ein Lautsprecher, Mikrofon sowie der S Pen, der hier seinen Platz findet.
- Die Oberseite des Gehäuserahmens beherbergt einen weiteren Lautsprecher sowie ein zweites Mikrofon für die Geräuschunterdrückung bei Telefonaten.
Prozessor und Speicher
Samsung setzt beim Galaxy S25 Ultra auf den Qualcomm Snapdragon 8 Elite, den wir unter anderem vom Nubia Z70 Ultra kennen. Der Prozessor ist im Vergleich mit dem Vorgänger Snapdragon 8 Gen3 etwa 45 Prozent schneller und dabei gleichzeitig energieeffizienter. Zudem steigt die Grafikleistung um rund 40 Prozent.
So teste ich die Performance
Ich teste die Leistungsfähigkeit von Smartphones einerseits mit Apps und Spielen im Alltag. Gleichzeitig messe ich die CPU sowie Gesamtperformance mit den Benchmark-Apps »Geekbench 6« sowie »AnTuTu Benchmark«, um eine objektive Vergleichbarkeit zwischen Smartphones herzustellen. Geekbench prüft die Single- und Multi-Core-Performance des Gerätes, AnTuTu die Gesamtleistung. Beide Programme geben am Ende eine Punktzahl aus und bieten auf ihrer Webseite zudem ein Ranking mit vielen anderen Geräten an.
Allerdings handelt es sich beim Samsung-Chipsatz um eine eigene »For Galaxy«-Variante, bei der die Performance-Kerne des Prozessors höher takten als bei der regulären Version. Das Ergebnis lässt sich im CPU-Benchmark von Geekbench 6 ablesen.
Hier erreicht das S25 Ultra im Single-Core 3.201, im Multi-Core 10.137 Punkte. Damit liegt es über dem Nubia Z70 Ultra, das zuletzt 3.135 und 9.602 Punkte erlangte. Zudem erkennt man einen Leistungsvorsprung vor dem iPhone 16 Pro.
Bei meinem Testgerät handelt es sich um das Galaxy S25 mit zwölf Gigabyte Arbeits- sowie 256 Gigabyte Gerätespeicher. Daneben bietet der Hersteller noch zwei weitere Varianten an – mit 512 Gigabyte sowie einem Terabyte Speicherplatz.
Erweitern lässt sich der Speicher nicht. Ihr solltet also vor dem Kauf überlegen, wie viel ihr benötigt.
In China und Südkorea wird das S25 Ultra in der größten Speicherausstattung übrigens mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher (RAM) angeboten. In Deutschland besitzen jedoch alle drei Modelle zwölf Gigabyte RAM.
Doch auch in der 12-Gigabyte-Version schaffe ich es nicht, das Handy mit Alltagsanwendungen in Stocken zu bringen. Apps öffnen sich schnell, Ruckler oder Aussetzer gibt es nicht. Auch von anspruchsvolleren Mobile Games wie »Genshin Impact« oder »Real Racing 3« zeigt sich das S25 Ultra unbeeindruckt.
Samsung hat im S25 Ultra die Vapor Chamber (Kühlkammer) vergrößert. Selbst bei leistungshungrigen Anwendungen wie den Benchmarks wird das Handy nur leicht warm. Zudem verspricht die verbesserte Kühlung eine längerfristige Höchstleistung, da die CPU nicht so schnell gedrosselt wird.
Display
Das Display des Galaxy S25 Ultra unterscheidet sich nur im Detail vom Vorgänger. Die Displayränder sind beim neuen Modell etwas dünner geworden, die Bildschirmdiagonale ist von 6,8 auf 6,9 Zoll gewachsen.
Auch die Pixeldichte ist leicht gestiegen, von 500 auf 505 ppi (pixel per inch – Pixel pro Zoll). Mit bloßem Auge ist der Unterschied in beiden Fällen aber nicht wahrnehmbar.
Ansonsten überzeugt der AMOLED-Bildschirm des Galaxy S25 Ultra auf ganzer Linie. Mit einer Spitzenhelligkeit von 2.600 Nits ist auch das Ablesen in hellem Sonnenlicht kein Problem, die Auflösung ist mit Quad HD+ so hoch, dass keine Pixeltreppen erkennbar sind.
Dank einer Bildwiederholrate von 120 Hertz wirkt alles butterweich, egal ob beim Scrollen oder schnellen Bewegungen in Videos sowie Games. Auch Farben und Kontraste spielen in der ersten Liga, dank HDR10+-Support sehen auch entsprechende Videos richtig gut aus.
