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Ich habe eine Option in Diablo 4 deaktiviert, die viele nicht anfassen, und würde es jederzeit wieder tun

Viele Spieler nutzen Schadenszahlen als Feedback, doch in Diablo 4 geht es auch ohne. Das Abschalten sorgt für ein düstereres und deutlich besseres Spielgefühl.

Diablo 4 und andere Action-Rollenspiele müllen den Bildschirm mit Schadenszahlen zu. Peter hat genug davon. Diablo 4 und andere Action-Rollenspiele müllen den Bildschirm mit Schadenszahlen zu. Peter hat genug davon.

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Videospiele sind versessen darauf, uns ein Gefühl der Überlegenheit zu geben. Wir sollen uns mächtig und talentiert fühlen, besonders in Action-Rollenspielen wie Diablo 4.

Oft wird dieser Effekt durch steigende Zahlen erzielt: höhere Charakterwerte, mehr Talentpunkte - und größerer Schaden.

Extrinsische Motivation nennt man das, und es ruiniert paradoxerweise für viele zunehmend den Spaß am Spielen.

Immer öfter fluten auch Spiele aus anderen Genres den Bildschirm mit Millionenwerten in allen Regenbogenfarben. Längst hat das Phänomen auch Third-Person- und Ego-Shooter erreicht.

Video starten 3:47 Der Spritiborn sorgte in Diablo 4: Vessel of Hatred für zuvor nie gesehene Schadenszahlen

Ich empfinde diese Anzeigen mittlerweile als reinen Störfaktor. Deshalb führte mich mein erster Gang in Diablo 4 ins Spielmenü. Noch bevor ich Grafikoptionen und Tastenbelegung angepasst habe, machte ich einen Klick, der mein Spielgefühl um ein Vielfaches verbesserte: das Entfernen des Hakens bei den aufsteigenden Schadenszahlen.

Für mich war das Deaktivieren dieser Funktion die beste Entscheidung, um das Spiel wie gedacht zu erleben.

Peter Bathge
Peter Bathge

Für Peter gibt es nichts Schöneres, als sich aufzuregen. Über kaputte Spiele. Über dumme Geschichten. Über hinrissige Mechaniken. Das macht er nun schon bald seit 20 Jahren beruflich, in Fürth und München, auf Messen wie E3 und Gamescom. Als Kolumnist und Report-Experte liebt er es, freien Autoren und Autorinnen Ideen einzuflüstern und Überschriften zu brainstormen. Wenn er weder spielt noch schreibt, schaut er am liebsten Filme oder liest ein gutes Buch aus den Bereichen Fantasy und Science-Fiction.

Zahlen verdecken die Sicht

In Diablo 4 geht es oft hektisch zu. Wenn ich mit meinem Charakter in eine Gruppe von Dämonen sprinte und meine Flächenangriffe zünde, passiert auf dem Bildschirm eine ganze Menge. Die Engine berechnet Lichteffekte, Schatten und detaillierte Animationen.

Doch wenn der »Floating Combat Text« aktiviert ist, sehe ich davon kaum etwas. Statt der mühsam gestalteten Monster sehe ich nur eine Wolke aus weißen, gelben und andersfarbigen Ziffern, die über den Köpfen der Feinde aufploppen.

Das erinnert mich mehr an eine Tabellenkalkulation als an einen Kampf gegen die Mächte der Hölle. Vielleicht habe ich deshalb so wenig Spaß am zahlengetrieben Endgame nach dem Abschluss der Story-Kampagne.

In Diablo 4 wird der dargestellte Schaden irgendwann nur noch mit abgekürzten Zahlen dargestellt, weil die Werte absurde Höhen erreichen. In Diablo 4 wird der dargestellte Schaden irgendwann nur noch mit abgekürzten Zahlen dargestellt, weil die Werte absurde Höhen erreichen.

Ich habe diese Abneigung gegen Schadenszahlen schon lange. Selbst in Spielen wie Borderlands, wo die bunten Werte fast schon zum guten Ton gehören und Teil des Grafikstils sind, ist mein erster Impuls immer der Griff zum Aus-Schalter.

Ich möchte sehen, wie die abgefeuertr Rakete den Gegner zerfetzt oder wie im Fall von Diablo 4 mein Schwert auf die Rüstung prallt, und nicht die Information erhalten, dass ich gerade 12.450 Schadenspunkte verursacht habe.

Die Welt wieder wahrnehmen

Ohne die fliegenden Zahlen ändert sich die Wahrnehmung des Spiels komplett. In Diablo 4 ist mir erst nach dem Abschalten aufgefallen, wie viel Mühe sich Blizzard bei den Treffereffekten gegeben hat. Wenn ich die Zahlen deaktiviere, achte ich viel mehr auf die physischen Reaktionen der Gegner. Monster taumeln, straucheln, platzen.

Borderlands hat die aufsteigenden Schadenszahlen zwar nicht erfunden, aber sehr, sehr populär gemacht. Borderlands hat die aufsteigenden Schadenszahlen zwar nicht erfunden, aber sehr, sehr populär gemacht.

Das Spiel gibt mir alle Informationen, die ich brauche, nur eben auf eine organische Weise. Das ist für mich der Kern der Immersion. Ich möchte in die Welt von Sanktuario eintauchen und vergessen, dass im Hintergrund ein komplexer Algorithmus läuft.

Die Zahlen ziehen mich jedes Mal aus dieser Welt heraus. Natürlich deaktiviere ich nicht alle UI-Elemente. Nur die überflüssigen. Lebensbalken und Anzeigen für Resistenzen sind für mich ein Muss.

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