HandOfBlood (oder Hänno) kennt man vor allem für seine unterhaltsamen Gaming-Videos und Livestreams, sowie sein Engagement im E-Sport-Bereich. Mit seiner Agentur Instinct3 ist er aber auch schon länger bei der Content-Creator-Betreuung und im Publishing vertreten.
Letzteres wird jetzt Teil einer größeren Initiative: Mit Sidekick Publishing ruft Instinct3 eine Schwesterfirma ins Leben, die sich nur um das Veröffentlichen und Betreuen von Indie Games kümmern soll. Dabei profitieren sie natürlich auch von den Influencer-Kontakten und dem Wissen, das Hänno und seine Agentur mitbringen.
Ziel ist es, Indie-Spiele und Content Creators von Anfang an zusammenzubringen. Denn Aufmerksamkeit auf YouTube, Twitch, TikTok und Co. stellt immer noch eine riesige Chance für kleine Entwickler dar, die ihr Spiel unter die Leute bringen wollen.
Wie wird aus einer Influencer-Agentur ein Publisher?
Das erklären uns die beiden Gründer, Melvin Frank und Jasmin Oestreicher, im Gespräch. Auch HandOfBlood selbst äußert sich exklusiv uns gegenüber.
Beide blicken auf jahrelange Erfahrung in der Spielebranche und bei Instinct3 zurück: Frank hat bei der Agentur den bisherigen Indie-Publishing-Bereich aufgebaut, der nun ausgeweitet wird und Oestreicher hat als Projektmanagerin bei Instinct3 vor allem Kreativprojekte für größere Spiele betreut, bevor sie die Geschäftsführung übernahm.
Ursprünglich kommt sie aber ebenfalls aus dem Bereich Gaming mit Schwerpunkt Publishing. Als Instinct3 immer weiter wächst und ganz unterschiedliche Projekte betreut, sehen die beiden deshalb das Potenzial, in Zukunft auch Indie-Spiele stärker zu vertreten - und gründen dafür Sidekick Publishing.
So kommen Entwickler, Content Creator und Spieler zusammen
Die Idee hinter der Initiative fällt dabei denkbar unkompliziert aus: Wir haben Bock und die richtigen Leute dafür
, erklärt Oestreicher. Frank führt noch weiter aus, dass die Idee vor allem aus der Arbeit mit den Content Creators entsprungen sei. Instinct3 arbeitet nicht nur als Kreativ-Agentur, sondern vertritt als Management auch zahlreiche Influencer.
Diese Creator entdecken dann oft Spiele für sich und stellen sie ganz ohne Kampagne ihren Zuschauern in Videos, Streams und Co. vor. Entwickler erlebten dann meist ein gesteigertes Interesse, messbar anhand von Zugriffen auf die Steam-Seite, Wishlists und mehr. Das führte dazu, dass diese von selbst auf Instinct3 zukamen und eine Zusammenarbeit vorschlugen - die ist ja schließlich im Interesse beider Parteien.
Weil das als Agentur nur bedingt möglich war, entwickelte sich daraus schließlich der vollwertige Publisher. 2023 wurde erst mal die Publisher-Initiative innerhalb der Agentur angekündigt. Über 300 Bewerbungen gingen ein und dieses Jahr veröffentlichte Instinct3 auch schon erste Spiele, unter anderem den Roguelike-Builder 9 Kings oder Asgard's Fall im Stil von Vampire Survivors.
Weitere Titel wie das humorvolle Zombie-Survivalspiel Deadly Days: Roadtrip stehen für dieses Jahr schon in den Startlöchern. Aufgrund des hohen Interesses wird dieser Bereich nun unter dem Namen Sidekick Publishing vergrößert.
Wo die Reise hingehen soll - und warum Hänno nicht immer dabei sein muss
Auf eine Langzeit-Vision oder DNA will sich Sidekick aber ganz bewusst nicht festlegen. Viel mehr geht es darum, mit dem in der DACH-Region (also im deutschsprachigen Raum) erfolgreich umgesetzten Konzept international Fuß zu fassen, wie Oestreicher ausführt:
Wir wollen diese Story vor allem global weitererzählen. Wir haben in der DACH-Region angefangen, da sind wir stark, da kommen wir her. Wir haben aber viele Leute bei uns, die schon immer diesen internationalen Aspekt gelebt haben und durch diese Philosophie, dass wir aus einer Creator- und Content-Perspektive kommen, haben wir in Gesprächen gemerkt - auch mit Content Creators außerhalb von Deutschland - dass unsere Story einfach super gut ankommt und sehr authentisch rüberkommt.
Dieses Authentische Spiele mit authentischen Creators zusammenzubringen
, statt One Size Fits All
soll dabei sozusagen das Markenzeichen werden. Eine spezielle Strategie oder gar ein Genre wird nicht im Mittelpunkt stehen. Dafür will man das Know-how der Agentur gezielt nutzen, die natürlich viel Erfahrung mit Marketing-Plattformen wie beispielsweise Instagram mitbringt oder auch anderen kreativen Outlets wie Merch.
Gerade die Content- und Creator-Perspektive soll zusätzlich helfen, weil die Spiele eben von Grund auf mit dieser Idee im Kopf entwickelt werden und zudem auf das Feedback der Influencer in der Agentur zurückgreifen können. Wie gut Games im Stream funktionieren oder welche Community-Features sich einbauen lassen, spielt also eine entscheidende Rolle in der Zusammenarbeit.
Ein hilfreicher Vorteil für Entwickler, die mit zahlreichen anderen Indie Games täglich auf Steam, YouTube, Twitch und anderen Verkaufs- oder Entertainment-Plattformen um Aufmerksamkeit ringen.
Authentisch soll auch bei der Zusammenarbeit mit HandOfBlood das Stichwort sein: Der wird sich nicht prinzipiell beteiligen, sondern vor allem bei den Spielen mit im Boot sein, die zu ihm und seiner Community passen.
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