Noch drei Dinge zum Display:
- Der Bildschirm wirkt durch die schmalen Ränder sehr groß.
- Die Frontkamera sitzt in einer kleinen Aussparung (Punch-Hole).
- Das S25 besitzt einen Fingerabdrucksensor, der unter dem Display sitzt. Er reagiert schnell und zuverlässig, auch bei leicht feuchten Fingern.
Akkulaufzeit
Samsung setzt aktuell noch nicht auf die neue Akkutechnologie mit Silizium-Kohlenstoff-Anode, wie es unter anderem Nubia oder auch Realme tun. Diese ermöglicht eine höhere Energiedichte bei gleicher Größe.
Laut Samsung setze man diese Technik noch nicht ein, da man zum Verkaufsstart sehr hohe Stückzahlen benötige und das aktuell noch ein Problem darstelle. Daher kommt auch beim Galaxy S25 Ultra ein regulärer Lithium-Ionen-Akku zum Einsatz. Die Kapazität liegt bei 5.000 Milliamperestunden.
Wie schon das S24 Ultra unterstützt auch das S25 Ultra das Schnellladen mit bis zu 45 Watt, kabellos werden über den Qi2.1-Standard bis zu 12 Watt unterstützt. Das Smartphone bietet darüber hinaus »Reverse Wireless Charging«.
Dabei dient die Handyrückseite als Ladestation für Kopfhörer, Smartwatches und Co. Die maximale Ladeleistung liegt bei 4,5 Watt.
So teste ich die Akkulaufzeit
Ich verwende die Android-Software »PCMark«, um einen Akkubenchmark durchzuführen und eine Vergleichbarkeit mit anderen Smartphones zu schaffen. Die App erledigt dabei Alltagsaufgaben wie Web-Browsing, Video-Wiedergabe, Textverarbeitung und Bildbearbeitung, bis der vollständig aufgeladene Akku unter 20 Prozent fällt. Am Ende gibt das Programm eine Zeitdauer als Gesamtergebnis aus.
Die Akkulaufzeit ist nicht nur abhängig vom Smartphone, sondern vor allem von der Art und Weise der Nutzung. Bei stundenlangem TikTok- oder YouTube-Konsum fällt die Laufzeit natürlich geringer aus, als wenn ihr das Smartphone vor allem für Telefonate oder Messenger nutzt.
Im Benchmark von PCMark 9 erreicht das Galaxy S25 Ultra eine Akkulaufzeit von 18 Stunden und zwei Minuten. Je nach Nutzung solltet ihr zwei Tage mit einer Akkuladung auskommen. Damit siedelt sich das Smartphone im oberen Bereich an, auch wenn andere Handymodelle noch höhere Werte erreichen.
Zum Vergleich: Das zuletzt getestete HMD Fusion kam auf stolze 26 Stunden und 15 Minuten. Es kostet mit knapp 250 Euro nur einen Bruchteil vom Samsung-Handy – ist aber natürlich auch bei Weitem nicht so leistungsstark. Auf der anderen Seite haben wir das Nubia Z70 Ultra, welches unterhalb von 10 Stunden liegt. Das Beispiel zeigt also, dass eine lange Akkulaufzeit nichts mit dem Preis eines Handys zu tun haben muss.
Was sich jedoch herauskristallisiert: Der neue Snapdragon arbeitet deutlich energieeffizienter als sein Vorgänger. Das fällt im Benchmark im direkten Vergleich mit dem Galaxy S24 Ultra auf. Dessen Laufzeit im Benchmark lag bei rund 14,5 Stunden.
Kamera
Am Kamerasystem des S25 Ultra hat sich im Vergleich mit dem S24 Ultra kaum verändert. Lediglich der Ultraweitwinkel hat nun eine höhere Auflösung, nämlich 50 anstatt vormals 12 Megapixel.
Somit habt ihr die Möglichkeit, in die Aufnahmen weiter hineinzuzoomen oder diese weitreichender zu beschneiden, ohne dass die Qualität zu sehr leidet.
