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Schlappe für Intel: Ryzen Threadripper 3000 klar vor Cascade Lake X

Die Meinung nationaler und internationaler Tester ist eindeutig: AMD siegt mit Threadripper 3960X und 3970X auf breiter Front.

von Alexander Köpf,
27.11.2019 19:17 Uhr

2019 ist für AMD dank Ryzen 3000 bereits ein voller Erfolg - der Vorsprung der Threadripper 3000-Modelle vor der Intel-Konkurrenz im Highend-Desktop-Segment ist dank deutlich mehr Rechenkernen aber noch viel größer. 2019 ist für AMD dank Ryzen 3000 bereits ein voller Erfolg - der Vorsprung der Threadripper 3000-Modelle vor der Intel-Konkurrenz im Highend-Desktop-Segment ist dank deutlich mehr Rechenkernen aber noch viel größer.

Ein turbulentes Jahr liegt hinter der Prozessoren-Branche. Während AMD mit Zen 2 alias Ryzen 3000 nach über einer Dekade wieder zu Intel aufschließen und zuletzt mit dem Sechzehnkerner Ryzen 9 3950X sogar abhängen konnte - zumindest was die Kernanzahl anbelangt - folgt beim Erzrivalen in Sachen Desktop-CPUs nur 14-nm-Refresh auf Refresh.

Ähnlich sieht es im HEDT (High-End Desktop)-Segment aus. Dort misst sich zum krönenden Abschluss des Jahres mit Cascade Lake-X eine weitere 14-nm-Generation mit AMDs Ryzen Threadripper 3000 (7 nm).

Erste Reviews zu Core i9 10980XE (18 Kerne), Threadripper 3960X (24 Kerne) und 3970X (32 Kerne) liegen bereits vor und das Urteil der Tester ist eindeutig - Intel ist technisch geschlagen. Wir fassen die Stimmen der nationalen und internationalen Fachpresse zusammen:

Heise: »Threadripper bilden Leistungsklasse für sich«

Laut Heise.de sieht Intels Topmodell, der Achtzehnkerner Core i9 10980XE, selbst gegen den Threadripper 3960X, der mit 24 Kernen (48 Threads) die aktuell kleinste CPU im Bunde von AMDs HEDT-Prozessoren ist, kein Land. Während es sich AMD leistet, die Preise für die High-End-Prozessoren gegenüber der vorangehenden Generation (TR 2000) sogar anzuheben, war Intel bereits im Vorfeld der Veröffentlichung gezwungen, die Einführungspreise seiner Core-X-Prozessoren beinahe zu halbieren.

Noch ist das eigentliche Threadripper-3000-Spitzenmodell mit satten 64 Kernen und 128 Threads gar nicht veröffentlicht - aber für 2020 schon bestätigt. Noch ist das eigentliche Threadripper-3000-Spitzenmodell mit satten 64 Kernen und 128 Threads gar nicht veröffentlicht - aber für 2020 schon bestätigt.

ComputerBase: »Große Ryzen beerdigen Core X«

AMDs Threadripper 3960X und 3970X beeindrucken laut ComputerBase mit einem gewaltigen Leistungszuwachs gegenüber den Vorgängermodellen (Threadripper 2000) - staunende Blicke seien beim Testen an der Tagesordnung gewesen. Durch die deutlich gesteigerte Performance pro Taktzyklus (IPC) sei so viel Leistung wie nie zuvor verfügbar und Intel keine Konkurrenz mehr.

Anandtech: »Geschichte wird von Siegern geschrieben«

Anandtech beschreibt die augenblickliche Situation auf dem HEDT-Markt als ein Blutbad. Die Threadripper 3000 dominieren Intels Cascade Lake X in fast allen Belangen - Ausnahme ist nur ein einzelner AVX 512-Benchmark, bei dem Intels High-End-Prozessoren besser abschneiden. Ob bei Kernzahl, IPC oder Taktfrequenz, selbst bei Arbeitsspeicher-sensiblen Workloads, welche für die vorherigen Threadripper-Generationen noch ein Problem darstellten, hat AMD nun aber die Nase klar vorn.

Intel versprach mit Cascade Lake X eine Menge, gehalten werden konnte davon offenbar nur wenig. Nun soll es der Preis richten. Intel versprach mit Cascade Lake X eine Menge, gehalten werden konnte davon offenbar nur wenig. Nun soll es der Preis richten.

Ars Technica: »Threadripper schlägt Core X in allen relevanten Tests vernichtend«

Ars Technica zufolge zeigt sich im Passmark-Benchmark exemplarisch die Überlegenheit der Threadripper 3000. Der TR 3970X mit 32 Kernen (64 Threads) erzielt dort ein doppelt so gutes Ergebnis wie Intels Core i9 10980XE. Im Cinebench R20 erteilt das vorläufige HEDT-Flaggschiff von AMD - der Threadripper 3990X mit 64 Kernen wurde zwar bereits bestätigt, soll aber erst 2020 erscheinen - nicht nur Intels Topmodell für Workstations eine Lehrstunde, sonder fährt sogar einen knappen Sieg gegen Intels Vorzeige-Prozessor für Server, den Xeon Platinum 8168, ein.

Einzig bei Workloads für KI-Algorithmen kann Intel punkten. Dort schneidet der Core i9 10980XE bis zu dreimal besser ab als der 3970X.

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