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Serious Sam 2 im Test - Sam ist wieder in Bestform!

Ego-Shooter werden immer realistischer, taktischer, anspruchsvoller, aufwändiger, fordernder, düsterer, tiefgründiger, komplizierter. Dieses Spiel folgt dem Trend... nicht.

von Fabian Siegismund,
12.10.2005 15:47 Uhr

Eigentlich sollte man ihn mal beiseite nehmen und es ihm sagen. Man sollte ihm sagen, dass Jeans und weißes T-Shirt heutzutage total out sind. Und dass man heutzutage bevorzugt auf Terroristen schießt, nicht auf Horden bizarrer Ungetüme. Und dass man heutzutage höherrangige Spielziele verfolgt, und nicht nur Monster metzeln will. Aber er hat diesen coolen Blick und eine blitzende Kreissäge, die ihn über jeden Zweifel erhaben machen. Sam »Serious« Stone ist wieder da. Und er pfeift auf Konventionen.

Schnitzeljagd

Serious Sam 2 ist Ego-Shooterei in Reinkultur: Nicht denken, ballern! Ganz ohne Handlung kommt das Spiel aber dennoch nicht aus: Drei obskure Kauze aus einer fernen Welt beauftragen Sam, den Erzbösewicht Mental zu vernichten. Dazu muss Sam zunächst ein Zaubermedaillon auftreiben, das den Schurken schwächen soll. Leider ist es in fünf Teile zerbrochen, die jeweils von einem dicken Boss-Gegner bewacht werden. Leider? Nein, super! Denn nun darf Sam den Burschen gehörig den Hintern versohlen, und bei der Gelegenheit geschätzte 21.382.673 Monster zerbrezeln.

Serious Sam 2 - Screenshots ansehen

Sams Kreuzzug beginnt auf M'Digbo, einem idyllischen Dschungelplaneten. Hier wohnen die Simba, freundliche blaue Zwerge. Und Kwongo, ein riesiger grantiger Gorilla, der das erste Fragment bewacht. Der hetzt Ihnen auch gleich seine Truppen auf den Hals: Keulenschwingende Oger, Orks in Weltraumanzügen und zweibeinige Riesenfrösche stürmen Ihnen entgegen, ohne Rücksicht auf Verluste. Denn wie in den Vorgängern kommen die Feinde weitgehend ohne künstliche Intelligenz aus. Stattdessen folgen sie zwei Verhaltensmustern: Sie gehen entweder auf Kollisionskurs, oder schwirren in der Distanz umher und schießen in Ihre Richtung.

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