Ansonsten bleibt es wie gehabt, wir haben neben dem neuen Ultraweitwinkel:
- Eine Hauptkamera (Weitwinkel) mit 200 Megapixeln
- Eine 3-fach Teleoptik mit 10 Megapixeln
- Eine 5-fach Teleoptik mit 50 Megapixeln
- Eine Frontkamera mit 12 Megapixeln
In unserem Testbericht zum Galaxy S24 Ultra haben wir das Kamerasystem bereits ausführlich besprochen, alle Kameraneuheiten vom S25 im Vergleich zum S24 hat Linh für euch in folgendem Artikel zusammengefasst:
Ich halte mich an dieser Stelle daher kurz: Ich empfinde die Kamera als großartig. Die Bilder sind knackig scharf, bieten schöne Farben und Kontraste, ohne dabei künstlich zu wirken. Toll finde ich auch die vielen Zoomstufen, die nach ausgewählter Auflösung bereitstehen.
Im 12-Megapixel-Modus sind es:
- 0,6x
- 1x
- 2x
- 3x
- 5x
- 10x
- 30x
- 100x
Einige davon werden durch einen Digitalzoom ermöglicht, die Ergebnisse sind wirklich gut bis hin zum 10-fach-Zoom. Alles darüber hinaus hätte sich Samsung aus meiner Sicht sparen können.
Die Aufnahmen mit 30- oder gar 100-fachem Zoom sehen furchtbar aus, weil der Digitalzoom viel zu stark vergrößert. Das Ergebnis ist ein Pixelbrei.
Hier sind einige Beispielaufnahmen der Galaxy S25 Ultra-Kamera:
Auch am Abend lassen sich mit dem S25 Ultra sehr gute Aufnahmen erzielen, selbst die optischen Zoomstufen liefern gute Ergebnisse. Natürlich sehen die Bilder besser aus, wenn es noch Lichtquellen gibt.
Aber selbst bei sehr wenig Licht entstehen noch brauchbare Fotos, wie der Vergleich zwischen dem S25 Ultra und meinem iPhone 13 Pro zeigt:
Im direkten Vergleich schafft das S25 Ultra die bessere Nachtaufnahme.
Verbessert hat Samsung die Nachtfotografie bei der S25-Reihe nicht, wohl aber die Videofunktion bei schlechtem Licht. Hier kommt die neue ProVisual Engine zum Einsatz, die vor allem das Bildrauschen deutlich verringern soll.
Lautsprecher
Zu den verbauten Lautsprechern hat Samsung auf seiner Präsentation nichts Näheres gesagt, allerdings hatte ich vor Kurzem auf Reddit einen Beitrag gesehen, wonach der Hersteller den verbauten Speakern offenbar ein Upgrade spendierte.
Im direkten Vergleich zwischen S24 Ultra und S25 Ultra kann ich das bestätigen. Die Stereo-Lautsprecher des neuen Modells klingen deutlich voller als beim Vorgängermodell.
Natürlich sind sie trotzdem kein Ersatz für Bluetooth-Lautsprecher oder -Kopfhörer. Für den Einsatz von Videos oder TikToks auf der Couch sind die Speaker aber gut geeignet. Der Klang ist für ein Handy gut und vor allem übersteuert der Sound nicht auf hoher Lautstärke.
Konnektivität
Wie man es von einem Spitzen-Smartphone erwartet, lässt die Ausstattung im Hinblick auf die Konnektivität keine Wünsche offen. Mit WiFi 7 und Bluetooth 5.4 stehen die aktuellen Standards für Drahtlosverbindungen bereit, hinzukommt NFC, was unter anderem für mobiles Bezahlen genutzt werden kann.
Daneben unterstützt das S25 Ultrabreitband für einen schnellen Dateiaustausch sowie eine genaue Ortung. Das Smartphone ist außerdem DualSIM- und eSIM-fähig.
Wer möchte, kann das Smartphone mithilfe von Tastatur, Maus und Monitor in einen PC verwandeln, denn natürlich steht auch beim S25 (Ultra) wieder der Desktop-Modus Samsung DeX bereit – wahlweise auch als Wireless-Variante.
Bei der Satellitenortung stehen neben GPS auch vier weitere Systeme bereit, die je nach Region genutzt werden können.
Wozu sich Samsung aktuell nicht äußert: Das S25 Ultra hat wie die gesamte S25-Reihe Zugang zur Satellitenkommunikation über den Snapdrafon 8 Elite-Prozessor, der ein entsprechendes X80 5G Modem-RF System von Qualcomm besitzt.
Darüber können Nachrichten gesendet und empfangen werden, wenn kein Mobilfunknetz bereitsteht. Dieses Feature wird aktuell aber offenbar nur vom US-Provider Verizon in Kooperation mit dem auf Satellitenkommunikation spezialisierten Unternehmen Skylo unterstützt. Wann und ob die Satellitenkommunikation nach Deutschland kommt, ist aktuell noch nicht bekannt.
