Euer TV-Bild sieht billig aus? So werdet ihr den Effekt wieder los

Übeltäter ist die sogenannte Zwischenbildberechnung. Wir zeigen euch, wie man sie ausschaltet.

Der sogenannte Soap-Opera-Effect kann einem den Filmabend ganz schön verhageln. (Bild: Vasiliy - adobe.stock.com) Der sogenannte Soap-Opera-Effect kann einem den Filmabend ganz schön verhageln. (Bild: Vasiliy - adobe.stock.com)

Manchmal schaut man auf den Fernsehbildschirm und hat das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Alles scheint normal, doch irgendwie »fühlt« es sich anders an.

Wenn irgendetwas mit dem Bild nicht stimmt, aber ihr den Finger nicht drauflegen könnt, ist oftmals der Seifenopern-Effekt schuld. Wir erklären euch, was das ist, und wie ihr ihn wieder loswerdet.

Was ist der Seifenopern-Effekt?

Der im Englischen sogenannte »Soap-Opera-Effect« bezieht sich auf das unnatürliche Aussehen von Filmen und Serien durch zu hohe Bildwiederholraten. Dadurch wirkt das Bild:

  • Billig
  • Zu schnell
  • Unnatürlich glatt

Nachstehend ein kurzer Clip, der das verdeutlicht:

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Darum wird der Effekt so genannt: Seifenopern wurden früher kostengünstig auf Videoband produziert und bearbeitet – und die arbeiteten mit 30 statt den branchenüblichen 24 FPS, die wir mit Filmen verbinden.

Weil Seifenopern allerdings verpönt waren, wird der gleichnamige Effekt mit einem billig gemachten Film gleichgesetzt.

Wodurch entsteht der Seifenopern-Effekt?

Der Effekt entsteht dadurch, dass der TV Bilder nachbildet, die nicht vorhanden sind. Das nennt sich »Motion Smoothing«. Dabei berechnet der Fernseher Zwischenbilder ein, um die Framerate künstlich zu erhöhen.

Kurz gesagt sieht es falsch aus, weil diese Zwischenbilder nicht echt sind. Man könnte also von Fake Frames sprechen.

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Waipu.tv bietet euch insgesamt 270 TV-Sender, davon 255 in HD-Qualität und 69 Pay-TV-Kanäle, die ihr entweder live anschauen oder streamen könnt. Dazu gibt es haufenweise aktuelle Blockbuster.
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Bei Prime Video findet ihr neben zahlreichen Filmen und Serien großartige Amazon-Eigenproduktionen, darunter die neue Fallout-Serie oder The Boys, eine der besten Superheldenserien aller Zeiten.
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Vor allem für Star-Wars- und Marvel-Fans ist Disney+ ein absolutes Muss. Daneben gibt es echte Klassiker wie etwa Toy Story, aber auch Oscar-Preisträger wie die beiden Avatar-Filme oder Poor Things.
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So werdet ihr den Seifenopern-Effekt los

Bei jedem Smart-TV könnt ihr die Option abschalten, wenn sie euch stört. Diese findet sich in der Regel bei den Bildeinstellungen eures Fernsehers. Bei einem Philips OLED807 funktioniert das folgendermaßen:

  1. Öffnet Alle Einstellungen
  2. Navigiert zu Bild, dann zu Erweitert.
  3. Wählt im Unterpunkt »Bewegung« aus, welche Art von Bildinterpolation ihr nutzen wollt.
  4. Schließt das Einstellungsmenü.

Wichtig zu wissen: Es gibt keinen einheitlichen Begriff für Motion Smoothing. Diese Einstellung heißt bei jedem Hersteller anders. Nachstehend listen wir euch die wichtigsten auf.

  • Samsung: Auto Motion Plus
  • LG: TruMotion
  • Sony: Motionflow
  • Panasonic: Clear Motion (oder Black Frame Insertion, Intelligent Frame Creation)
  • Philips: Perfect Clear Motion (oder Motion Styles, Perfect Natural Motion, Natural Motion)
  • Hisense: Ultra Smooth Motion

Der Seifenopern-Effekt ist hauptsächlich ein Relikt der Vergangenheit. Während Spieler FPS am liebsten so hoch wie möglich haben, wirken mehr Bilder pro Sekunde bei Filmen und Serien für viele Zuschauer störend. Das liegt maßgeblich daran, dass wir seit über 100 Jahren 24 Bilder pro Sekunde gewöhnt sind und deshalb als »filmisch« empfinden.

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