Betriebssystem und Updates
Im Hinblick auf die Update-Garantie bleibt Samsung seinem Vorhaben treu: Auch das S25 Ultra erhält sieben Jahre lang Sicherheits- sowie OS-Updates.
Die Galaxy S25-Reihe und entsprechend das S25 Ultra werden als erste Samsung-Handys direkt mit Android 15 ausgeliefert. Wie gewohnt, setzt der Hersteller dabei auf die eigene Oberfläche One UI, nun in Version 7.
Bloatware-seitig gibt es keinen Grund zur Kritik. Neben den Google- und Samsung-eigenen Apps sind nur wenige Drittanbieter-Applikationen wie Netflix, Spotify oder Facebook vorinstalliert. Wer sie nicht nutzt, kann sie schnell deinstallieren.
Galaxy AI
Beworben wir die Galaxy S25-Reihe vor allem mit Galaxy AI. Mittlerweile gibt es zahlreiche entsprechende KI-Funktionen. Neben den bereits bekannten Features stehen mit One UI 7 einige neue Funktionen zur Verfügung. Sie sind zunächst der S25-Reihe vorbehalten, werden irgendwann aber auf andere Modelle ausgeweitet.
In One UI 7 sind die Funktionen der Künstlichen Intelligenz deutlich tiefer ins System integriert, als es noch beim S24 der Fall war. Außerdem gibt es jetzt einen Direktzugriff auf Google Gemini über die Seitentaste. Samsung arbeitet beim Thema KI eng mit Google zusammen.
Zu den S25-exklusiven KI-Features zählen:
- AI Select
- Verbessertes Circle to Search
- Erleichterte Suche von Einstellungen
- Mehrstufige Aufgaben
- Morning Brief und Evening Brief
- Now Bar
- Audioradierer
Im nachfolgend verlinkten Artikel bespreche ich die Exklusiv-Funktionen des S25 noch einmal näher:
Allerdings liefert die KI nicht immer perfekte Ergebnisse, wie folgendes Beispiel zeigt:
Gemini Live kann nun auch auf dem Galaxy S25 Ultra YouTube-Videos zusammenfassen. Diese Funktion habe ich genutzt, um mir Fragen zum Musikvideo »Jonas Schulze feat. Flora – Party in Billstedt« beantworten zu lassen. Der Song ist eine Auskopplung aus der deutschen Comedyserie »Die Discounter«.
Ich habe Gemini unter anderem gefragt, ob die Darsteller im Video Schauspieler sind.
Die Antwort: Nein, Jonas Schulze und Flora sind keine Schauspieler, sondern im echten Leben Freunde, die in einem Supermarkt in Billstedt arbeiten und zusammen einen Song produziert haben.
Erst nach einer Korrektur meinerseits, reagierte Gemini dann korrekt, gab an, dass es sich um Schauspieler handelt und nannte mir die bürgerlichen Namen.
Dennoch können die Galaxy-AI-Funktionen im Alltag natürlich praktisch sein. Nützlich finde ich etwa das neue »Morning Brief«, bei dem das S25 Ultra mir zusammenfasst, was den Tag über so ansteht und wie das Wetter wird.
Beeindruckend ist auch der »Audioradierer«, der bei Videos auf Wunsch unter anderem Windgeräusche, Stimmen oder Musik entfernt. Das klappt erstaunlich gut.
Laut Samsung soll die S25-Reihe im Hinblick auf die KI-Features vor allem vom neuen Snapdragon-Prozessor profitieren. Die Ergebnisse sollen einerseits schneller kommen, andererseits auch genauer ausfallen. Das sieht man unter anderem gut beim Objektradierer für Fotos.
Er liefert auf dem S25 Ultra viel bessere Ergebnisse, wie das nachfolgende Beispiel zeigt:
Das Ergebnis ist eindeutig: Das S25 Ultra arbeitet sauber, wohingegen das S24 Ultra beim Entfernen halluziniert.
Laut Samsung seien die Galaxy AI-Features für Interessenten neuer Premium-Handys im Übrigen eines der Haupt-Kaufargumente.
Unterm Strich kann gesagt werden: Der Hersteller bemüht sich, diese Features sinnvoll auszubauen und vor allem ins System zu integrieren. Ich persönlich empfinde nicht alle Funktionen als nützlich, aber das ist natürlich eine sehr subjektive Geschichte.
Es ist in jedem Fall beeindruckend, was mit Galaxy AI schon alles möglich ist, auch wenn man die Ergebnisse durchaus mit einem kritischen Auge betrachten sollte, wie mein YouTube-Beispiel zeigt.
S Pen
Noch ein kurzer Abstecher zum S Pen. Auch beim neuen S25 Ultra legt Samsung den Eingabestift bei. Bei dem großen Display ist er aus meiner Sicht eine gute Ergänzung zum Finger, um etwa Notizen oder Skizzen zu machen.
Was allerdings einige Samsung-Fans verärgert: Der Hersteller hat dem Stift die Bluetooth-Funktion genommen. Diese ermöglichte es in der Vergangenheit unter anderem, den Stift als Kameraauslöser zu benutzen.
Laut Samsung hätte nur ein Bruchteil der Anwender die Features genutzt, weshalb man sich entschlossen habe, darauf zu verzichten.
Der Vorteil: Der Stift braucht keinen Akku mehr und wird etwas leichter. Natürlich spart der Wegfall dem Unternehmen aber auch Geld. Auf einen Stift heruntergebrochen wahrscheinlich wenige Cent bis Euro – aber das summiert sich natürlich auf die Gesamtverkäufe gerechnet.
Solltet ihr euch das Samsung Galaxy S25 Ultra kaufen?
Das S25 Ultra lohnt sich für euch, wenn …
- ... wenn ihr das Beste vom Besten wollt: Top-Leistung, Top-Kamera und die neusten KI-Funktionen.
- ... ihr ein Smartphone mit langem Update-Support sucht, das gleichzeitig auch genügend Leistung für viele Jahre bietet.
Mögliche Alternativen zum Samsung Galaxy S25 Ultra
Samsung Galaxy S24 Ultra: Das Galaxy S24 Ultra ist noch immer ein Top-Handy und im Vergleich mit dem neuen Modell müsst ihr wenige Abstriche hinnehmen. Der Ultraweitwinkel hat mit 12 Megapixeln eine geringere Auflösung, natürlich fehlen euch (zumindest erst einmal) die neuen, exklusiven Galaxy AI-Features. Davon abgesehen erhält aber auch dieses Smartphone noch viele Jahre Updates und bietet eine sehr gute Leistung. Der Straßenpreis liegt bei rund 840 Euro.
Nubia Z70 Ultra: Das Z70 Ultra besitzt ebenfalls den Snapdragon 8 Elite-Prozessor und je nach Ausführung 12 beziehungsweise 16 Gigabyte Arbeitsspeicher. Dank der Unter-Display-Frontkamera und sehr dünnen Rändern wirkt der Bildschirm nochmals etwas größer als beim S25 Ultra. Zusätzlich verbaut Nubia eine richtig gute 35-Millimeter-Kamera mit variabler Blende. Mit knapp 700 Euro ist es außerdem deutlich günstiger.
Allerdings gibt es auch Abstriche: Der Update-Support fällt sehr mau aus, zudem gibt es weder Wireless-Charging noch eSIM-Support. Wenn ihr KI-Features wie beim Samsung sucht, seid ihr beim Nubia nicht richtig.
OnePlus 13: OnePlus hat gerade erst sein neues Flaggschiff-Handy gelauncht. Auch hier kommt der Snapdragon 8 Elite zum Einsatz, ebenfalls an Bord sind zwölf Gigabyte RAM. Performance-seitig dürften sich die beiden Smartphones somit ähneln.
S Pen, viele KI-Features oder auch die lange Update-Garantie (bei OnePlus sind es vier OS-Updates) bietet aber auch OnePlus nicht. Dafür ist das Handy allerdings auch rund 400 Euro günstiger.
Eine Alternative auf Augenhöhe zu finden, ist nicht ganz einfach und das spricht für Samsung. Das S25 Ultra glänzt nicht nur durch schiere Leistung, sondern auch mit einzigartigen Funktionen – sei es der S Pen oder die Vielzahl der Galaxy AI-Funktionen.
Aus meiner Sicht hat der Hersteller abgeliefert, aber das hat eben auch seinen Preis. Wer jedoch auf ein Mega-Update im Vergleich mit dem Vorgänger hofft und die KI-Features kaum nutzt, der wird vom neuen Modell womöglich etwas enttäuscht sein.

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